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Das Palästina Portal

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Nach oben
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

 


 

Die Johnny-Prozedur

 Uri Avnery, 18.7.09

 

WIE DER Geist von Hamlets Vater lässt uns der böse Geist des Gaza-Krieges nicht zur Ruhe kommen. In der vergangenen Woche kam er zurück und störte den Frieden der Verantwortlichen des Staates und der Armee.

 

„Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“), eine Gruppe mutiger früherer Kampfsoldaten, hat einen Bericht veröffentlicht, der die Zeugenaussagen von 30 Gazakämpfern veröffentlicht. Ein schwer-verdaulicher Bericht über Aktionen, die man als Kriegsverbrechen bezeichnen kann.

 

Die Generäle nahmen automatisch die Haltung ein, alles zu leugnen. Warum geben die Soldaten nicht ihre Identität preis, fragen sie unschuldig. Warum verstecken sie ihre Gesichter bei den Videozeugnissen? Warum halten sie ihre Namen und Einheiten geheim?

Wie können wir sicher sein, dass sie keine Schauspieler sind, die einen Text vorlesen, den Feinde Israels vorbereitet haben? Wie können wir wissen, dass diese Organisation nicht von Ausländern manipuliert wurde, wer finanziert ihre Aktionen? Und wie können wir wissen, dass sie nicht aus reiner Boshaftigkeit lügen?

 

Man kann mit einem hebräischen Sprichwort antworten: „ Hier steckt das Gefühl der Wahrheit drin.“  Jeder, der einmal ein Kampfsoldat im Krieg - egal in welchem Krieg - war, erkennt sofort die Wahrheit in diesen Berichten. Jeder von ihnen ist einem Soldaten begegnet, der nicht ohne ein X auf seinem Gewehr nach Hause kehren wollte, was bedeutete, dass er wenigstens einen Feind getötet hat. (Solch eine Person erscheint in meinem Buch „Die Kehrseite der Medaille“, das vor 60 Jahren geschrieben wurde. Und auf Deutsch als 2. Teil meines Buches „In den Feldern der Philister“, 2005 erschienen ist).

 

Die Zeugenaussagen über die Anwendung von weißem Phosphor, über die massive Bombardierung der Gebäude, über die „Nachbar-Prozedur“, (bei der Zivilisten als menschliche Schutzschilde gebraucht werden), über das Töten von „allem, das sich bewegt“, über die Anwendung aller Methoden, die Todesfälle auf unserer Seite vermeiden – all dies stimmt mit früheren Aussagen über den Gazakrieg überein. Es kann keinen vernünftigen Zweifel über ihre Authentizität geben. Durch den Bericht erfuhr ich, dass die „Nachbar-Prozedur“ jetzt „Johnny-Prozedur“ genannt wird.  Gott weiß, warum nicht „Ahmed-Prozedur“?

 

Der Gipfel an Heuchelei wird von den Generälen mit ihrer Forderung erreicht, dass die Soldaten sich melden und ihre Beschwerden vor den Armeebehörden aussprechen sollten, damit die Armee sie über die Dienstwege untersuchen könne.

 

Zunächst kennen wir die Farce, wie sich die Armee selbst untersucht.

 

Zweitens – und das ist der Hauptpunkt: nur eine Person, die Märtyrer werden will, würde dies tun. Der Soldat einer Kampfeinheit ist Teil einer fest zusammenhaltenden Gruppe, die treu zu ihren Kameraden steht und an ihrem höchsten Prinzip festhält: „Du sollst nicht petzen!“ Wenn er  fragwürdige Taten enthüllt, von denen er Augenzeuge war, wird er als Verräter angesehen und geächtet. Sein Leben wird zur Hölle. Er weiß, dass all seine Vorgesetzten, vom Truppenleiter bis herauf zum Divisionskommandeur ihn verfolgen werden.

 

Dieser Aufruf, durch „offizielle Kanäle“ zu gehen, ist eine abscheuliche Methode der Generäle –  der Mitglieder des Generalstabschefs, der Armeesprecher, Armeeanwälte – um die Diskussion von den Anklagen selbst auf die Identität der Zeugen abzulenken. Nicht weniger abscheulich sind die Zinnsoldaten, die „militärische Korrespondenten“ genannt werden, die mit ihnen zusammenarbeiten.

