Bernd Zeller 07.09.2009 21:20 "Achse des Guten"
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7.9.2009
Henryk M. Broder -
Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer: Köhler
bedauert "Verwerfungen" wegen Ehrung - SPIEGEL
ONLINE - Nachrichten - Politik
Die jüdische.at steigt auch wieder mit ein (siehe Bilder rechts - zum Vergrößern bitte anklicken
Eine Aufforderung zum Gewalteinsatz?
Bernd Zeller
07.09.2009
21:20 "Achse des
Guten"
8.9.2009
"Achse
des
Guten" -
Gastautor
08.09.2009
23:09
Dass gerade Arno Hamburger sich veranlasst sah, seine Auszeichnungen zurückzugeben, ist auch traurig. Wie kaum ein anderer hat sich Hamburger seit Jahrzehnten unermüdlich für die christlich-jüdischen und die deutsch- israelischen Beziehungen eingesetzt. Er hat die jüdische Gemeinschaft über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus als eine feste gesellschaftliche Größe etabliert und zu ihrer Bedeutung weit über die Stellung einer Religionsgemeinschaft hinaus beigetragen. Er hat der jüdischen Gemeinschaft nicht nur als Gemeindevorsitzender sondern auch als Kommunalpolitiker zu großem Ansehen, Respekt und Anerkennung verholfen und damit die Auszeichnung durch das Bundesverdienstkreuz in hohem Maße verdient. Die Verleihung an Felicia Langer mutet im Vergleich dazu als eine Belohnung der Israelfeindschaft an. Bei Betrachtung der so genannten Verdienste von Frau Langer vermag ich nicht zu erkennen, worin diese tatsächlich bestehen, um eine Auszeichnung mit dem BVK zu rechfertigen. Offensichtlich reicht die Tatsache, jüdische Israelhasserin zu sein, heute allein schon aus, um die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik zu erhalten. Dabei hat die Kaderkommunistin, die 1990 aus Israel nach Deutschland eingewandert ist, in ihrer Aktivistenphase die freiheitlich demokratische Grundordnung und damit das in der Bundesrepublik Deutschland bestehende politische System aktiv bekämpft. Dass gerade ein christdemokratischer Ministerpräsident aus Baden-Württemberg eine Kaderkommunistin zum Bundesverdienstkreuz vorschlägt, ist eine Verhöhnung aller aufrechten Demokraten In Deutschland, die – vor allem während des Kalten Krieges - gegen den Kommunismus politisch gekämpft haben. Auch verspottet er damit den gerade im zwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall stattfindenden Diskurs zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur, für den die CDU allzu gerne die Federführung beansprucht. Bedauerlicherweise scheint der Staatskanzlei in Stuttgart jedes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Geschichte abhanden gekommen zu sein, von dem Affront gegen die jüdische Gemeinschaft und vor allem gegen den Staat Israel ganz zu schweigen. Es handelt sich um einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem seit Jahren vorangetriebenen Paradigmenwechsel im Umgang mit den Juden in Deutschland, dem Staat Israel und der Geschichte des Holocaust - hin zu einer relativierenden Normalisierung. Es wird systematisch provoziert, um historisch gewachsene Tabugrenzen weiter zurückzudrängen. Dem Bundespräsidenten sind in dieser Situation zwar die geringsten Vorwürfe zu machen, aber man muss sich schon fragen, ob die Ordenskanzlei im Bundespräsidialamt gedöst oder den abzusehenden Streit billigend in Kauf genommen hat, um damit ein politisches Statement gegen den Staat Israel zu verbinden. Nur eines kann niemand für sich als Rechtfertigung in Anspruch nehmen: Ahnungslosigkeit. Es ist nämlich bekannt, wie akribisch sonst Empfehlungen für die Ordensverleihung nach allen Seiten geprüft und durch die Einholung von Voten abgesichert werden. (Der Beitrag von Stephan Kramer erscheint in der kommenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung) Siehe auch: Werner schäumt und der regulären Mailingliste puschen das Thema >>>
