Donnerstag, 01. Februar 201814:53   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 


Bethlehem : Weihnachten im Schatten des Nahost-Konflikts
- Zweitausendsiebzehn Jahre nach der Geburt Jesu zieht der Lateinische Patriarch von Jerusalem heute nach Bethlehem ein. Das Weihnachtsfest wird dieses Jahr von Unruhen überschattet.

Mit dem feierlichen Einzug des Jerusalemer Patriarchatsleiters Pierbattista Pizzaballa in Bethlehem beginnen am frühen Sonntagnachmittag in der Geburtsstadt Jesu die Weihnachtsfeiern. Das Oberhaupt der Lateinischen Christen im Heiligen Land wird von der Jerusalemer Altstadt aus mit einem Autokonvoi über den israelischen Checkpoint nach Bethlehem fahren, wo er von der palästinensischen Bevölkerung begrüßt wird.

Anders als seine Vorgänger will Erzbischof Pizzaballa das letzte Wegstück durch die Straßen der Kleinstadt zu Fuß zurücklegen. Ziel ist die Geburtskirche, die unter Kaiser Konstantin über der traditionell als Geburtsort Christi verehrten Grotte errichtet wurde.

Das rund zehn Kilometer südlich von Jerusalem gelegene Bethlehem ist seit 1996 Teil der autonomen Palästinensergebiete. Die knapp 30.000 Einwohner zählende Stadt ist laut den biblischen Berichten der Geburtsort Jesu. Im Zusammenhang mit der Volkszählung unter dem römischen Kaiser Augustus heißt es beim Evangelisten Lukas: „Auch Josef machte sich auf den Weg. Von Nazareth in Galiläa ging er nach Bethlehem, >>>

 

 

 

Lighting The Christmas Tree In Bethlehem 2017   >>>
 


 


 



Die Kinder von Bethlehem
- Nur wenige Meter von Jesu Geburtsort entfernt hilft eine Klinik Schwangeren, die sonst keine Behandlung bezahlen könnten. Ein Besuch.

Um kurz nach neun Uhr startet der weiße Van vor dem Haupteingang der Klinik im Herzen von Bethlehem. Der Fahrer steuert aus der Stadt hinaus, über den vor Hitze flimmernden Asphalt, vorbei an sandfarbenen Häusern auf sandfarbenen Hügeln in sandfarbenem Geröll. Dromedare stelzen über Steine, keine Menschenseele weit und breit. Judäische Wüste.

Nach etwa vierzig Minuten hält der Van auf einer Anhöhe unter einem Wellblechdach. Nathalie Othman öffnet die Fahrzeugtür mit dem weißen Malteserkreuz auf rotem Grund. Sie steigt aus, die Hände in den Taschen ihres Arztkittels vergraben, lässt den Blick über den wolkenlosen Himmel und die Wellblechhütten im Tal gleiten.

Nach und nach tauchen verschleierte Frauen zwischen den Behausungen auf und erklimmen den Hügel, manche schwanger, manche mit Baby im Arm oder Kleinkind an der Hand. Es sind Beduinen, die einst durch die Wüste zogen und heute sesshaft leben – weil das israelische Militär, das dieses Gebiet kontrolliert, sie dazu zwingt. In ihren Hütten haben sie weder Strom, noch fließendes Wasser. Kein Arzt kümmert sich um sie. Wenn der weiße Van nicht wäre.

Jeden Donnerstag kommt er aus Bethlehem, vom christlichen Krankenhaus Zur Heiligen Familie >>>

 

 

 

Christmas 2017 in Palestine >>>





 

 

Weihnachten in Gaza: Plastikbaum, Gottesdienst und Bingo - Sie stellen nur rund 0,05 Prozent der Bevölkerung: Christen im Gazastreifen. Die radikal-islamische Hamas lässt die Menschen weitgehend in Ruhe. Doch Frauen ohne Kopftuch haben es oft schwer in der konservativ-muslimischen Gesellschaft. Von Stefanie Järkel

Christen im Gazastreifen gehen an Weihnachten in die Kirche, beten, essen gemeinsam zu Abend - wie in Deutschland. Doch die christliche Gemeinde mit gut 1.000 Mitgliedern lebt als Minderheit unter rund zwei Millionen Muslimen. In den vergangenen zehn Jahren wurde das Gebiet von der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrolliert.