 

 

ABER BEVOR man die Soldaten anklagt, die die in den Zeugenaussagen beschriebenen Taten begingen, sollte man fragen, ob die Entscheidung, den Krieg zu beginnen, nicht selbst schon zum unvermeidlichen Verbrechen führte.

 

Professor Assa Kasher, der Vater des Armee-„Ethik-Kodex’“ und einer der eifrigsten Unterstützer des Gazakrieges, behauptete in einem Aufsatz zu diesem Thema, dass ein Staat das Recht habe, nur wegen Selbstverteidigung einen Krieg zu beginnen und nur wenn der Krieg „ ein letzter Ausweg“ ist. „Alle anderen Alternativen“, um das richtige Ziel zu erreichen, „müssen ausgeschöpft worden sein“.

 

Die offizielle Ursache des Krieges war das Abfeuern der Raketen aus dem Gazastreifen gegen südisraelische Städte und Dörfer. Natürlich ist es Pflicht eines jeden Staates, seine Bürger gegen Raketen zu schützen. Aber waren alle Mittel, um dieses Ziel ohne Krieg zu erreichen, wirklich ausgeschöpft? Kasher antwortet mit einem klaren „Ja“. Sein entscheidendes Argument ist, dass „es keine Rechtfertigung gibt, von Israel zu verlangen, mit einer Terrororganisation direkt zu verhandeln, die es nicht anerkennt und sein Recht zu existieren leugnet“.

 

Dieses Argument besteht den Test der Logik nicht. Das Ziel von Verhandlungen war mutmaßlich nicht die Anerkennung des Staates Israel und sein Existenzrecht (wer benötigt diese denn?) durch die Hamas, sondern sie dahin zu bringen, mit dem Abfeuern von Raketen auf israelische Bürger aufzuhören. Bei solchen Verhandlungen würde die andere Seite wahrscheinlich das Aufheben der Blockade gegen die Bevölkerung des Gazastreifens und die Öffnung der Versorgungspassagen verlangt haben. Es ist berechtigt, anzunehmen, dass mit ägyptischer Hilfe solch ein Abkommen hätte erreicht werden können, sogar einschließlich eines Gefangenenaustausches.

 

Doch diese Vorgehensweise war nicht ausgeschöpft worden, ja, sie wurde nicht einmal versucht. Die israelische Regierung hat sich unnachgiebig geweigert, mit einer „terroristischen Organisation“ zu verhandeln, nicht einmal mit der palästinensischen Einheitsregierung, die kurze Zeit existierte und in der die Hamas vertreten war.

 

Deshalb war die Entscheidung, den Krieg gegen den Gazastreifen mit einer zivilen Bevölkerung von 1,5 Millionen zu beginnen, nicht gerechtfertigt, auch nach den Kriterien von Kasher selbst nicht. „Alle alternativen Vorgehensweisen“ waren nicht ausgeschöpft, ja, tatsächlich nicht einmal versucht worden.

 

Aber wir wissen alle, dass abgesehen von der offiziellen Ursache, es noch eine inoffizielle gab: die Hamas-Regierung im Gazastreifen zu stürzen. Im Laufe des Krieges erklärten offizielle Sprecher, dass noch ein „Preisschild“ angehängt werden müsse – mit andern Worten, Tod und Zerstörung zu verursachen, nicht um die „Terroristen“ selbst zu treffen, (was fast unmöglich gewesen wäre), sondern um das Leben der zivilen Bevölkerung in eine Hölle zu verwandeln, um sie dahin zu bringen, sich zu erheben und die Hamas zu stürzen.

 

Die Unmoral dieser Strategie entspricht ihrer Ineffektivität: unsere eigene Erfahrung hat uns gelehrt, dass solche Methoden die Bevölkerung nur stärken und  rund um ihre mutige Führung vereinen.

 

 

WAR ES überhaupt möglich, diesen Krieg zu führen, ohne Kriegsverbrechen zu begehen? Wenn eine Regierung sich entscheidet, seine regulär bewaffneten Kräfte gegen eine Guerilla-Organisation zu werfen, die ihrem Wesen nach mitten aus einer zivilen Bevölkerung kämpft, ist es vollkommen klar, dass der Bevölkerung schreckliches Leid zugefügt wird. Das Argument, dass das der Bevölkerung zugefügte Leid und das Töten von mehr als 1000 Männern, Frauen und Kindern unvermeidbar war, sollte selbst zu dem Schluss führen, dass die Entscheidung, diesen Krieg zu beginnen, von Anfang an ein schrecklicher Akt war.

