oo

 

Das Palästina Portal

Kostenlos IST nicht Kosten-frei




Unterstützen Sie unsere Arbeit

 

Zurück | Nach oben

 



Eine Seite für Mustafa Tamimi 

 getötet am 10. 12. 2012
 

Hintergrund: In Nabi Saleh leben ungefähr 500 Einwohner; das Dorf liegt 30 Kilometer nordöstlich von Ramallah. Die israelische Kolonie Halamish (auch Neveh Tzuf genannt) wurde 1976 auf dem Land von zwei Dörfern, Nabi Saleh und Deir Nidham, erbaut. Die Kolonie Halamish wurde erweitert und mehr palästinensisches Land gestohlen. Im Sommer des Jahres 2008 nahmen die israelischen Kolonisten von Halamish eine Zahl von Wasserquellen und Brunnen in Besitz, die sich auf palästinensischem Land befinden und Einwohnern von Nabi Saleh gehören. Im Dezember 2009 initiierte das Dorf wöchentliche Demonstrationen, um gegen die Annexion von Süsswasserquellen und Dorfland durch die illegale israelische Kolonie Halamish zu protestieren. Seit Beginn der Proteste in Nabi Saleh hat die israelische Besatzungsmacht versucht, die Proteste mit brutalen Methoden zu unterdrücken; mehr als 13% der Dorfbevölkerung wurden verhaftet, einschliesslich Kinder. Insgesamt wurden 90 Bewohner festgenommen. Bis auf drei Menschen, wurden alle wegen der Teilnahme an den Demonstrationen angeklagt. Von den Inhaftierten waren 29 Minderjährige unter 18, vier davon waren Frauen.
http://www.stopthewall.org/2011/12/10/palest
inian-dies-wounds-after-being-shot-face-israeli-occupation-forces

Siehe auch >>> - Übersetzt von Martina Lauer

 

 

Friedlicher Widerstand in Palästina und Israel >>>

Videos zum Nahostkonflikt - Bili'n - Ni'lin - Gewaltloser Widerstand - Proteste -Demonstrationen >>>
 

 

 

Mustafa Tamimi verstarb heute Morgen am 10. 12. 2012 - Mustafa Tamimi, 28, erlag heute Morgen seinen Verletzungen in einem israelischen Krankenhaus. Gestern wurde er in Nabi Saleh von einem Tränengaskanister direkt ins Gesicht getroffen. >>>

Image

Mustafa Tamimi (l.) 2010 mit seiner Familie [Foto: Activestills]

 

12.12.2011 - Ein Augenzeuge beschreibt Mustafa Tamimis letzte Augenblicke. - Ein Bericht von Ben Lorber vom Alternative Information Centre. - Ibrahim Bornat, Künstler und Aktivist aus Bil’in, stand direkt neben Mustafa Tamimi, als ein israelischer Soldat einen Tränengaskanister  aus nächster Nähe auf Tamimis Kopf schoss. (In diesen Fotos kann man Bornat direkt neben Tamimi sehen.) Hier ist sein Augenzeugenbericht von den Ereignissen am Freitag, den 9. Dezember, als Tamimi lebensgefährlich verletzt wurde:  

Mustafa Tamimi (left) a moment before his injury. Circled in red are the barrel of the gun and the projectile that hit him. Picture credit: Haim Scwarczenberg„ Mustafa und ich waren alleine, nur wir zwei, der Rest der Demonstranten war ziemlich weit hinter uns und wir jagten den Jeep und riefen, dass er verschwinden solle. Wir wurden vom Rest getrennt, weil die Soldaten beinahe 50 Tränengaskanister auf einmal warfen, und so wurde die Demonstration zurückgetrieben. Das Tränengas flog über unsere Köpfe und wir näherten uns den Soldaten und riefen ihnen zu, dass sie genug geworfen hätten. Die Jeeps bogen ab, um wegzufahren, und schossen gleichzeitig Tränengas hinter uns. Nur ein Jeep liess sich Zeit und es schien, als würde er darauf warten, dass wir näherkommen. Als wir den Jeep erreichten, öffnete der Soldat die Tür und schoss zwei Ladungen Tränengas. Ich glaube, dass ich sein Gesicht sah, aber Mustafa sah sein Gesicht eindeutig, und wer auch immer es ist, Mustafa weiss das am besten.