Nach der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt kam es in den vergangenen zwei Wochen zu blutigen Unruhen an der Grenze. Israels Luftwaffe flog mehrere Luftangriffe auf Hamas-Stützpunkte nach Beschuss aus dem Küstengebiet. Insgesamt wurden innerhalb einer Woche sechs Palästinenser getötet, Hunderte verletzt.

Die Christen halten trotzdem an ihren Traditionen fest. «Weihnachten hier ist sehr, sehr schön», sagt Pater Mario da Silva, schwarzes Gewand, Brille, fast kahler Kopf. Der 38-jährige Brasilianer lebt seit 2012 im Gazastreifen. Er ist katholischer Priester und verantwortlich für 138 Gemeindemitglieder. Die rund 1.000 anderen Christen im Gazastreifen gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an.

Den ganzen Dezember über besucht Pater Mario mit rund 30 jungen Helfern kranke Menschen. «Wir singen Weihnachtslieder, wir bringen Geschenke und segnen das Haus.» Eine Woche vor Weihnachten kommt der lateinische Patriarch von Jerusalem,  >>>

 


 

Palestine ISD Bands - Christmas 2017 >>>


 

 

 

 

Gesichter der ersten unter der Besatzung geborenen Palästinenser -  23.12.2017 - Debra Nussbaum Cohen - Es sieht aus wie eine einfache Fotoausstellung. 50 Fotos von 50 verschiedenen 50-Jährigen, die an den Wänden einer Lagerhalle in Jaffa hängen, aus der eine Galerie geworden ist. Aber es sind Fotos von Palästinensern, alle 1967 geboren, in dem Jahr, in dem nach dem wundersamen Sieg im Sechs Tage-Krieg die Besatzung begann. So ist die Ausstellung naturgemäß nicht so einfach gewesen.

Die von B'Tselem organisierte Ausstellung im Jaffa Art Salon mit dem Titel "50 Jahre" war während ihrer ganzen Laufzeit von Streitigkeiten verfolgt. (B'Tselem ist eine non-profit anti-Besatzungsorganisation mit Sitz in Jerusalem, die sich mit Verletzungen der Zivilrechte der Palästinenser in  der Westbank und im Gazastreifen befasst.) Ursprünglich sollte die Ausstellung drei Wochen dauern, aber der Eigentümer der Galerie verlängerte sie, als er sah, wie groß das Interesse an ihr war, sagte Roy Yellin, Direktor von B'Tselem für Öffentlichkeitsarbeit.

Einige israelische Führungspersonen, die B'Tselems Einstellung gegenüber der Besatzung und der israelischen Armee für unangemessen aggressiv halten, haben die Organisation anti-israelisch genannt.

B'Tselems Geschick Kontroversen anzuziehen war zu Beginn des Monat zu sehen, als Repräsentanten der EU in Israel den Internationalen Tag der Menschenrechte mit einem Empfang in der Ausstellung begehen wollten. Die Ausstellungsbilder von Menschen aus Gaza sind zwangsläufig von Fotografen aus Gaza aufgenommen worden, von denen keiner nach Israel einreisen durfte; die israelische Regierung lehnte es bislang auch ab, Palästinensern und Fotografen aus der Westbank Einreisegenehmigungen für den Event zu erteilen.  Sie lehnte die Genehmigungen auch für die Eröffnung der Ausstellung und noch einmal für einen Vortrag mit Diskussion ab. "Als Grund sagten sie, es sei ein sensibles Event", sagte Yellin. "In gewisser Weise unterstreicht das die Bedeutung der Ausstellung. Aber wenn du schon die Leute nicht herbringen kannst, kannst du zumindest die Bilder herbringen."

