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Donnerstag, 29. September 201614:52  -     LINKS      facebook       ARCHIV     THEMEN

 

Amnesty International: Muster rechtswidriger Tötungen enthüllt erschreckende Mißachtung menschlichen Lebens
Amnistìa Internacional Espana - 28.09.2016

Fast ein Jahr nach dem blutigen Höhepunkt der Gewalt in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten zeigen die israelischen Streitkräfte weiterhin eine erschreckende Mißachtung menschlichen Lebens in ihrem völlig leichtfertigen und rechtswidrigen Einsatz von Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung. So hat es Amnesty International heute erklärt.

In einem am 14. September an die israelischen Behörden gesandten Memorandum hat die Organisation 20 Fälle von offensichtlich rechtswidrigen Tötungen von Palästinensern durch die israelischen Streitkräfte dargelegt und um Information über den Stand der Ermittlungen gebeten. In mindestens 15 Fällen wurden Palästinenser vorsätzlich erschossen, obwohl sie keine unmittelbare Gefahr für das Leben darstellten, so dass sie als außergerichtliche Exekutionen erscheinen. Die israelischen Autoritäten haben auf die von Amnesty International geäußerte Besorgnis nicht reagiert.


"Seit im vergangenen Jahr in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten die Gewalt eskalierte, gibt es eine Besorgnis erregende Zunahme von rechtswidrigen Tötungen durch die israelische Armee, die durch eine Kultur der Straflosigkeit begünstigt wird", sagte Philip Luther, Direktor von Ermittlung und Arbeit an Vorfällen für den Nahen Osten und Nordafrika von Amnesty International.


"Die Fälle rechtswidriger Tötungen, die in diesem Memorandum dargelegt werden, enthüllen eine erschreckende Mißachtung menschlichen Lebens und stellen die israelischen Behörden vor schwerwiegende Probleme. Die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden, um zu garantieren, dass dieser Kreislauf von Gewalt an ein Ende gelangt."


Seit dem 1. Oktobr 2015 hat Israel, das Westjordanland und Ost-Jerusalem eine Welle schwerster Gewalt seit Ende der zweiten Intifada 2005 erlebt. Mehr als 225 Palästinenser und 3 ausländische Staatsbürgern sind seit dem vergangenen Jahr durch die israelischen Kräfte ums Leben gekommen, die meisten bei Angriffen, vermuteten oder versuchten Angriffen auf israelische Soldaten, Polizisten und Zivilpersonen. Mindestens 35 Israelis und zwei ausländische Staatbürger sind im gleichen Zeitraum durch palästinensische Angreifer ums Leben gekommen.


In einigen Fällen kann die tödliche Gewalt das einzige Mittel gewesen sein, um das Leben von Zivilpersonen oder Mitglieder der israelischen Sicherheitskräfte zu schützen. In vielen Fällen, wie bei den im Momorandum dargestellten, stellten die verstorbenen Personen keine unmittelbare Gefahr für das Leben dar. Beispielsweise wurde auf Personen geschossen, die verletzt waren oder flüchteten, und auch auf unbewaffnete Demonstranten. >>>

Eine 13-jährige Palästinienserin erzählt, wie man auf sie geschossen hat: "Ich habe Albträume. Ständig schiessen sie auf mich" - RT Actualidad - 26.09.2016 - Barah Owaisi, das 13-jährige Mädchen, das von israelischen Soldaten fünf Mal beschossen wurde, erzählte gegenüber RT, wie das geschah. Das Mädchen hatte geträumt, dass ihre Tante, die an einem Checkpoint in der Westbank ums Leben gekommen war, sie rief und sagte, sie solle näher kommen, um sie zu sehen, und sie ging hin, weil sie sie vermisst.

"Die israelischen Soldaten sagten etwas zu mir, aber ich verstand sie nicht, sodaß arabische Arbeiter mir alles erklärten. Sie verlangten, ich solle meinen Rucksack abnehmen und auf den Boden legen, und das machte ich so. Ich sagte, ich hätte die Stelle sehen wollen, an der sie meine Tante getötet hatten. Sie fragten nach meinem Namen und ich antwortete ihnen ... und dann schossen sie auf mich. Zwei Soldaten sagten, sie sei eine Terroristin gewesen und befahlen den andern, auf mich zu schiessen", erinnerte sich das Mädchen.