Mustafa drückte mich nach unten und ein auf mich gezielter Kanister flog über meinen Kopf. Der zweite traf Mustafa, aber ich wusste zuerst nicht, dass er getroffen wurde, weil ich dachte, ‚sicherlich schiessen sie nicht aus dieser kurzen Entfernung auf uns.‘ Ich dachte, er hätte sich nur geduckt, und dann dachte ich, dass er vielleicht nur ohnmächtig war vom Gas, weil das Gas um ihn herum war.

Bild: Mustafa Tamimi is on the left, Ibrahim Bornat is on the right (photo: Haim Scwarczenberg)

Ich ging zu ihm, wie er mit dem Gesicht zur Strasse lag, drehte ihn um und zog das Tuch von seinem Gesicht.

Ich kann nur sagen, dass es schlimmer war, als es Worte beschreiben können. Die eine Hälfte seines Gesichtes war weggeschossen und sein Auge hing heraus, und ich versuchte, sein Auge zurückzudrücken. Ich konnte Teile vom Kopfinneren sehen und eine Blutlache bildete sich langsam unter ihm. Sein ganzer Körper fing an zu zittern. Es begann in seinen Füssen, dann hoch zu den Armen, dann erreichte es seine Brust, und dann seinen Kopf. Und dann kam ein Ausatmen und ich bin sicher, dass er in diesem Moment starb. Er holte Luft und liess einen tiefen Atemzug heraus und ich wusste dann, dass seine Seele ihn verlassen hatte. Ich habe viele Menschen, nicht wenige, vor mir sterben sehen, und ich kenne den Tod. Vielleicht haben sie später sein Herz wiederbelebt, aber ich wusste, dass seine Seele gegangen war.

Ich rannte zurück, um Leute zu holen, weil wir so weit weg waren, aber es war keine Ambulanz in der Nähe, deshalb versammelten sich die Leute um ihn und trugen ihn in ein Gemeinschaftstaxi [servee] und versuchten abzufahren. Die Soldaten stoppten das Servee und versuchten, Mustafa zu verhaften, aber als sie sahen dass er dem Tod nah war, fingen sie an, wie Menschenfreunde zu handeln, um sein Herz wiederzubeleben. Aber was ist ‚menschenfreundlich‘ daran, wenn man zuerst auf jemanden schiesst, um ihn zu töten, und dann versucht, ihm zu helfen? Das waren die gleichen Soldaten von dem Jeep, die auf ihn geschossen hatten. Sie erschossen ihn, und dann sagen sie, dass sie ihm helfen wollen. In Wirklichkeit haben sie seinen Abtransport verhindert. Der Körper lag eine halbe Stunde auf dem Boden. Sie wollten Mustafas Ausweis, und dann wollten sie den Ausweis seiner Mutter oder von einem anderen Familienmitglied und von Bassem Tamimis Frau, weil diese Leute mit ihm gehen wollten... Sie haben ihn irgendwie behandelt, während er auf dem Boden lag, aber das war kein Krankenhaus und er musste ins Krankenhaus transportiert werden. Er hätte sofort rausgeflogen werden sollen. Man kann auf der Strasse dort nichts für ihn tun.

 

Ich war die ganze Nacht bei der Familie, besonders beim Vater, der sehr krank ist und Nierendialysen braucht. Mustafas Familie glaubte, dass noch Hoffnung bestünde, deshalb wollte ich ihnen nicht sagen, dass ich bereits wusste, dass er tot war. Sei Vater ist sehr krank und schlief immer wieder ein, wachte wieder auf; wir sagten ihm zuerst nicht viel, nur dass Mustafa angeschossen wurde, dass er aber mit Gottes Hilfe okay sein würde. Einige Dinge sind sehr schwer und geben dir keine Hoffnung; aber dann gibt es Dinge, die sehr schwer sind, aber auch etwas Positives an sich haben. Ein Märtyrer sein ist schwer, aber auch ehrenhaft, und das gab der Familie grossen Trost.