Laut Haaretz machte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nahshon die EU herunter, weil sie einen Empfang in der Ausstellung haben wollte. "Die Leute von der EU meinen, der Weg zu den Herzen der Israelis sei ihnen ins Gesicht zu spucken. Wir sehen wieder einmal das selbe bevormundende Vorgehen mit scheinheiligen Predigten und herablassendem Moralisieren, das mehr zurückstößt als näher bringt." Und weiters nannte Nahshon die Ausstellung "betrüblich und überflüssig".

Über die Kritik der Regierung wurde in den israelischen Medien breitflächig berichtet, wodurch die Ausstellung bekannter wurde, sagte Yellin. "Die Leute wurden mit der Botschaft konfrontiert, die wir überbringen wollten. Die Wirkung war größer als wir erhoffen konnten."

Es ist die erste Fotoausstellung, die B'Tselem organisiert hat, sagte Yellin. "Die Idee kam bei Diskussionen im engen Kreis darüber auf, "wie man den unhappy birthday der Besatzung begehen könnte".

B'Tselem wollte etwas tun, was sowohl "die Fragmentierung des Landes" als auch "die Besatzung ist dauerhaft" widerspiegeln sollte, sagte Yellin. In erster Linie wollte B'Tselem Gesichter und Persönlichkeiten von Palästinensern zeigen. Es sind frontale Fotos, so deutlich, dass es beinahe Konfrontationen sind. Zu jedem gehört ein kleiner Begleittext mit dem Namen des Fotografen und der Person, mit etwas persönlicher Information über den Fotografierten, etwa über seinen/ihren Job und die Anzahl seiner/ihrer Kinder. Oft werden acht oder zehn Kinder aufgeführt.

Manche der Fotografierten sind Bauern, manche werden als "Witwe und Mutter" aufgeführt. Es gibt da Lehrer, einen Elektriker, Busunternehmer und einen Gynäkologen, der in seinem weißen Berufskittel aufgenommen worden ist. Ein Mann lehnt sich auf dem Divan in seinem Wohnzimmer zurück. Aber alle Portraits zeigen Personen, die direkt auf den Fotografen schauen. Die Fotos wurden von 42 verschiedenen israelischen und palästinensischen Fotografen aufgenommen, 15 davon in Gaza. Die Fotografierten leben in verschiedenen Orten; manche in Ost-Jerusalem und >>>

 

 

 

Krippen aus Olivenholz von Schnitzern aus Palästina   >>>

 

 

 

Weihnachtsgrüße von der 'villages group', einer Gruppe von Israelis und Palästinensern v.a. aus Salem und Deir el-Hatab in Gebiet von Nabus, die täglich Kontakt halten

Liebe Freunde,
in diesen Tagen, wo die Dinge immer schlimmer werden, bleibe ich bei meinem Training dafür, wie ich mein inneres Selbst auf eine Weise stabilisieren kann, die mir ermöglicht, nicht in die Falle des Hasses oder in die bequemen Hände der Hilflosigkeit zu fallen.

In dieser Praxis, mit Geist und Seele grüße ich Euch, jeden von Euch, im Namen der villages group mit
EIN GLÜCKLICHES UND HERZ ERWÄRMENDES WEIHNACHTEN UND EIN NEUES JAHR, DAS ERMÄCHTIGT.
In Liebe Erella
 

 


 

Krippen aus Olivenholz von Schnitzern aus Palästina   >>>

 


 

 

Die Beduinengemeinschaft nutzt die Weihnachtsfeier, um auf den israelischen Landraub aufmerksam zu machen. - Mariam Barghouti 22. 12. 2017 - Ein Dutzend palästinensischer Beduinenkinder versammeln sich auf dem Papstberg und bereiten sich auf die erste Weihnachtsbaumbeleuchtung in der Gegend vor. Der Berg wirft das Echo  des berühmten Liedes "Mawtinee" (Heimatland) zurück, als die Kinder, der Gemeindevorstand, die Erzbischofin Hanna Atallah, Pater Kentenich, der Leiter der Gemeinde, die Muttergottes, die Muttergottes und die Muttergottes. Jamal Khader und andere palästinensische Beamte wie Walid Assaf und Dr. Mustafa Barghouti sich unter dem Baum befinden.