In der Sondermailingliste gefunden:
mit Erstaunen habe ich gehört, dass Frau Felicia Langer kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde. Laut der Broschüre "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland" wird der Verdienstorden "verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt". Nun frage ich mich natürlich: Was hat Felicia Langer getan, um zum Wiederaufbau des Vaterlandes bzw. zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beizutragen? Laut der Rede von Staatssekretär Hubert Wicker anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse (http://stm.baden-wuerttemberg.de/de/Meldung/212258.html?template=min_meldung_html&_min=_stm&referer=104085) hat sich Frau Langer von 1965 bis 1990 (also 25 Jahre lang) einen Namen als Menschenrechtsanwältin gemacht, als sie die "Verteidigung der Unterprivilegierten in Israel und in den benachbarten besetzten Gebieten" (und nicht etwa in Deutschland) übernommen hat. Es ist mir ein Rätsel, warum die Leistung einer Menschenrechtsanwältin in Israel "zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland" beiträgt und somit die Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse rechtfertigt. Können Sie mich hierüber bitte aufklären? "Immer noch kämpft sie für die Menschenrechte und einen gerechten Frieden im Nahen Osten. Beharrlich verfolgt sie dabei ihr Ziel, eine Brücke zwischen Israelis und Palästinensern zu bauen." sagte Staatssekretär Hubert Wicker in seiner Verleihungsrede über Felicia Langer. Abgesehen von der bereits gestellten Frage, was die Leistung einer Menschenrechtsanwältin im fernen Israel "zum friedlichen Austieg der Bundesrepublik Deutschland" beiträgt, frage ich mich, ob Herr Staatssekretär Wicker (und diejenigen, die die Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse an Frau Langer vorgeschlagen bzw. genehmigt haben) jemals in einer Veranstaltung mit Frau Langer waren? Es scheint nicht so. Denn wenn sie jemals in einer solchen Veranstaltung gewesen wären, hätten sie gemerkt, dass Frau Langer keine Brücken baut, sondern eher bereits vorhandene Brücken abreißt. Ich selbst hatte das "Vergnügen", im Jahr 2003 eine Veranstaltung mit Frau Langer in Freiburg zu besuchen. Selten zuvor und hinterher habe ich einen derartigen Hass erlebt, wie er bei dieser Veranstaltung durch die unversöhnlichen und einseitig gegen Israel gerichteten Worte der Referentin erzeugt wurde. Und selten zuvor und hinterher habe ich erlebt, dass eine Referentin dermaßen zynisch auf zwar unbequeme, jedoch höflich gestellte Fragen geantwortet hat. Wie gesagt, bei dieser Veranstaltung wurden keine Brücken gebaut, sondern Brücken abgerissen. Und es ging Frau Langer m. E. nicht um Menschenrechte und einen gerechten Frieden im Nahen Osten (was immer man unter diesem Mantra verstehen mag), sondern darum, Israel zu diffamieren. Das tut sie leider bis heute. "Israel ist nicht gewillt, mit den Palästinensern und den anderen Arabern Frieden zu schließen." sagte sie z. B. am 22. April 2009 bei einer Veranstaltung in Bremen (http://www.g-a-l-e-r-i-e.de/virtual-museum/magazin/51/langer.site/langer.html). Jeder, der die Situation in Nahost kennt, weiß, dass diese Aussage von Frau Langer und weitere dieser Art nicht stimmen und somit lediglich der Diffamierung des Staates Israel dienen. Dass man neuerdings das Verdienstkreuz 1. Klasse für die Diffamierung eines Landes anstatt für den "friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland" bekommt, ist erschreckend und schockierend. Und es ist außerdem eine Herabwürdigung derjenigen, die das Verdienstkreuz aus dem ursprünglichen Grund erhalten haben, wie er in der Broschüre "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland" genannt wird. Mit