Ich kannte Mustafa als Bruder im Widerstand. Wir standen uns nahe im Widerstand gegen die Besatzung. Jeder, der sich mit mir an unserem Widerstand beteiligt, ist mir nah, so nah wie meine Mutter, mein Bruder, mein Vater, ob sie Palästinenser, Israelis, jüdisch, muslimisch, oder Internationale sind. Er war frei; ein Mensch, der frei ist, bekämpft die Besatzung. So kann ich ihn wohl am besten beschreiben-er war die Freiheit.

Wir verteidigen uns durch Stärke, durch Mut, durch unser Recht auf das Land, durch Standhaftigkeit.. Um sich zu verteidigen, muss die Besatzung Menschen töten. Aber wir verteidigen uns durch unser Recht. Das ist meine Philosophie.“ Ben Lorber,Eyewitness describes Mustafa Tamimi's last moments, Alternative Information Centre, 12. Dezember 2011; http://www.alternativenews.org/english/index.php/topics/news/3976-eyewitness-describes-mustafa-tamimis-last-moments Übersetzt von Martina Lauer

 

 

Israels Armee verletzt eigene Regeln - Direkt ins Gesicht getroffen - Der Tod eines 28-jährigen Palästinensers bringt die israelische Armee in Erklärungsnot. Er starb im Dorf Nabi Saleh durch eine Tränengasgranate.von Susanne Knaul - JERUSALEM taz | Nach dem Tod des palästinensischen Demonstranten Mustafa Tamimi hat die israelische Menschenrechtsorganisation Betselem die Armeeführung aufgefordert, den tödlichen Zwischenfall zu untersuchen. >>>
 


Protest nach Beerdigung Tamimis - An der heutigen Beerdigung von Mustafa Tamimi versammelten sich 2'000 Menschen. Nach der Zeremonie kam es zu Zusammenstössen mit der israelischen Armee. >>>

 

A courageous Palestinian has died, shrouded in stones - The army spokesman was right - Mustafa died because he threw stones; he died because he dared to speak a truth, with his hands, in a place where the truth is forbidden. - Jonathan Pollak - >>>
 


Israeli Military Issues statement, Tweets On The Killing Of Non-Violent Protester
- In an official statement by the Israeli military, regarding the shooting of a Palestinian protester in the head with a tear gas canister at on Friday, military officials claimed that the shooter, an Israeli soldier in a jeep “did not see” Mustafa Tamimi when he shot him in the face. On Twitter, Israeli military officials tweeted pictures of a slingshot that Tamimi allegedly had in his possession, along with comments implying that the killing was justified because of the slingshot. >>>
 

Clashes at Palestinian protester`s funeral - Donald Macintyre - The Independent - "Three people were injured and eight arrested in the clashes which followed the funeral, which was also attended by dozens of Israeli and foreign activists" >>>



In pictures: When a non-violent protest ends in death - Palestinian villager killed after being shot in the face with a tear gas canister by an Israeli soldier at close range. >>>
 

 

Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten nach einer Beerdigung von Mustafa Tamimis.

 

 

11.12.2011 - Mustafa Tamimi wurde im Westbank Dorf Nabi Saleh zur Ruhe gelegt, zwei Tage, nachdem er von einem Tränengaskanister am Kopf getroffen wurde, der von einem IDF Soldaten abgefeuert wurde. - Bericht von Nir Hasson - Drei Menschen wurden am Sonntag bei einer Demonstration im Westbank Dorf Nabi Saleh verletzt und acht festgenommen. Die Demonstration folgte der Beerdigung eines palästinensischen Demonstranten, der am Wochenende bei einem örtlichen Protest getötet wurde.