Die Bilder des Vorfalls verfolgen das Mädchen noch immer. "Ich habe Albträume. Die Soldaten haben mich in Panik versetzt, ich sehe sie in meinen Träumen. Sie schiessen ständig auf mich. Ich hoffe, dass die Soldaten nicht wieder auf unschuldige Kinder schiessen."

Der Vater von Barah Owaisi sagt, Israel solle der Familie eine Entschädigung zahlen: "Sie wollten sie töten. Sie schossen fünf Mal auf sie. Ein Schuss genügt, um jemanden niederzustrecken, nicht fünf. Sie schossen kaltblütig auf sie." Dieser Mann vertraut darauf, dass seine Tochter wieder gehen (können) wird und erinnert daran, dass das nicht das erste Mal ist, dass israelische Soldaten Kinder töten wollen, und er möchte, dass die ganze Welt davon erfährt.

Nach dem Vorfall behauptete der israelische Verteidigungsminister in einem Komuniquee, das Mädchen hätte zu den Soldaten gesagt, sie sei zu diesem Ort gekommen, "um zu sterben". RT wandte sich an das Ministerium, erhielt aber keine Antwort.
[...]
Palästinensische Politiker sind der Meinung, die Protagonisten der letzten Vorfälle würden auf Grund der Enttäuschung wegen des Scheiterns der Friedensverhandlungen 2014 und wegen dem darauffolgenden Siedlungsausbau auf diese Weise vorgehen.      Quelle   - Übersetzung: K. Nebauer

Die Zensurversuche in München gehen munter weiter.

Nachdem unsere Veranstaltung mit dem Verleger und Publizisten Abi Melzer am 23. 9. durch Raumentzug - der Stadt München und von ihr abhängiger Einrichtungen - verhindert wurde (s. unsere Presseerklärung im Anhang), trifft es jetzt sogar das Benefizkonzert in der Erlöserkirche am kommenden Freitag.

Mit einem wüsten Rundumschlag (s. Anhang 2) versucht eine gewisse, uns schon hinlänglich bekannte Gabriella Meros , das Konzert, dessen Erlöse an Kinder im Gazastreifen gehen sollten, zu verhindern. Insbesondere wird unsere Freundin Nirit Sommerfeld, die einleitende Gedanken vortragen sollte, massiv angegriffen. Ihre Replik findet sich gleichfalls im Anhang. (...)

Wir bitten herzlich um Solidarität und um weitestgehende Verbreitung dieser Nachricht, so dass dieser unglaubliche Versuch, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit zu beschneiden, nicht totgeschwiegen wird. Bisher ist nämlich unsere Presserklärung vom Sonntag – soweit wir das überblicken können – von keinem Medium berücksichtigt worden! Jürgen Jung



BIB Geschäftsführerin wird Redeverbot erteilt
 - bibjetzt - 29. 9. 2016 - Nirit Sommerfeld: Manchmal sprachlos – niemals mundtot!

Am kommenden Freitag sollte unsere Geschäftsführerin Nirit Sommerfeld eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen sie, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass Sommerfeld infolge dessen vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an ihrer Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen ihre Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch im Interesse aller.

Bei dem Konzert handelt es sich um eine Veranstaltung des renommierten australischen Pianisten Michael Leslie, bei dem zwischen den Musikstücken von Bach und Beethoven die Charta der Menschenrechte von einem Schauspieler vorgelesen wird. Leslie sagte gestern das Konzert ab – mit einer mutigen Begründung:

“ (…) Nach Weisung des Kirchenvorstandes hat mir Herr Pfarrer Raabe eine Kompromislösung für das Konzert am 30.9. dargelegt – Begrüßung, Musik, Menschenrechtslesung, Applaus, Ende. Kein Beitrag von Nirit Sommerfeld. Die Begründung, dass Frau Sommerfeld keine einführenden Worte spricht, lautet: ein Benefizkonzert ist keine politische Veranstaltung und darf nicht in eine solche ausarten. Für mich ist es nicht akzeptabel, dass in die Gestaltung meines Benefizkonzertes in dieser Weise eingegriffen wird. Ich bin nicht bereit, ein Spielball in irgendwelchen Machenschaften zu werden, faule Kompromisse einzugehen oder gar mir vorschreiben zu lassen, mit wem ich bei meinen Benefizkonzerten zusammenarbeite. Aus diesem Grund sehe ich mich veranlasst, das Benefizkonzert im Gemeindesaal der Erlöserkirche abzusagen. Ich werde es in dieser Konzeption zu anderer Zeit und Ort auf jeden Fall aufführen. (…)“