der Bitte um Antwort verbleibe ich
Was der Bundespräsident
nicht an Arno Hamburger schrieb -
Köhler bedauert "Verwerfungen" wegen Verwerfer
- Der konzertierte Versuch der Diskreditierung von Frau
Felicia Langer ist erneut ein "Rohrkrepierer"
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| 4. September
2009
haben Sie zunächst nochmals vielen herzlichen Dank für das gute Gespräch, das wir vorgestern geführt haben. Nun ist auch Ihr zweiter Brief hier eingetroffen, und auch über diesen Brief habe ich dem Bundespräsidenten unterrichtet. Er weiß Ihre klaren, festen Worte zu schätzen. Ich verstehe Ihre Haltung. Dennoch will ich versuchen, Ihren Zorn zu besänftigen. Das beginnt mit der Erklärung dafür, dass Sie so lange auf eine substanzielle Antwort warten mussten. Die massive Kritik an der Auszeichnung von Frau Langer hat hier sofort zu einer umfassenden Überprüfung der Ordensangelegenheit geführt. Wir sind allen Vorwürfen nachgegangen und haben die Sach- und Rechtslage akribisch geprüft. Das kostet Zeit. Die von Ihnen kritisierte Auszeichnung hat die Gefühle von Menschen verletzt, an deren Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit es keinen Zweifel geben kann. Das ist unendlich bedauerlich. Es war von keiner der an dem Ordensverfahren beteiligten Stellen des Bundes und des Landes gewollt, das weiß ich aus vielen Gesprächen mit Beteiligten und Betroffenen. Alle sind vielmehr zutiefst bekümmert und wünschen, die Verwerfungen ließen sich ungeschehen machen. Dafür fehlt jedoch die Grundlage. Umso wichtiger ist es, den Vorgang in Perspektive zu setzen. Die Solidarität Deutschlands mit Israel und dem jüdischen Volk ist unwandelbar, und der Bundespräsident steht für diese Solidarität, das hat er in den vergangenen Jahren mit Wort und Tat bewiesen. Er ist unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern von Herzen zugewandt, und er wird weiterhin mit aller Kraft dafür eintreten, das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Israel zu vertiefen. Das alles verbindet uns. Darum wünsche ich mir, dass Sie meine Worte wohlwollend aufnehmen, und sehe unserem Telefonat in der kommenden Woche mit Respekt vor Ihrer Entscheidung und zugleich voller Hoffnung entgegen. Mit freundlichen Grüßen |
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9.9.2009
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"Achse des Guten" - Fundstück 09.09.2009 09:06 Des Teufels Advokatin
Zu Tumulten kam es, als die in Deutschland lebende Langer sagte, der deutsche FDP-Politiker Jürgen Möllemann habe Recht gehabt, als er Israel “Staatsterror” vorwarf. Dies sei tatsächlich der Fall, weil “angebliche palästinensische Terroristen” durch die israelische Armee ohne Gerichtsverhandlung ermordet bzw. “hingerichtet” würden, was “völkerrechtswidrig” sei. Aus dem Publikum ertönten darauf Unmuts-Rufe. http://www.judentum.net/europa/langer.htm
Es gab natürlich einen wichtigen Punkt in der anschließenden Diskussion. Können bzw. dürfen, und wenn ja, wie können Deutsche, die den Holocaust auf dem Gewissen haben, die israelische Besatzungs- und die Apartheid-Politik in Palästina kritisieren? Felicia Langer gab dazu eine lange und gründliche Antwort, die sie aus einem ihrer Bücher vorlas. http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/archiv/2009/april/zurueck/archiv/artikel/solidaritaet-ist-eine-blume-der-menschheit-felicia-langer-im-ueberseemuseum/ |
17.9.2009
VERGLEICHEN IST NICHT GLEICHSETZEN - ES GIBT KEINEN "JÜDISCHEN STAAT" - In Israel leben auch Christen und Moslems......