Musrafa Tamimi, 28, erlag seinen Verletzungen, nachdem er am Freitag von einem Tränengaskanister im Gesicht getroffen wurde, der von einem IDF Soldaten während des Protestes abgefeuert wurde. Tamimi warf Steine auf einen gepanzerten Armeejeep, als er von einem Soldaten beschossen wurde, der im hinteren Teil des Fahrzeugs saß.

Fotos zeigen Tamimi mehrere Meter hinter dem Jeep und dass er direkt am Kopf getroffen wurde, in Verletzung von Einsatzregeln, die besagen, dass Tränengas nicht direkt auf Menschen abgefeuert werden soll. Tamimi erlitt schwerste Verletzungen unter dem rechten Auge und verlor sehr viel Blut. Er wurde im Beilinson Krankenhaus in Petah Tikva eingeliefert, wo sein Tod am Samstagmorgen von Ärzten bestätigt wurde. - Übersetzung Martina Lauer

 

No miracle yesterday in Nabi Saleh: Mustafa Tamimi murdered - Linah Alsaafin - “Ambulance! Ambulance!” - So far, there were three people who had suffocated from the tear gas, and three people injured by rubber bullets. I saw gas, and so assumed that it was another case of suffocation. But the cries got louder, urgent, desperate — quite unlike the previous calls. Along with those around me, we began running to where the injured person lay, 50 meters away. Screams. “Mustafa! Mustafa!” I ran faster. I stopped. The youth I was so used to, the same ones who were always teasing and joking and smoking, were crying. One turned to me and groaned, “His head. His head is split into two!” >>>

Mustafa Tamimi (Photo: ActiveStills)

Thousands mourn protester killed at Nabi Saleh - Thousands of Palestinians gathered in the West Bank village of Nabi Saleh on Sunday to mourn a man who died after being hit in the head by an Israeli tear gas canister. Mustafa Tamimi's body was taken from the city of Ramallah in a funeral procession to the central Manara Square before being driven by ambulance to his home village of Nabi Saleh. Tamimi was critically wounded in the village on Friday by an Israeli tear gas canister that hit him in the head after being fired at close range. He was evacuated to an Israeli hospital but died the next day of his wounds. In Nabi Saleh, around 2,000 people gathered to receive the 28-year-old's body, which was draped with the Palestinian flag, his head covered with the black-and-white checkered kuffiyeh scarf. >>>

Dokumentation - Eine Seite für Mustafa Tamimi >>>

 

 

Palästinenser stirbt an seinen Wunden, nachdem er von israelischen Besatzungssoldaten ins Gesicht geschossen wurde. - Nabi Saleh, Westbank – Der palästinensische Aktivist Mustafa Tamimi, 28, starb heute morgen [Samstag, den 10. Dezember 2011] an seinen Verletzungen, nachdem die israelischen Besatzungskräfte ihm am Freitag bei dem wöchentlichen Protest in Nabi Saleh ins Gesicht schossen. Tamimi wurde aus einer Entfernung von weniger als zehn Metern mit einer Hochgeschwindigkeits-Tränengasgranate beschossen, was zu Bewusstlosigkeit und grossem Blutverlust führte. Er wurde dann ins Krankenhaus transportiert, wo er bis heute morgen [Samstag morgen] an ein Lebenserhaltungssystem angeschlossen war. Die israelische Besatzungsarmee erlaubte seiner Familie nicht, ihn zu begleiten.

Tamimi ist der 21ste unbewaffnete Demonstrant, der von Israel bei den wöchentlichen Freitagsprotesten gegen die Mauer und die Besatzung in palästinensischen Dörfern in der Westbank getötet wurde. Nabi Saleh demonstriert gegen die Konfiszierung des Dorflandes für die israelischen Siedlungen in der Umgebung, vor allem auch einer Quelle des Dorfes, die von den Siedlern von Halamish konfisziert wurde. Bewohner und Menschenrechtsorganisationen haben Israels gewaltsame Massnahmen im Dorf gegen die Einwohner und unbewaffnete Demonstranten dokumentiert.