Wie man einführende Worte zu einem Benefizkonzert für notleidende Menschen in Gaza sprechen soll, ohne politisch zu werden, ist uns nicht ganz klar. Fest steht, dass wir uns nicht mundtot machen lassen. Nirit Sommerfeld schreibt: „Ich werde – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten. Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen vor der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.“

Michael Leslie wird ebenfalls ab 19 Uhr da sein, ebenso Pfarrer Raabe. Ab 19.30 Uhr wird es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch geben. BIB hat bereits eine Klärung mit dem verantwortlichen Kirchenvorstand und Vertretern der Landeskirche verlangt.
 


Was ist eigentlich mit München los? Brief an protestantische Bischöfe und Pfarrer -  28. September 2016 - Abi Melzer (...) mir liegt das Schreiben von Frau Gabriela Meroz vor und ich muss gestehen, dass ich mich als Jude für diese Art Hetze und Hass schäme, auch wenn sie von einer offensichtlich durchgedrehten und unverantwortlichen Jüdin kommt.

Es reicht ihr wohl nicht, mich mit Dreck zu bewerfen, und mich als Anti-Israel-Hetzer zu verleumden, sie hat auch bekannte und verdienstvolle kirchliche Organisationen wie „Misereor, Brot für die Welt und Medico“ in den Dreck gezogen und sie in die Nähe von Antisemitismus gerückt, ja mehr noch, sie als Antisemiten diffamiert.

Ich will mich nicht zu lang mit diesen schrägen Ausführungen aufhalten. Ich habe vo,r am Wochenende meinen offenen Brief an die Präsidentin der jüdischen Gemeinde in München, Frau Charlotte Knobloch, zu veröffentlichen, in dem ich auf 14 Seiten detailliert Stellung nehme zum Skandal in München, in dem unser Grundgesetz mit Füssen getreten worden ist.

Heute möchte ich nur so viel sagen: 1992 hat Heinz Galinski, einer der Vorgänger von Charlotte Knobloch im Amt des Vorsitzenden des Zentralrat der Juden in Deutschland, mich vor Gericht gezerrt wegen genau denselben Anschuldigungen wie heute, dass ich nämlich Israel „delegitimiere“ und ein „Antisemit“ sei. Der brave, kluge, demokratische und liberale Richter hat die Klage abgelehnt mit folgenden Worten: „Man muss nicht Abraham Melzers Meinung teilen, aber er hat nach unserem Grundgesetz § 5 das Recht seine Meinung zu äußern.“ Und an Herrn Galinski gewandt sagte er: „Und Sie Herr Galinski, als Vertreter der Öffentlichkeit, sind verpflichtet diese Meinung anzuhören. >>>


 


Solidarität gefordert! Ich werde diffamiert.
- 28. September 2016 -  Nirit Sommerfeld - Liebe Freundinnen und Freunde, wie angekündigt, sollte ich am kommenden Freitag eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen mich, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor (!) und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass ich vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an meiner Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen meine Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er mir nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch in unser aller Interesse.

Fraglos unterstütze ich die Durchführung dieses Konzertes, bei dem übrigens zwischen den Musikstücken die Charta der Menschenrechte vorgelesen wird, und werde am Freitag auch anwesend sein. Ich werde aber – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten.

Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen und anschließend das Konzert um 19:30 Uhr im Großen Gemeindesaal der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 zu besuchen – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.

Nach dem Konzert gibt es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch. Ich hoffe, viele von Euch übermorgen zu sehen, und grüße – diesmal ziemlich fassungslos, manchmal sprachlos, niemals mundtot Nirit Sommerfeld

