Mittwoch, 20. Dezember 201719:48   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 

UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zu Trumps Jerusalem-Entscheidung ab, während Massenproteste quer durch die besetzten Gebiete weitergehen - Sheren Khalel - 18.12.2017 - Während die Trump-Administration dabei blieb, ihre Zusage mit der am 6. Dezember bekannt gegebenen unilateralen Entscheidung Jerusalem als die Hauptstadt Israels anzuerkennen, wahrzumachen, war es für den UN-Sicherheitsrat geboten am Montag über eine Resolution gegen die Entscheidung abzustimmen und den US-Präsidenten zu drängen die umstrittene Anerkennung zurückzunehmen.

Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz "bekräftigt" der Entwurf der Resolution, "dass alle Entscheidungen und Aktionen, die vorgeben den Charkter, den Status und die demografische Zusammensetzung der Heiligen Stadt Jerusalem geändert zu haben, keine rechtliche Wirkung haben und null und nichtig sind und entsprechend diesbezüglichen Resolutionen des Sicherheitsrats widerrufen werden müssen". Sie "appelliert an alle Staaten die Einrichtung diplomatischer Missionen in der Heiligen Stadt Jerusalem gemäß der Resolution 478 (1980) des Sicherheitsrates zu unterlassen".

Während die Resolution in der UNO breite Unterstützung hat, da der Großteil der internationalen Gemeinschaft die neue Position der USA öffentlich zurückweist, wird erwartet, dass die USA von ihrem Vetorecht im Sicherheitsrat Gebrauch machen wird [...]. Als Antwort auf das erwartete Veto der USA, plant die Organisation für  Islamische Zusammenarbeit (OIC), zu versuchen das US-Veto über den  "Uniting for Peace" Mechanismus in der UNO zu umgehen, der für den Umgang mit Pattsituationen im Sicherheitsrat geschaffen wurde, und die Resolution vor die Generalversammlung zu bringen.

Der OIC traf letzte Woche zusammen, um den Plan auf Antrag des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu diskutieren; 57 Mitgliedsstaaten gaben (bei dem Treffen) bekannt, dass der OIC Ost-Jerusalem als Hauptstadt des Staates Palästina anerkennen will. Zusätzlich äußerte Erdogan am Sonntag Wünsche die türkische Botschaft nach Ost-Jerusalem zu verlegen, obwohl dieser Schritt angesichts der israelischen Besetzung der Stadt unwahrscheinlich ist.

Inzwischen sind in den elf Tagen seit der von Trumps Entscheidung [...] ausgelösten Welle von Unruhen im besetzten palästinensischen Territorium mindestens zehn Palästinenser getötet worden.

Auf Grund der Entscheidung kam es zu täglichen Zusammenstößen, neuerlichem Raketenabschuß der Hamas, israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen und einer starken erhöhten Zahl festgenommener Palästinenser – bis jetzt sind es mehr als 300. Es sieht nicht so aus, als ob sich die Gewalt bald legt, da der für diese Woche anberaumte Besuch von Vizepräsident Mike Pence von den Palästinensern lautstark abgelehnt worden ist. Palästinensische Amsträger haben erklärt, dass US-Funktionäre im palästinensischen Territorium nicht willkommen sein werden, solange Trump die Jerusalem-Entscheidung nicht zurücknimmt. Es wird erwartet, dass die Massenproteste während Trumps Besuch zunehmen.

Bis jetzt lag der Höhepunkt der Gewalt am Freitag, den 15. Dezember, an dem vier Palästinenser – zwei aus dem Gazastreifen und zwei aus der besetzten Westbank – getötet worden waren. Die vier am Freitag Getöteten wurden vom palästinensischen Gesundheitsministerium als Mohammad Amin Aqel, 19, aus Beit Ola in Hebron, Bassel Mustafa Ibrahin, 29, aus dem Dorf Anata nordöstlich von Jerusalem, Yasser Sokkar, 23, aus Sheja'eyya, östlich von Gaza City und Ibrahim Abu Thuraya, 29, aus dem Flüchtlingslager al-Bureij in Zentral-Gaza identifiziert.

Mustafa al-Sultan, 19 und Hussein Nasrallah, 25, wurden am 12. Dezember getötet, als eine Drohne der israelischen Armee in Beit Lahia im Norden des Gazastreifens eine Rakete auf ein Motorrad abfeuerte. Mehrere Umstehende wurden bei dem Luftschlag verletzt und eilten ins Krankenhaus. Über ihren Zustand ist derzeit nichts bekannt.

Am 9. Dezember wurden Mohammad al-Safadi, 25, und Mahmoud Mohammad al-'Atal, 29, bei einem israelischen Raketenangriff auf "Hamas-Ziele" im südlichen Gazastreifen getötet. Ihre Leichen wurde von den palästinensischen Rettungskräften aus dem Schutt, der von einem der Luftangriffe zurück blieb, geborgen. Die israelische Armee berichtete, die Luftangriffe seien Vergeltungsschläge gewesen, nachdem tags zuvor Hamas-Raketen in Israel eingeschlagen waren. Es war weder von Verletzungen noch von Todesfällen berichtet worden. Maher Atallah, 54, und Mahmoud al-Masri, 30, wurden von israelischen Streitkräftem bei einer Protestkundgebung an der Grenze von Gaza am 8. Dezember erschossen. Mehrere Menschen wurden bei diesem Protest von den israelischen Streitkräften verletzt.