Tamimi wurde ins Visier genommen, als der Sonderbeauftragte der Uno für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung Frank La Rue im Dorf anwesend war, um die Beschwerden der Dorfbewohner über Israels Schikanen und die Verweigerung ihrer Grundrechte anzuhören. Der Koordinator für Stop the Wall, Jamal Juma‘ sagte:“ Der Tod von Mustafa Tamimi am Tag der Menschenrechte ist symbolisch für Israels vollkommene Missachtung der Rechte der Palästinenser, einschliesslich des Rechtes auf Leben. Israels mörderische Bilanz ist gut dokumentiert, aber die internationale Gemeinschaft drückt weiterhin ein Auge zu und heisst Israel und die führenden Politiker in ihrer Mitte willkommen.“ Die Waffe, die Tamimi tötete, wurde in den USA hergestellt trotz der Gesetzeslage, die den Export an fortgesetzte Menschenrechtsverletzer verbietet. „Israels gewaltsame Unterdrückung wird unseren Widerstand nicht brechen“, sagte Juma‘, „ Palästinenser und ihre internationalen Unterstützer werden nicht aufhören, gegen Israels illegale Taktiken Widerstand zu leisten und die internationale Komplizenschaft aufzudecken, die eine Fortsetzung dieser Situation zu lange ermöglicht hat.“

Tamimis Leichenzug wird am Sonntag um 12 Uhr am Ramallah Krankenhaus beginnen und nach Nabi Saleh führen, wo er nach den Asrgebeten um zwei Uhr beerdigt wird. Tamimi war verlobt und hinterlässt Eltern und Geschwister.

 

1) Kontakt:
Palestinian Grassroots Anti-Apartheid Wall Campaign
Cell.: 
00972-598921821 (Jamal Juma’)
Mail: 
global@stopthewall.org
Fax.: 00972-2975123

2) Video of the aftermath of Tamimi being shot: http://www.youtube.com/watch?v=iJ5DipqScyE&feature=player_embedded

3) Photos: http://www.flickr.com/photos/activestills

Hintergrund: In Nabi Saleh leben ungefähr 500 Einwohner; das Dorf liegt 30 Kilometer nordöstlich von Ramallah. Die israelische Kolonie Halamish (auch Neveh Tzuf genannt) wurde 1976 auf dem Land von zwei Dörfern, Nabi Saleh und Deir Nidham, erbaut. Die Kolonie Halamish wurde erweitert und mehr palästinensisches Land gestohlen. Im Sommer des Jahres 2008 nahmen die israelischen Kolonisten von Halamish eine Zahl von Wasserquellen und Brunnen in Besitz, die sich auf palästinensischem Land befinden und Einwohnern von Nabi Saleh gehören. Im Dezember 2009 initiierte das Dorf wöchentliche Demonstrationen, um gegen die Annexion von Süsswasserquellen und Dorfland durch die illegale israelische Kolonie Halamish zu protestieren. Seit Beginn der Proteste in Nabi Saleh hat die israelische Besatzungsmacht versucht, die Proteste mit brutalen Methoden zu unterdrücken; mehr als 13% der Dorfbevölkerung wurden verhaftet, einschliesslich Kinder. Insgesamt wurden 90 Bewohner festgenommen. Bis auf drei Menschen, wurden alle wegen der Teilnahme an den Demonstrationen angeklagt. Von den Inhaftierten waren 29 Minderjährige unter 18, vier davon waren Frauen.

http://www.stopthewall.org/2011/12/10/palestinian-dies-wounds-after-being-shot-face-israeli-occupation-forces

Siehe auch:

https://carbonatingchange.wordpress.com/2011/12/11/funeral-of-murdered-mustafa-tamimi-ends-in-more-iof-violence-and-savagery/#comment-64

Übersetzt von Martina Lauer

 

 