 

Das Verteidigungsestablishment machte es sich leicht. Die Minister und Generäle behaupteten einfach, dass sie den palästinensischen und den internationalen Berichten über Tod und Zerstörung nicht glaubten, und erklärten – wieder in Kashers Worten – sie seien „grundlos und falsch“. Und um sicher zu gehen, entschieden sie, die UN-Kommission zu boykottieren, die zur Zeit den Krieg und seine Folgen untersucht. Obwohl sie von dem respektierten südafrikanischen Richter Goldstone geleitet wird, der Jude und Zionist ist.

 

Assa Kasher nimmt eine ähnliche Haltung ein, wenn er sagt: „Jemand, der nicht alle Details einer Aktion kennt, kann sie nicht in ernst zu nehmender, professioneller und verantwortlicher Weise beurteilen und sollte das deshalb nicht tun, trotz aller emotionaler oder politischer Versuchungen“. Er verlangt, dass wir warten, bis die israelische Armee ihre Untersuchungen abgeschlossen hat, bevor man über die Angelegenheit spricht.

 

Wirklich? Jeder Organisation, die sich selbst untersucht, mangelt es an Glaubwürdigkeit – erst recht einer hierarchischen Körperschaft wie die der Armee. Außerdem kann die Armee keine Aussagen von den Hauptaugenzeugen erhalten, von den Bewohnern des Gazastreifens. Eine Ermittlung, die sich allein auf Aussagen der Täter gründet und nicht auf die der Opfer ist lächerlich. Jetzt werden sogar die Zeugenaussagen der Soldaten von „Breaking the Silence“ unberücksichtigt gelassen, weil sie ihre Identität nicht preis geben können.

 

 

IN EINEM Krieg zwischen einer mächtigen Armee, die mit den raffiniertesten Waffen der Welt ausgerüstet ist, und einer Guerilla-Organisation, erheben sich einige grundlegende Fragen. Wie sollten sich Soldaten benehmen, wenn sie mit einem Ziel konfrontiert sind, das nicht nur aus feindlichen Kämpfern besteht, die sie töten „dürfen“, sondern auch mit unbewaffneten Zivilisten, die zu töten ihnen „verboten“ ist?

 

Kasher zitiert mehrere solcher Situationen. Z.B: ein Gebäude, in dem sich „Terroristen“ und Nicht-Kämpfer befinden: sollte es vom Flugzeug aus bombardiert werden, wobei alle getötet werden, oder sollten Soldaten hineingeschickt werden, die nur Kämpfer töten, aber so ihr Leben riskieren? Seine Antwort: Es gibt keine Rechtfertigung, das Leben unserer Soldaten zu riskieren und so das Leben von feindlichen Zivilisten zu retten. Einem Angriff aus der Luft oder mit Artillerie muss der Vorzug  gegeben werden.

 

Das beantwortet nicht die Frage über die Anwendung der Luftwaffe, die Hunderte von Häusern zerstört,  genügend weit weg von unsern Soldaten, sodass sie nicht in Gefahr waren. Es beantwortet auch nicht die Frage über das Töten einer Menge Rekruten der palästinensischen zivilen Polizei, die gerade vereidigt werden sollten, und auch nicht über das Töten von UN-Personal in einem mit Lebensmittel beladenen Konvoi; auch nicht die illegale Anwendung von weißem Phosphor gegen Zivilisten, wie in den Zeugenaussagen beschrieben wird und von „Breaking the Silence“ gesammelt wurden, und auch nicht die Anwendung von Depleted Uranium und anderen krebserzeugenden Substanzen.

 

Das ganze Land war durch die TV-Livesendung Zeuge, wie eine Granate die Wohnung eines  in Israel bekannten Arztes traf und fast seine ganze Familie auslöschte. Nach Zeugenaussagen palästinensischer Zivilisten und internationaler Beobachter haben viele solcher Vorfälle stattgefunden.