Während das Damaskustor der zentrale Protestpunkt im Hinblick auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump war, haben sich die Palästinenser mit anderen Mitteln mit der Erklärung auseinandergesetzt. Die Einwohner von Jabal al-Baba nutzten die Weihnachtsfeiertage, um die Notwendigkeit zu bekräftigen, sich der israelischen Politik der Zwangsumsiedlung zu widersetzen, und die Pläne, die Gebiete von E-1 nordöstlich der Stadt zu übernehmen.

Die Beduinengemeinschaft, die auf einem Berg thront, der auf der einen Seite die Siedlung Maale Adumim und auf der anderen Seite Ost-Jerusalem überragt, hat jahrzehntelang darum gekämpft, auf ihrem Land zu bleiben.

Die jüngste Trump-Erklärung betrifft nicht nur die 330.000 palästinensischen Jerusalemer, sondern auch die Palästinenser, die Jerusalem umgeben. Das E-1-Gebiet erstreckt sich weiter als die Stadtviertel der Altstadt und Ost-Jerusalems, einschließlich der umliegenden Siedlungen und, was noch wichtiger ist, der dazwischen liegenden palästinensischen Gemeinschaften.

Obwohl Bethlehem nach der Entscheidung von Trump den Weihnachtsbaum für ein paar Tage abgeschaltet hat, sind die Feiertage in der Region noch nicht zu Ende. Erzbischof Atallah Hanna stand auf einer Holztafel und erklärte den Gästen: "Unsere Botschaft an diesem Weihnachtsfest ist, dass wir im Boden dieses Landes verwurzelt sind, und der Baum, den wir anzünden, ist Hunderte von Jahren alt und tief im Land verwurzelt. Das ist es, was wir als Palästinenser sind, tief verwurzelt in der Erde des Landes."


Gemeindevorsitzender Atallah Jahalin bekräftigt die Feier als eine Form der Missachtung der israelischen Aggression gegen Palästinenser und die Tatsa

che, dass die jüngste Trump-Entscheidung nicht nur die palästinensischen Muslime, sondern die gesamte Bevölkerung, einschließlich der Christen, angreift. Es ist eine Tatsache, dass "von der internationalen Gemeinschaft ignoriert wurde", sagt er zu Mondoweiss. "Die Geschichte ist nicht nur die von Jabal al-Baba oder Jerusalem oder Muslimen, sondern von allen Palästinensern."

Dr. Mustafa Barghouti, der seit Jahren Teil des Kampfes der Gemeinschaft ist, verbindet die Notlage der Gemeinschaft gegen Zwangsumsiedlungen mit der aktuellen Krise um Jerusalem, "indem wir hier sind, schützen wir nicht nur Jabal al-Baba", sagt er, "wir schützen Jerusalem". übersetzt mit DeepL - mehr im englischen >>>


 

 

 

Stay Tuned for Christmas in Bethlehem 2017-2018 >>>
 


 

 



Jeder vierte palästinensische Christ will auswandern
- Aus wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Gründen erwägen 28 Prozent der palästinensischen Christen, ihre Heimat zu verlassen. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Beteilung der Konrad-Adenauer-Stiftung. - 22. 12. 2017

28 Prozent der palästinensischen Christen ziehen eine Auswanderung aus ihrer Heimat in Betracht - zwei Drittel aus wirtschaftlichen, neun Prozent aber auch aus sozialen und religiösen Gründen. Das geht aus einer Studie der Dar-al-Kalima-Hochschule für Kunst und Kultur in Bethlehem und der Konrad-Adenauer-Stiftung Ramallah hervor, die in Bethlehem vorgestellt wurde. Demnach denken auch 24 Prozent der palästinensischen Muslime über das Auswandern nach, 72 Prozent wegen der wirtschaftlichen Situation, drei Prozent aus religiösen Gründen.