12.12.2011 - West Bank Protester Dies of his Wounds - Mustafa Tamimi, a 28 year old resident of Nabi Saleh, was shot in the face yesterday, during the weekly protest in the village of Nabi Saleh. He sustained a critical head injury, under his right eye, and was evacuated to the Belinson hospital in Petah Tikwa. The severe trauma to Tamimi's brain, caused by the shooting, left the doctors with little to do to save his life, and he eventually passed away at 09:21 AM today. Tamimi's funeral will take place tomorrow, leaving Ramallah at 10:00 AM towards Nabi Saleh, where it is expected to reach at around 11:00 AM.
(for picture see: http://nabisalehsolidarity.wordpress.com )

A photo of the incident shows Tamimi at a distance of less than 10 meters behind the semi-open door of an armored military jeep with the gun aimed directly at him. Clearly visible in the photo is also the tear-gas projectile flying in his direction.

The incident took place in the West Bank village of Nabi Saleh friday, when dozens gathered for the weekly demonstration in the village, protesting the theft of village lands by the adjacent Jewish-only settlement of Nabi Saleh. After the army dispersed the peaceful march, minor clashes erupted followed by a severe response from the Israeli forces. Several people were hit with rubber-coated bullets and directly shot tear-gas projectiles. Three were evacuated to the Ramallah hospital for further treatment, including a 14 year-old. One protester was arrested.

In complete disregard to the army’s own open fire regulations, soldiers often shoot tear-gas projectiles directly at groups of protesters or individuals. Rubber-coated bullets are indiscriminately shot at protesters from short distances on a regular basis. The Israeli army also resumed the use of high velocity tear-gasprojectiles in NabiSaleh despite the fact that they have been declared banned for use, after causing the death of Bassem Abu Rahmah in the neighboring village of Bil’in, in April 2009, and the critical injury of American protester Tristan Anderson in Ni’ilin in March of the same year.

The demonstrations, which have been held regularly for the past two years have seen hundreds of injuries to protesters by Israeli forces, as well as dozens of arrests carried out by Israel with the aim of suppressing dissent.

*Background*
- Late in 2009, settlers began gradually taking over Ein al-Qaws (the Bow Spring), which rests on lands belonging to Bashir Tamimi, the head of the Nabi Saleh village council. The settlers, abetted by the army, erected a shed over the spring, renamed it Maayan Meir, after a late settler, and began driving away Palestinians who came to use the spring by force - at times throwing stones or even pointing guns at them, threatening to shoot.

While residents of Nabi Saleh have already endured decades of continuous land grab and expulsion to allow for the ever continuing expansion of the Halamish settlement, the takeover of the spring served as the last straw that lead to the beginning of the village’s grassroots protest campaign of weekly demonstrations in demand for the return of their lands.

Protest in the tiny village enjoys the regular support of Palestinians from surrounding areas, as well as that of Israeli and international activists. Demonstrations in Nabi Saleh are also unique in the level of women participation in them, and the role they hold in all their  aspects, including organizing. Such participation, which often also includes the participation of children reflects the village’s commitment to a truly popular grassroots mobilization, encompassing all segments of the community.

The response of the Israeli military to the protests has been especially brutal and includes regularly laying complete siege on village every Friday, accompanied by the declaration of the entire village, including the built up area, as a closed military zone. Prior and during the demonstrations themselves, the army often completely occupies the village, in effect enforcing an undeclared curfew. Military nighttime raids and arrest operations are also a common tactic in the army’s strategy of intimidation, often targeting minors.

In order to prevent the villagers and their supporters from exercising their fundamental right to demonstrate and march to their lands, soldiers regularly use disproportional force against the unarmed protesters. The means utilized by the army to hinder demonstrations include, but are not limited to, the use of tear-gas projectiles, bannedhigh-velocitytear-gasprojectiles http://www.popularstruggle.org/sites/all/modules/civicrm/extern/url.php?u=1169&qid=338129 ,
rubber-coated bullets and, at times, even live ammunition.