Shimon Peres – ein „Friedenspolitiker“ und letzte „Gigant“ des Zionismus - Dr. Ludwig Watzal - „De mortuis nil nisi bene“ wird gemeinhin im Deutschen mit „über Tote solle man nur Gutes reden“ übersetzt. Die Schlagzeilen der deutschen Nachrufe überbieten sich in dieser Art von Lobhudeleien. Am Schlimmstes trieb es jedoch US-Präsident Barack Obama. Er pries Peres allen Ernstes als „einen Kämpfer für den Frieden“, in dessen Schuld Amerika stehe! „Als Amerikaner stehen wir in seiner Schuld.“ Es kommt aber noch Schwülstiger: „Ein Licht ist ausgegangen, aber die Hoffnung, die er uns gegeben hat, wird für immer brennen“, so Obama. Der US-Präsident sollte es eigentlich besser wissen, dass selbst der „Friedensengel“ Peres nur an einem Frieden zu Israels Bedingungen mit den Palästinensern interessiert war, nämlich der Unterwerfung der Palästinenser unter ein israelisches Friedensdiktat. Die Heuchelei Obamas wurde noch nur von der Benyamin Netanyahus übertroffen, der die „Friedenspolitik“ von Yitzhak Rabin und Peres auf das Schärfste bekämpft hatte. Und für den US-Vizepräsidenten Joe Biden wird die Welt „jetzt etwas dunkler“.

Nur zwei Deutsche, und zwar der Ex-Bundespräsident Christian Wulff und Charlotte Knobloch, Ex-Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, toppten noch die Beweihräucherung über Peres >>>

In Israel gefangene palästinensische Journalisten in symbolischem eintägigen Hungerstreik - 26.09.2016 - Mehrere in Israel gefangene palästinensische Journalisten haben am Tag der Solidarität mit den palästinensischen Journalisten einen eintägigen Hungerstreik durchgeführt. Die Vereinigung der palästinensischen Journalisten schätzt, dass etwa 24 Reporter in Israel inhaftiert sind.

Addameer, eine Organisation zur Verteidigung der Rechte der Gefangenen,  verurteilt, dass die Verfolgung der Kommunikationmedien Teil einer systematischen Politik ist, die die Medien für terroristische Organisationen mit einer Nähe zu politischen Parteien hält. "Es ist eine Kriminalisierung des zivilen Lebens in Palästina in verschiedensten Aspekten", argumentierte Addameer.

Der Journalist, der am längsten im Gefängnis ist, Mahmud Issa Musa, wurde 1993 zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Ein anderer Journalist, Ahmad Hassan al-Saifi, wurde zu 17 Jahren Haft verurteilt, von denen er bereits sieben abgesessen hat. Weitere sechs Journalisten haben Haftstrafen von acht Monaten bis sieben Jahren erhalten, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Ma'an berichtet.

Außerdem befinden sich sieben Journalisten in Administrationshaft, die es erlaubt, wegen Terrorismus Verdächtigte unbegrenzt ohne Anklage und Gerichtsverfahren gefangen zu halten.

Israel hat dutzende Journalisten wegen "Aufhetzung zum Hass" auf Grund der Angriffe inhaftiert, mit denen Palästinenser im vergangenen Oktober begonnen haben, die als Intifada der Messer bezeichnet wurden, in der einzelne Palästinenser eigenmächtig israelische Streitkräfte oder Siedler angreifen.

Etwa 221 Palästinenser sind seit Oktober durch das israelische Armee, die Polizei oder israelische Siedler getötet worden (dazu 35 Israelis). Wegen der Unverhältnismäßigkeit, mit der auf diese Art von Agressionen oder angeblichen Aggressionen reagiert wird, wurden israelische Autoritäten der außergerichtlichen Exekutionen beschuldigt. 

Quelle       Übersetzung: K. Nebauer 

Besatzung: Israelischer Minister für Annexion von Teilen der Westbank  - 27.09.2016 - Der israelische Unterrichtsminister Naftali Bennett sagte am Montag (26.9.), die Wahlperiode in den Vereinigten Staaten sei eine "Gelegenheit", Teile der Westbank zu annektieren.

"Ich sehe das als eine Zeit der Gelegenheit bezüglich der Zukunft von Samaria und Judäa (biblische Bezeichnung der Westbank) zu handeln", sagte er in seinen Erklärungen im israelischen Radio.

Bennett, der die Partei Jüdisches Heim anführt, plädiert dafür, "das israelische Recht in den Siedlungen in der Westbank wie Maale Adumim, Ariel, Gush Etzion und Ofra einzuführen".

Der Minister hat bei zahlreichen Gelegenheiten für die Annexion der Zone C plädiert, die etwa 75%  des Westjordanlandes betragen soll und die sich unter ziviler und militärischer Kontrolle durch Israel befindet.

Bennett betonte, dass unabhängig davon, wer die Wahlen in den USA gewinnt, die Annexion dieser Gebiete durchgeführt werden müsse.