Fundstück 17.09.2009 08:47 +Feedback
Siehe auch:
Nachdrücklich wehrt sich die 79-Jährige - sie ist selbst Jüdin - gegen den Vorwurf, sie vergleiche die Methoden Israels gegen die Palästinenser mit denen der Nazis gegen die Juden: «Das macht mein Mann, der den Holocaust überlebt hat, und mit dem ich darüber viel diskutiere, aber ich selbst tue das nicht.»
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1084397&kat=120
Benjamin Weinthal - regelmäßiger Jäger schreibt:
Langer nannte israelisches Gefangenenlager ein «KZ» |
| Aussagen der Israel-Kritikerin belegen: Sie hat den jüdischen Staat mit dem NS-Regime verglichen - Lob für Hamburger |
Honestly Concerned veröffentlicht in der heutigen Mailingliste
HC
-
Unterstützung
für
Arno
Hamburger...
(Bild zum
Vergrößern
anklicken)

SIEHE
http://www.honestly-concerned.org/Temp/Schreiben-Bremen-Hamburger.pdf
Ein schmuddeliger Text von Bernd Dahlenburg mit falschen Behauptungen:
CASTOLLUX
-
Was haben Boris
Palmer und der
Muslim-Markt
gemeinsam?
Zumindest einen
Freund und eine
gute Bekannte.
Ein wenig
Googeln reicht
schon:
Wie ich eben in
einem Rundbrief
erfahren habe,
rühmt sich die
islamische
Judenhasser-Webseite
Muslimmarkt
nicht nur, dass
sie Felicia
Langer als
Gesprächspartnerin
gewinnen konnte,
sondern auch
ihrer Kontakte
zu diversen
Universitäten
und
wissenschaftlichen
Einrichtungen.
Unter den
Aufgelisteten
befindet sich
auch das
Institut für
Friedenspädagogik
Tübingen e.V.
Sicher reiner
Zufall (?), dass
sowohl Frau
Langer als auch
Herr Palmer
freundschaftliche
Beziehungen zu
diesem Institut
haben (s.
unten). Zum
Vergrößern bitte
aufs Bild
klicken.

Nun ist es auf
den ersten Blick
nichts
Verwerfliches,
wenn man einem
Institut nahe
steht, das auch
Frau
Hamm-Brücher zu
seinen
Unterstützerinnen
zählt (auch das
FDP-Gewissen
kann irren),
aber sollte beim
Aufzählen der
Kombinationen
Tübinger
Institut und
Muslim-Markt,
Langer zum
Interview beim
Muslim-Markt,
Palmer und
Langer nicht ein
Aha-Erlebnis
eintreten? Sucht
man den Namen
des Tübinger
Oberbürgermeisters
zusammen mit dem
Verweis, erhält
man diesen
Eintrag:
Boris Palmer ist
Mitglied des
Landtages von
Baden-Württemberg,
stellvertretender
Vorsitzender der
Fraktion
„Bündnis 90 /
Die Grünen" und
im Oktober 2006
neu gewählter
Oberbürgermeister
der Stadt
Tübingen.
"Mir gefällt,
dass das
Institut für
Friedenspädagogik
Frieden nicht
nur als hehres
Ziel pflegt,
sondern auch
ganz
lebenspraktisch
deutet. Frieden
machen kann
jede(r). Das
Institut bietet
dazu vielfältige
mediale
Unterstützung
und mehrt den
Ruf der
Friedensstadt
Tübingen.
Danke und auf
die nächsten 30
Jahre. Alles
Gute!"
Weiß Herr Palmer
eigentlich,
welche
"Friedensabsichten"
der islamische
Kooperationspartner
des
Friedensinstitutes
hat und dass vor
Jahren vom
Betreiber der
Webseite in Form
eines
verklausulierten
"Gebetes" zum
Mord an einem
Islamkritiker
aufgerufen
wurde? Dass das
Institut selbst
nicht wüsste,
mit wem es zu
tun hat, klingt
ein wenig
komisch, oder?