Bild rechts - Mustafa Tamimi (left) a moment before his injury

The use of such practices have already caused countless injuries, several of them serious, including those of children - the most serious of which is that of 14year-old Ehab Barghouthi < http://www.popularstruggle.org/sites/all/modules/civicrm/extern/url.php?u=1171&qid=338129 >, who was shot in the head with a rubber-coated bullet from short range on March 5th, 2010 and laid comatose in the hospital for three weeks. Tear-gas, as well as a foul liquid called “The Skunk”, which is shot from a water cannon, is often used inside the built up area of the village, or even directly pointed into houses, in a way that allows no refuge for the uninvolved residents of the village, including children and the elderly. The interior of at least one house caught fire and was severely damaged after soldiers shot a tear-gas projectile through its windows.

Since December 2009, when protest in the village was sparked, hundreds of demonstration-related injuries caused by disproportionate military violence have been recorded in Nabi Saleh.

Between January 2010 and June 2011, the Israeli Army has carried 76 arrests of people detained for 24 hours or more on suspicions related to protest in the village of Nabi Saleh, including those of women and of children as young as 11 years old. Of the 76, 18 were minors. Dozens more were detained for shorter periods. http://www.popularstruggle.org   Popular Struggle Coordination Committee

West Bank: Palestinian shot in the face with tear gas canister >>>

 

Palestinian dies of wounds sustained in anti-wall protest -  George Rishmawi - A Palestinian young man died of wounds sustained on Friday during an anti-wall and settlement protest in the village of Nabi Saleh near the West Bank city of Ramallah. - Mustafa Tamimi, 28 was pronounced dead Saturday after being hit with a teargas canister directly to his face at a short range. Palestinian media sources said Tamimi was throwing rocks at the armored Israeli jeep when one of the soldiers opened the door and fired the teargas canister at him. Local sources said Israeli military prevented Palestinian ambulance from arriving to the scene and Tamimi was evacuated to an Israeli hospital, where he passed away in the intensive care unit. >>>

9-12-2011 Mustafa tamimi

Aftermath of the shooting of a protester, a-Nabi Saleh, 9.12.2011

 

 

 

9.12.2011 - Ein Tränengaskanister, abgefeuert von israelische Soldaten (IDF), verletzte den 28-jährigen Mustafa Tamimi schwer. Der Kanister wurde aus einer Entfernung von ungefähr zehn Metern abgeschossen, direkt ins Gesicht Tamimis. Gemäss Augenzeugen wurde dem Krankenwagen über eine halbe Stunde lang der Einlass ins Dorf verweigert. Schlussendlich wurde der Verletzte in ein israelisches Krankenhaus nahe Tel Aviv gebracht, so berichtete ein israelischer Militärsprecher. Linah Alsaafin, eine Bloggerin aus Ramallah, die am Protest teilgenommen hatte, berichtete, dass Tamimi sich in einem kritischen Zustand befinde. Laut Tamimi Press wurden sechs weitere Demonstranten durch mit Gummi umhüllte Gewehrkugeln verwundet, drei davon wurden nach Ramallah ins Krankenhaus transportiert. Ein Demonstrant wurde festgenommen. (...) Schon letzten Freitag zielten israelische Soldaten mit Tränengaskanistern direkt auf Demonstranten, was gemäss israelischem Militärgesetz verboten ist. Die Soldaten nahmen auch die privaten Hausdächer ein und verhafteten zwei Journalisten. >>>

 

 

IWPS Report on the Friday demo in Nabi Saleh:


Nabi Saleh anniversary - bloody but victorious


The IWPS House team participated on Friday (9th Dec) in the 2nd anniversary Nabi Saleh protest. The demo started, as on every Friday, after the midday prayer in front of the main mosque, with a speech about the villagers' struggle against the occupation, land theft and their determination to continue their peaceful resistance.


As we proceeded down the main road, we were immediately met with a barrage of teargas which was, almost without exception, fired at the demonstrators rather than into the air, as they should be for (comparatively) safe usage. The rubber coated metal bullets soon followed and it was not surprising that in the first half an hour of the demonstration, we saw two individuals bleeding from their heads, one man with what looked like a broken leg and a boy with an injured foot, which he later told us was broken. A large number of people also suffered from teargas inhalation.