Während das mit Abstand beliebteste Ziel palästinensischer Christen die USA sind, ziehen Muslime Europa vor. Als Gründe werden vor allem Job-Chancen genannt, gefolgt von Sicherheit und Stabilität. Einen großen Einfluss auf ihr Leben hat für palästinensische Christen wie für Muslime der israelisch-palästinensische Konflikt. 63 Prozent der Christen und 89 Prozent der Muslime fühlen sich dadurch unmittelbar betroffen. Christen beklagen vor allem die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die Eingrenzung ihrer fundamentalen Freiheiten, während Muslime stärker wirtschaftliche Schranken beanstanden. >>>
 

 

 

Christmas 2017  in Ramallah >>>
 


 

 



Der Exodus aus Bethlehem - Immer mehr christliche Palästinenser kehren ihrer Heimat den Rücken. Manche fühlen sich bereits wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies.
- 21.12.2017 -  Inge Günther

Als ihre jüngere Schwester sich vor 16 Jahren entschloss in die USA zu emigrieren, brach für Wafa Musleh, eine palästinensische Christin, eine Welt zusammen. Die Vorstellung, ihre engste Vertraute nicht mehr im Haus nebenan zu wissen, fand die heute 39-Jährige unerträglich. „Wir waren ja unzertrennlich, fast wie Zwillingsschwestern. Ich habe tagelang nur geheult.“

Doch die frisch verheiratete Schwester und ihr Mann sahen für sich keine Zukunft mehr in Beit Sahur, einem Dorf bei Bethlehem, wo laut biblischer Überlieferung der Engel den Hirten auf dem Feld von der Geburt Jesu verkündet haben soll. Es war die Zeit der Zweiten Intifada, fast täglich gab es Tote. Die beiden Auswanderer wollten ihre Kinder an einem sicheren Ort aufziehen.

Fast ausnahmslos hat jede arabisch-christliche Familie in Israel und Palästina nahe oder ferne Verwandtschaft im Ausland. Selbst in Bethlehem gehören die Christen, die einst die Mehrheit in der Krippenstadt stellten, heute einer über die Jahrzehnte hinweg geschrumpften Minderheit an. Der erste große Exodus begann bereits im späten 19. Jahrhundert, als junge Männer über die Hafenstadt Jaffa ausschifften nach New York und weiter nach Südamerika, um dort ihr Glück zu versuchen und dem Militärdienst bei den osmanischen Herrschern daheim zu entkommen. Allein in Chile leben heute 300 000 Palästinenser aus Bethlehem und Umgebung, mehr als zehn Mal so viele wie in ihrer angestammten Heimat.

Dass keiner der zahlreichen Cousins von Wafa Musleh geblieben ist, wie sie beklagt, hat noch einen anderen Grund. Deren Väter hatten 1948 das Weite gesucht, der nächste dramatische Einschnitt. Al Nakba, wie die Palästinenser ihre Flucht und Vertreibung während des israelischen Unabhängigkeitskrieges nennen, war auch für die arabischen Christen „ein böser Schlag“, so Pfarrer Mitri Raheb, der das Dar Al-Kalima College in  >>>

 

 

 

Christmas in Palestine 2017 >>>
 


 

 




Weihnachtsbrief von Botschafterin Dr. Khouloud Daibes
- 22.12.2017 - Es ist eine Zeit angebrochen, in der alle Christen in der Welt nach Bethlehem schauen. Jedes Jahr stimmen die Kinder in der Geburtsstadt Jesus Christus ihre festlichen Lieder und Reigen an. Sie erinnern uns alle an eine fröhliche Zeit - das Fest der Liebe und der Hoffnung. Doch in diesem Jahr ist es auch für die Kinder in Bethlehem anders. Anstatt die Tage heiter zu begehen, blicken wir auf eine hoffnungslose Situation. Der Weihnachtsbaum in Bethlehem, der noch Tage zuvor erleuchtet war, ist jetzt dunkel.