 

Die israelische Armee war stolz auf ihre Methode, die Bewohner durch Flugblätter, mit Telefonanrufen und Ähnliches zu warnen, um sie zur Flucht zu bewegen. Aber jeder weiß – und zu aller erst die Warnenden selbst – , dass die Zivilisten, keinen sicheren Ort hatten, an den sie fliehen konnten, und dass es gar keine klaren und sicheren Fluchtwege gab. Tatsächlich wurden viele Zivilisten erschossen, als sie zu fliehen versuchten.

 

 

WIR SOLLTEN der schwierigsten moralischen Frage nicht ausweichen: ist es erlaubt, das Leben unserer Soldaten zu riskieren, um das Leben alter Leute, Frauen und Kinder des „“Feindes“ zu retten? Die Antwort Asser Kashers, dem Ideologen der „moralischsten Armee der Welt“, ist eindeutig: es ist absolut verboten, das Leben der Soldaten zu riskieren. Der wichtigste Satz in seinem Essay lautet: „Deshalb … muss der Staat dem Leben der Soldaten gegenüber dem Leben (unbewaffneter) Nachbarn eines Terroristen den Vorzug geben.“

 

Diese Worte sollten zwei- oder dreimal gelesen werden, um ihre Bedeutung voll zu verstehen. Was wird hier tatsächlich gesagt: um Todesfälle unter unsern Soldaten  zu vermeiden, ist es besser, unbegrenzt feindliche Zivilisten zu töten.

 

(In der Rückschau kann man nur froh sein, dass die britischen Soldaten, die gegen den Irgun und die Sterngruppe kämpften, nicht solch einen „Ethik Guide“ wie Kasher hatten.)

 

Dies ist das Prinzip, das die israelische Armee in den Gazakrieg führte und - so viel ich weiß - ist dies die neue Doktrin: um den Verlust eines einzigen unserer Soldaten zu vermeiden, ist es erlaubt, 10, 100 oder gar 1000 feindliche Zivilisten zu töten. Krieg ohne Todesfälle auf unserer Seite. Die zahlenmäßige Folge davon gibt Zeugnis: mehr als 1000 Menschen wurden im Gazastreifen getötet, ein oder gar zwei Drittel davon (je nach dem, wen man fragt) sind Zivilisten, Frauen und Kinder – gegen sechs israelische Soldaten, die von feindlichem Feuer getötet wurden (Vier weitere wurden durch „friendly“ Feuer getötet, d.h. durch die eigenen Leute )

 

Kasher erklärt ausdrücklich, es sei gerechtfertigt, ein palästinensisches Kind zu töten, das in der Gesellschaft von hundert „Terroristen“ ist, weil die „Terroristen“ Kinder in Sderot töten könnten. In der Realität war es ein Töten von hundert Kindern, die in der Gesellschaft eines „Terroristen“ waren.

 

Wenn wir dieser Doktrin all ihre Dekorationen nehmen, bleibt ein einfaches Prinzip: der Staat muss das Leben seiner Soldaten um jeden Preis schützen, ohne Begrenzungen oder Gesetze. Ein Krieg mit Null Opfern. Das führt notwendigerweise zu einer Taktik des Tötens jeder Person und der Zerstörung jedes Gebäudes, die bzw. das eine Gefahr für die Soldaten darstellt und so einen leeren Raum für die vorrückenden Soldaten schafft.

 

Es kann daraus nur eine Schlussfolgerung gezogen werden: jede Entscheidung, einen Krieg in einem Wohnbaugebiet zu beginnen, ist ein Kriegsverbrechen, und die Soldaten, die sich gegen dieses Verbrechen erheben, sollten geehrt werden. Mögen sie gesegnet sein!

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser  autorisiert)

 

 

 

 

Im Wilden Westen

 

Würde ein israelischer Richter

 einen arabischen Dörfler,

Der einen unbewaffneten jüdischen Dieb

 in den Rücken schießt und tötet –

 frei lassen?

 

Der Fall von Shai Dromi ist ein Warnsignal!

Das Verhalten von gewalttätigen

 und rassistischen Siedlern

In den besetzten Gebieten

Sickert ins eigentliche Israel hinein.

 

 

Inserat in Haaretz,  am 17.7.09

Schecks sind willkommen,

 um unsere Inserate und Kampagnen fortsetzen zu können.

 Gush Shalom  POB 3322, Tel Aviv  61033

 

 

 

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