At around 1.30pm we were surprised to see a procession of 3 UN vehicles driving through the village gate, which the Israeli occupiers had previously closed. A villager friend told us that the UN had requested to come and observe the demonstration, and that they would do so from the hill above the village. As the UN vehicles passed, the teargassing eased off somewhat and the villagers joked that the UN should come more often, as it seemed that the Israelis wanted to impress them with their non-violent tactics.

The quiet did not last long. The demonstrators decided to go downhill in the direction of the stolen village spring, where a group of soldiers were visible standing in the field and amongst the olive trees. Teargas started to rain on us from all sides and many people needed aid from the  extremely busy and helpful Palestinian Red Crescent volunteers. We then noticed a bulldozer, followed by several army and Border Police jeeps, travelling down the road that the protest had been following. Everybody rushed back fearing the possible intentions of the bulldozer and army entering the village.

The village youth started throwing stones and one tried and failed to stick a Palestinian flag in the blade of the bulldozer. Large rocks, placed by the protesters on the road to prevent the army vehicles from entering the village, were removed by the bulldozer, after which all the vehicles and soldiers retreated to the village entrance. Many of them stood behind the metal gate, installed by Israeli occupiers in Nabi Saleh, as in almost all of the villages in the West Bank.

A group of mainly women followed the soldiers and the Border Police, who moved to line up in front of the gate in response, with around a further dozen of them standing in the field to the left of the gate. An army photographer was busy clic king away. Earlier on Bushra Tamimi, wife of the imprisoned village leader Naji Tamimi, told us that in the last few days the army had arrested two Nabi Saleh youth, alleging that they have pictures of them throwing stones.

The women were not intimidated. I could hear some of them saying 'come on take a picture of me'. We saw the ambulance speeding by and were told that a villager called Mustafa Tamimi had been shot in the face with a teargas canister and that his situation did not look good. We then noticed a young woman waving a bloodied flag, which she said was soaked in Mustafa's blood. Moments later, a Palestinian man ran from the Israeli side shouting for someone to retrieve Mustafa's ID from his home! Amazing, but perhaps not surprising, that Israelis should insist
that a man they just shot must have his ID in order to get what is likely to be life-saving treatment.

With only around a metre between them, and ignoring occupiers orders to leave, the women, joined by a group of men and internationals, sat on the street and questioned the soldiers and police. They asked what they were doing on their land and why they were besieging and tormenting their village. 'This is our land, and not yours. We will never give up our land' a woman told the soldiers, who seemed like they did not know what to do with themselves or where to look. Several women were telling soldiers that they kill innocent and defenseless Palestinians, asking them 'Who are terrorists, us or you?'

The young woman with the flag soaked with Mustafa Tamimi's blood then stood up and waved it in the face of each soldier, one by one. It was windy and the flag got wrapped around the faces of several soldiers, who stepped back and did nothing. The woman was shouting 'Look, this is what you did. This is what you are responsible for and I hope that you will answer for this in court. All of you'.

It was difficult to describe the scene that we were so privileged to witness: women and men of Nabi Saleh fearlessly telling their tormentors what is in their hearts and on their minds. Both their strength and their moral superiority was so obvious that occupiers did not know how to respond. The soldiers then decided to leave. They just turned back and the crowd cheered. The women got up and followed them to the closed gate and stood there. Again the soldiers looked completely lost and just stood there.

A few moments after this, an army jeep sped up and stopped right at the yellow gate and started the unbearable noise called the 'scream'. The women picked up rocks and responded by banging on the metal gate. Rocks, once more, against the Israeli latest high-tech weaponry. The racket that the women were making with their rocks was no less loud than the 'scream'. I saw a soldier closing his ears with his hands and smiling. After a noise standoff which lasted about 10 minutes, the 'scream' was switched off and the soldiers retreated to near the tower, where they joined about 10 different army and police vehicles and tens of soldiers and police.

The demonstrators opened the gate and waved a line of Palestinian cars through which only minutes ago Israelis ordered to turn away.

Written by Rada Edited by Ellie

 

Start | oben

Mail          Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder             arendt art