Die Erklärung des US-Präsidenten Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vor wenigen Tagen hat einen finsteren Schatten auf diese frohe Jahreszeit geworfen. Sie zerstört alle Hoffnungen auf den lang ersehnten Frieden. Ost-Jerusalem ist gem. Völkerrecht ein integraler Bestandteil des von Israel 1967 besetzten palästinensischen Territoriums. Die Ankündigung des US-Präsidenten wird die Zwei-Staaten-Lösung zu Nichte machen. Mit einem Schlag werden Israels jahrzehntelange, ungeahndete Völkerrechtsverletzungen, wie die Siedlungspolitik und Landenteignungen, belohnt. Israel bekommt freie Hand, seine Politik der schleichenden Annexion weiter voranzutreiben, ebenso für seine Versuche, die historische, politische, kulturelle und demographische Präsenz der Palästinenser in der Geschichte der Stadt Jerusalem auszulöschen.

Dieser unilaterale Schritt der US-Regierung ist ein radikaler Bruch nicht nur mit der eigenen Politik, sondern auch der Internationalen Gemeinschaft. Letztere hat die klare Botschaft erhalten, dass auf internationale Konventionen und Normen keine Rücksicht genommen wird. Wir begrüßen die vielen Wortmeldungen auf internationaler Ebene, die an der Zwei-Staaten-Lösung im Einklang mit internationalem Recht festhalten und sich von den Äußerungen des US-Präsidenten Trump distanzieren. Mit dem Veto im UN-Sicherheitsrat stellte US-Präsident Trump das Völkerrecht auf den Kopf und steht damit völlig zurecht allein.

Auch die Bundesregierung hat erklärt, dass sie sich mit seiner Entscheidung nicht für einverstanden erklärt. Angesichts der gefährlichen Zuspitzung der Entwicklungen ist es nun an der Zeit, konkrete Schritte zur Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung einzuleiten. Es ist an der Zeit, den Staat Palästina in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen. Jede Verzögerung stärkt die Friedensunwilligen und heizt den politischen Konflikt an. Eine weitere Destabilisierung der Region kann nicht im Interesse der Internationalen Gemeinschaft und auch der Bundesregierung sein.

In den vergangenen Tagen haben mich aus der deutschen Bevölkerung viele Solidaritätsbekundungen erreicht. Es tut gut zu wissen, dass es  >>>

 

 

 

 

 


Weihnachten in Bethlehem  - "Enttäuschend, dass ich das hier sehen muss"
-  24.12.2017 - Einmal der Geburtsstätte von Jesus Christus ganz nah sein - dieser Gedanke führt jedes Jahr zur Weihnacht Pilger aus der ganzen Welt nach Bethlehem. Trotz Warnungen wegen möglicher Ausschreitungen reisten offenbar viele an. Die Gewalt vor Ort schockierte und enttäuschte sie. - Benjamin Hammer

Palästinensische Pfadfinder marschieren durch Bethlehem. Hunderte Jugendliche laufen über die Sternstraße. An den Häusern hängen leuchtende Engel. Am Mittag zog der Erzbischof von Jerusalem in die Stadt ein, zwischen Jerusalem und Bethlehem liegen nur zehn Kilometer.

Für Weihnachten sind Pilger aus der ganzen Welt nach Bethlehem gekommen, unter ihnen ein älterer Mann aus Kanada: "Dass ich hier sein kann, dass ich die Orte sehen und berühren kann, an denen Jesus war. Ich kann das schwer beschreiben. Das ist wie ein Wunder für mich."