"Wir können nicht darauf warten, dass die Welt zionistischer wird als wir es sind. Wir müssen das tun, was für uns selbst gut ist", reklamierte er.       Quelle   Übersetzung: K. Nebauer

Antisemitismus im Netz - Freundlicher Frosch wird Hasssymbol



"Pepe der Frosch" galt jahrelang als harmloses Internet-Mem. Nachdem die Cartoonfigur jetzt für antisemitische Propaganda missbraucht wird, wurde sie von einer amerikanischen Organisation als Symbol des Hasses eingestuft. >>>

 

Hate on Display™  Hate Symbols Database derAnti-Defamation League >>>

29. 9. 2016

Sumpf auf höchster Ebene - 16 Amtsträger müssen sich vor Gericht verantworten. Es geht um Bestechlichkeit, Geldwäsche und in einem Fall auch um ein Drogendelikt. Weitere Anklagen könnten folgen. - Peter Münch

Es klingt nach einer kriminellen Vereinigung, und dieses verbrecherische Netzwerk wurde auf den höchsten Ebenen der israelischen Politik geknüpft: Insgesamt 16 Amtsträger, zumeist aus der von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman geführten Partei Unser Haus Israel, müssen sich einer Anklage stellen. Der frühere Tourismusminister ist dabei, ebenso die vormalige Vize-Innenministerin. Es geht unter anderem um Bestechlichkeit, Betrug, Geldwäsche - und in einem Fall auch um ein Drogendelikt. Der Minister Stas Misezhnikov persönlich soll regelmäßig Kokain gekauft und konsumiert haben.

Für den Generalstaatsanwalt ist dies "eine der größten Korruptionsermittlungen der israelischen Geschichte" - und diese ist gewiss nicht arm an solchen Fällen. Wenig überraschen kann zudem, dass im Zentrum nun die vor allem von Einwanderern aus der früheren Sowjetunion getragene Partei Liebermans steht. Der vierschrötige Vorsitzende steht diesmal zwar nicht selbst auf der Anklageliste, doch seine politische Karriere war von ihrem Beginn Mitte der Neunzigerjahre an stets von Betrugsvorwürfen begleitet. Zu einer Verurteilung hat das bislang nie geführt. Allerdings musste Lieberman Ende 2012 wegen der Ermittlungen ziemlich spektakulär sein Amt als Außenminister niederlegen - nur um ein Jahr später nach einem Freispruch noch spektakulärer zurückzukehren.

Der jüngste Fall wirft erneut einen langen Schatten auf seine Partei, zeigt er doch, wie sich dort über Jahre ein System der Bereicherung eingegraben hat. Im Falle der Vize-Innenministerin Faina Kirschenbaum geht es >>>

Shimon Peres - ein Nachruf
von Reiner Bernstein

Shimon Peres, geboren am 02. August 1923 als Shimon Perski im polnischen Wischnewo, dessen jüdische Gemeinde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht ermordet wurde, erlag am frühen 28. September seiner Krankheit. Als Peres und Yitzhak Rabin ihren 70. Geburtstag begingen, wurden sie von einem Vertrauten als „die zwei Löwen im Winter“ gewürdigt.

Peres, enger Vertrauter David Ben-Gurions und mit Franz Josef Strauß in Waffengeschäften verbunden, Initiator des Atomreaktors ins Dimona und Motor der militärisch-industriellen Entwicklung seines Landes, verließ mit „dem Alten“ in den frühen 1960er Jahren die Arbeitspartei. Als Verteidigungsminister in der Regierung Golda Meirs förderte er den Siedlungsbau. Nach seiner politischen Verbannung in Rabins erster Amtszeit 1975 bis 1977 kehrte er als Außenminister in eine Regierung der nationalen Einheit unter Yitzhak Shamir zurück und übernahm im Zuge der Ämterrotation für ein Jahr das Amt als Ministerpräsident.

Als Menachem Begin in der „Wahlurnen-Revolution“ von 1977 Regierungschef wurde, quittierte er die Siedlungspolitik der Arbeitspartei süffisant als „Annexion de luxe“. Nach der Ermordung Rabins Anfang >>>


 

Die Sage von Sisyphos - Uri Avnery - 24. September 2016 - SIMON PERES ist ein Genie. Ein Genie der Imitation. Sein Leben lang arbeitet er an seinem öffentlichen Image. Das Image ersetzt den Mann. Fast alle Artikel, die seit seiner Erkrankung über ihn geschrieben wurden, handeln von dem imaginären Menschen, nicht von dem echten. Wie die Amerikaner zu sagen pflegen: “Er ist so unecht, dass er echt ist.”
 