Also noch
einmal: Weiß
Herr Palmer,
welche Kontakte
das von ihm hoch
gepriesene
Friedensinstitut
pflegt?
Auch hier hilft
ein wenig
Googeln weiter:
Sucht man den
Namen der
Israel-Hasserin
Langer zusammen
mit dem Verweis
auf das Tübinger
Institut, wird
man wieder
fündig. So - und
jetzt ezähle mir
jemend, dass
Palmer und
Langer sich dort
nie begegnet
sind und niemals
ein Wort über
Langers
Interview beim
Muslim-Markt
gefallen ist.
Wie gesagt -
Palmer kennt
nach eigener
Aussage Frau
Langer sehr
lange und sehr
gut.
19.9.2009
Henryk M. Broder diffamiert:
Es geht um Israel - Nachrichten welt_print - Kultur - Literatur - WELT ONLINE
Es gibt also eine Grundlage, eine antisemitische Antizionistin bzw. antizionistische Antisemitin mit einem Bundesverdienstkreuz zu ehren, es gibt keine Grundlage, die Ehrung zu widerrufen. "
Leider eine immer wieder gerne eingeladene Rednerin...
SOLINGER TAGEBLATT - Vortrag über Nahen Osten: „Wir verlieren unsere Seele“
SOLINGEN – Naher Osten: Felicia Langer referierte am Donenrstag im VHS Forum.
„Ich verurteile“, ruft die kleine alte Frau ins Mikrofon, „ich verurteile die Raketen der Palästinenser. Aber sie sind die Reaktion auf eine schreckliche Besatzung.“

Felicia Langer ist Sprecherin der Palästina Friedensstiftung Rachel Corrie. Archivfoto
Felicia Langer, Sprecherin der Palästina Friedensstiftung Rachel Corrie, ist Gast im VHS Forum an der Mummstraße. Sie hält eine leidenschaftliche Stellungnahme gegen Menschenrechtsverletzungen des Staates Israel gegen das Volk der Palästinenser.
„11000 Menschen in Gefängnissen, 1000 von ihnen kamen dorthin ohne Verfahren. Eine 700 Kilometer lange Mauer, über acht Meter hoch. 600 Sperren, an denen immer wieder Unschuldige ihr Leben verlieren und 24000 zerstörte Häuser“, dies sei ein Teil der Bilanz der letzten 42 Jahre.
Felicia Langer, geboren 1930, entkam der nationalsozialistischen Verfolgung und siedelte 1950 mit ihrem Mann nach Israel aus. „Was ich dort gesehen habe, hat mich geprägt“, sagt sie heute. „Ich habe die Spuren von Folterungen gesehen, Vertreibung, gezielte Tötungen, Kolonialisierung.“
1967 – „Das war die Wende meines Lebens.“ – beginnt sie als Rechtsanwältin, Palästinenser zu verteidigen: Verfahren gegen Enteignung, Diskriminierung und Verfolgung. Vergeblich. Aus Protest gegen die israelische Justiz schließt sie schließlich ihre Praxis und siedelt nach Deutschland über. Hier hat sie bis jetzt mehrere Bücher zur Lage der Palästinenser veröffentlicht. „Um Hoffnung kämpfen“ heißt der jüngste Titel zur Lage in Gaza.
„Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden“, ist sie überzeugt. „Mit dieser Politik verlieren wir unsere Seele.“ Vehement wendet sie sich gegen Bedenken vieler Deutscher, Israel zu kritisieren. „Deutsche sind geradezu dazu verpflichtet, bei Menschenrechtsverletzungen nicht zu schweigen.“ Und an die Adresse des eigenen Landes: „Wir dürfen die Toten des Holocausts nicht dazu benutzen, andere zum Schweigen zu bringen.“
Für ihr unermüdliches Engagement wurde die große alte Dame 1990 mit dem Alternativen Nobelpreis, der Ehrenbürgerschaft der Stadt Nazareth sowie zahlreichen weiteren Auszeichnungen bedacht. Im Juli dieses Jahres verlieh ihr Bundespräsident Hans Köhler das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
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Henryk M. Broder 23.09.2009 01:04 +Feedback Hilfe für den Präsidenten
sehr geehrter herr dr. haller,
ich habe ihnen vor zwei wochen ein schreiben geschickt (siehe anhang), das sie bis heute unbeantwortet liessen. ich vermute, sie sind damit beschäftigt, den vorgang akribisch zu prüfen. oder sie warten darauf, dass ein 86 jahre alter jude sein BVK oder seinen pass zurück gibt, bis sie sich zu der sache äußern. möglich wäre auch, dass sie nicht dazu gekommen sind, meinen brief zu beantworten, weil sie mit der ausarbeitung der rede beschäftigt waren, die der bundespräsident aus anlass der verleihung des friedenspreises der stadt osnabrück an henning mankell gehalten hat. und nun bereiten sie schon eine erklärung vor, mit der sie die “verwerfungen” bedauern werden, die durch diese preisverleihung ausgelöst wurden. darf ich ihnen dabei mit ein paar zitaten von henning mankell behilflich sein? er sagte bzw. schrieb u.a.: „Das, was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Apartheidsystem nicht mehr existiert. Es wurde Anfang der 1990er Jahre durch menschliche Kraft auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Es geht eine direkte Linie zwischen Soweto, Sharpeville und dem, was kürzlich in Gaza geschah. [...] Ist es verwunderlich, dass ein Teil [der Palästinenser] desperat ist, wenn sie keinerlei Ausweg aus diesem Leben sehen, dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln? Wohl kaum, oder? Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun. [...] 1948, als ich geboren wurde, erklärte Israel seine Unabhängigkeit auf besetztem Gebiet. Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass dies eine völkerrechtlich legitime Handlung war. Man besetzte ganz einfach palästinensisches Land. mankell ist, ebenso wie die mit einem BVK auszeichnete frau langer, ein bekennender und praktizierender antisemit, der von einer zweiten endlösung der judenfrage, diesmal im nahen osten, träumt. damit hat er sich zweifellos für den friedenspreis der stadt osnabrück qualifiziert. die frage ist nur, warum der bundespräsident eine laudatio auf ihn halten musste, in der er mankells antisemitische schwärmereien mit keinem wort würdigte. war, ebenso wie im falle langer, niemand auf die idee gekommen, den namen zu googeln? oder hatten sie ihn gegoogelt und kamen zu der erkenntnis, mankells haltung zu israel sei ein weiterer grund, ihn als friedenskämpfer zu ehren? innerhalb von nur zwei monaten sind zwei antisemiten mit auszeichnungen geehrt worden. beide male war der bundespräsident involviert. einmal hat er die urkunde unterzeichnet, das andere mal die laudatio gehalten. ich tendiere immer noch dazu, dies für für koinzidenz zu halten - in tateinheit mit inkompetenz im umfeld des präsidenten. für den fall allerdings, dass es kein zufall war und sie demnächst noch weitere antisemiten bzw. jüdische selbsthasser ehren wollen, bin ich gerne bereit, sie zu beraten. david irving wäre ein geeigneter kandidat, norman finkelstein ebenso (jude und antisemit)und falls sie jemand ehren möchten, der bereits den aachener friedenspreis erhalten hat, würde ich “prof. dr.” reuven moskovitz aus jerusalem empfehlen. bitte lassen sie es mich wissen, wie ich ihnen helfen kann. Hier die Antwort des Chefs des Bundespräsidialamtes, Dr. Haller: sehr geehrter herr dr. haller,
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