Doch eine Sache treibt den Kanadier um: Dass es in Bethlehem auch kurz vor Weihnachten zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischen Soldaten gekommen ist, das sei für ihn als Christ sehr verletzend gewesen. >>>

 

 

 

 

 

 

 

 
 


Kurznachrichten BERICHTE

 

Die USA bleiben nicht das einzige Land, das seine Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegt. Auch Guatemala geht diesen Schritt - wie der Präsident auf Facebook verkündet. >>>

 

Einigen schwerreichen Konservativen aus Israel und den USA hatte Donald Trump versprochen, dass er die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegt. Am Ende mussten sie ein wenig nachhelfen, damit der Präsident sein Versprechen einlöst. Für Trump dürfte es sich um ein lukratives Geschäft handeln. >>>

 

Poll: Fewer than half of Americans support Jerusalem recognition
Only 36% of respondents to CNN survey favor moving US embassy to holy city; support for Trump recognizing Israel's capital split along party lines
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The Israel-U.S.-Saudi alliance will likely end in disaster >>

 

24. 12. 2017

 

Nahostkonflikt: Netanjahu bekräftigt Israels Austritt aus der Unesco - Politik - Stuttgarter Nachrichten >>>

 

Keine brennenden Israel-Fahnen - Pro-Palästina-Demo in Berlin verläuft diesmal friedlich >>>

 

Stille Nacht, heilige Nacht? Nahostkonflikt überlagert Weihnachten in Bethlehem >>>

 

Tausende Israelis protestieren gegen Korruption  >>>

 

Abbas hält USA als Vermittler im Nahostkonflikt für inakzeptabel
Die USA haben sich nach den Worten von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas als Vermittler im Nahost-Konflikt disqualifiziert. >>>

 

Abbas` diplomatic offensive >>>

 

McCollum’s bill on Palestinian children’s rights: Now is the time to act  >>>

 

How Palestinians can transform statelessness into strength >>>

 

The never-ending crisis of Zionism >>>

 

Israel has detained 148 Palestinian children since Trump's Jerusalem speech 2 weeks ago >>>

 

 A day after UN vote on Jerusalem, Israeli aggression intensifies in the West Bank >>>

 

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Malaysian Embassy to Open in Jerusalem, PM Leads Protest of Trump Move >>>

 

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23. 12. 2017

 

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Jerusalems Status: Retourkutsche der islamischen Staaten
Die Organisation für Islamische Kooperation erkennt Ostjerusalem als Hauptstadt Palästinas an >>>

 

Israel verkündet Unesco-Austritt bis Ende 2018 >>>

 

Knesset Head to Push Bill Promoting Arabs as Second Class Citizens   >>>

 

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (14 – 20 December 2017) >>>

 

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23. 12. 2017

 

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21. 12. 2017

 

128 zu 9 Stimmen
UN lehnt mit überwältigender Mehrheit Trumps Jerusalem-Vorstoß ab
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Abstimmung der Uno- USA sollen Jerusalem-Entscheidung zurücknehmen >>>


Jerusalem-Resolution
Trump droht Uno-Mitgliedern
Die Uno will über eine Resolution gegen Donald Trumps Jerusalem-Politik abstimmen. Nun hat der US-Präsident anderen Uno-Mitgliedstaaten gedroht, den Geldhahn abzudrehen - "dann sparen wir eine Menge".
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Team Trump adds insult to injury for the Palestinians –>>>

 

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20. 12. 2017



Nach Veto der USA
Uno-Vollversammlung prüft Jerusalem-Resolution
Im Uno-Sicherheitsrat blockierten die USA eine Resolution gegen Donald Trumps Jerusalem-Politik. Nun geht die Abstimmung in die Vollversammlung. Und die Amerikaner drohen, sich die Namen der Befürworter zu notieren.  >>>

 

Dirigent Barenboim verlangt Anerkennung des Staates Palästina >>>

 

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UN kritisieren Israel für Schüsse auf behinderten Palästinenser

 

UN rights chief denounces Israeli forces’ shooting of man in wheelchair

 

Israel opens an investigation into army for killing double-amputee in Gaza

 

Massachusetts lawmakers to vote on anti-BDS bill after going on free trip to Israel and West Bank settlements >>>

 

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US vetoes Security Council resolution on Jerusalem status, Muslim states recognize East Jerusalem as Palestine's capital >>>

 

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