OBERFLÄCHLICH betrachtet gibt es einige Parallelen zwischen ihm und mir. Er ist 39 Tage älter als ich. Er kam einige Monate nach mir in dieses Land, beide waren wir 10 Jahre alt. Man schickte mich nach Nahalal, einem Genossenschaftsdorf, ihn nach Ben Shemen, einem landwirtschaftlichen Jugenddorf. Man kann sagen, dass wir beide Optimisten sind und unser Leben lang aktiv waren. Damit enden unsere Parallelen.
 
ICH KAM  aus Deutschland, wo wir eine wohlhabende Familie waren. In Palästina war unser gesamtes Geld sehr schnell verbraucht. Ich wuchs in äußerster Armut auf.  Er kam aus Polen. Seine Familie war auch in Palästina wohlhabend. Ich behielt einen deutschen Akzent, er einen sehr starken polnischen.
 
Bereits in seiner Kindheit gab es etwas, das die Wut seiner Klassenkameraden in der jüdischen Schule seines kleinen Heimatortes auf sich zog. Sie schlugen ihn oft. Sein jüngerer Bruder verteidigte ihn gewöhnlich. Er erzählte, Shimon habe ihn gefragt: “Warum hassen sie mich so?" >>>

 

Shimon Peres obituary: Peacemaker or war criminal? - The last significant figure of Israel’s founding generation – and the father of its nuclear bomb – dies after suffering stroke - Jonathan Cook - The death of Shimon Peres at the age of 93 marks the departure of the last major figure in Israel’s founding generation. He died in a hospital on Wednesday after his condition worsened following a major stroke two weeks ago.

Peres – one of the disciples of David Ben Gurion, Israel’s first prime minister – spent his long political career in the public spotlight. But his greatest successes were engineered in the shadows, noted Yaron Ezrahi, a politics professor at Hebrew University in Jerusalem. Peres’ most important task, to which he was entrusted by Ben Gurion, was developing in secret – and over US opposition – Israel’s nuclear weapons >>>

 


Shimon Peres: Israeli war criminal whose victims the West ignored - Shimon Peres, who passed away Wednesday aged 93 after suffering a stroke on 13 September, epitomised the disparity between Israel’s image in the West and the reality of its bloody, colonial policies in Palestine and the wider region. Peres was born in modern day Belarus in 1923, and his family moved to Palestine in the 1930s. As a young man, Peres joined the Haganah, the militia primarily responsible for the ethnic cleansing of Palestinian villages in 1947-49, during the Nakba.

Despite the violent displacement of the Palestinians being a matter of historical record, Peres has always insisted that Zionist forces “upheld the purity of arms” during the establishment of the State of Israel. Indeed, he even claimed that before Israel existed, “there was nothing here”.>>>




Peres Gump: The man who was part of every bad decision in Israeli history - Haggai Matar - Siding with colonial powers at the expense of Israel’s neighbors, nuclear proliferation, supporting the settlement enterprise, advancing privatization and neoliberal economics, and the Qana Massacre are only a few of the Nobel laureate’s exploits. There are also a few bright spots on Shimon Peres’s legacy.

The huge, gaping dissonance in the public image of Shimon Peres in almost incomprehensible: on the one hand he is the esteemed statesman and symbol of the Israeli Left, and on the other, there is the decades-long list of awful things in which he was involved. Just like Forrest Gump, Peres just happened to be present in almost every dramatic moment in Israeli history. However, unlike the passive role played by Gump, who for the most part watches from the sidelines, Peres took part in the making of horrible, destructive decisions, many of which were unrepentantly right-wing (from both an economics and security standpoint), and all that is without mentioning his “indefatigable subversiveness,” as Yitzhak Rabin once described him.

From his first position as a senior political figure, as director-general of Israel’s Defense Ministry, Peres was the one to strengthen the arms trade with France, to establish the reactor in Dimona, which according to foreign sources (and Colin Powell) marked the introduction of nuclear weapons in the Middle East. >>>


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Nachruf: Schimon Peres, ??? Ghandi des Nahen Ostens ??? - Politik - Süddeutsche.de

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Hinweis - Ellen Rohlfs, die unter anderem die Texte von Uri Avnery übersetzt, zieht um. Sie wird ihre Übersetzungen mit Verspätung versenden.

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