Mindestens 3.000 weitere Personen wurden während Zusammenstößen und nächtlichen Razzien verletzt. Quelle    Übersetzung: K. Nebauer

 

 

 

 

Nach Veto der USA - Uno-Vollversammlung prüft Jerusalem-Resolution - Im Uno-Sicherheitsrat blockierten die USA eine Resolution gegen Donald Trumps Jerusalem-Politik. Nun geht die Abstimmung in die Vollversammlung. Und die Amerikaner drohen, sich die Namen der Befürworter zu notieren.  >>>

 

 

 

Moshe Zuckermann zur Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem
Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann legt im Gespräch mit Sabine Kebir die Risiken dar, die der von Donald Trump angekündigte Umzug der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem für Israel, die Palästinenser und den ganzen Nahen Osten mit sich bringt. Er äußert sich auch zu den Fragen, ob eine Zwei-Staaten-Lösung noch möglich ist und welche Perspektiven ein bi-nationaler Staat Israel-Palästina für beide Völker böte
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Teilt euch die Stadt! - Nicht nur Israel hat ein Existenzrecht, auch Palästina. Die Welt muss beide als Staaten anerkennen. - Ein Gastbeitrag von Daniel Barenboim - 19. Dezember 2017 - Die Entscheidung der amerikanischen Regierung, die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen und Jerusalem damit de facto als Hauptstadt Israels anzuerkennen, ist die jüngste in einer Reihe gravierender geopolitischer Entscheidungen im israelisch-palästinensischen Konflikt. Sie macht deutlich, dass jeder Vorstoß von außen dazu tendiert, eine der beiden Konfliktparteien zu favorisieren und die andere zu demoralisieren. Dies führt zu Euphorie auf der einen Seite und Gewalt auf der anderen. Wird dem nicht deutlich und geschlossen entgegengetreten, so rückt eine Lösung des Konfliktes in noch weitere Ferne.

Das aus der US-Entscheidung resultierende erneute Aufflammen der Gewalt sowie die internationalen Reaktionen zeigen, dass es notwendig ist, einige Aspekte des Konfliktes neu zu beleuchten. Seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten spricht die Welt über die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung – allerdings muss man sich fragen: Wo ist der zweite Staat?

Dies ist besonders wichtig, da der israelisch-palästinensische Konflikt ein in der Geschichte der Menschheit einmaliger ist.
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Die Wut der Entrechteten ist legitim - Tanya Ury - Ich verstehe die Wut von so vielen Palästinensern, denen das Recht auf Wiederkehr in ihre Heimat im besetzten Palästina, verweigert wird, während gleichzeitig jährlich etwa 10.000 europäischen Juden erlaubt wird, nach Israel zu emigrieren, mit der unrechten Rechtfertigung der „Alija“, dem Rückkehrrecht; zu vielen Palästinensern, die schon in Palästina leben, wird von der israelischen Regierung keine legitime Bürgerschaft bewilligt.

Ich kann die Frustration dieses Volk verstehen, dessen Frischwasser-Zugang absichtlich auf ungenügende Mengen beschränkt wird, dessen Häuser zerstört, dessen Land weiter geraubt wird und dessen Menschen unterdrückt werden.

Als britisch-deutsche Jüdin, die in Deutschland lebt, lehne ich dieses vorgebliche Geburtsrecht ab, das Juden von Israel gewährt wird. Ich unterstütze den BDS Einsatz für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen von israelischen Produkten, und Institutionen, als eine Maßnahme, außerhalb des Landes Aufmerksamkeit auf israelische Repression zu richten und um dessen Aggression einzuschränken. Ich bin heute motiviert – nach den neuerlich alarmierenden Entwicklungen in Jerusalem – zu sprechen.

1980 verurteilte der UN-Sicherheitsrat Israels Ankündigung, diese Stadt zur Hauptstadt zu erklären, und – aus Respekt vor dieser Erklärung – hat seitdem keine andere Nation ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt. Präsident Donald Trumps Anfang Dezember verkündete Entscheidung, die US-Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, ist eine offene Beleidigung des schon angeschlagenen Palästinensischen Volkes.
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Wessen Sprachrohr ist eigentlich die Süddeutsche Zeitung? - 19. Dezember 2017 -  Jürgen Jung - Vor 10 Jahren bereits meinte der Jude Alfred Grosser kurz und bündig: „Die Politik Israels fördert den Antisemitismus.“ Und im vergangenen Jahr sagte der ehemalige israelische Botschafter, Avi Primor, dass er keine Zunahme des AS feststellen könne, sondern nur eine Abnahme der Symphatie für Israel. Dessen zionistischer Siedlerkolonialismus – sprich völkerrechtswidrige Besatzungspolitik – lässt ja alle Friedensbemühungen zur Farce, zur Fassade werden, hinter der so viel Land wie irgend möglich „judaisiert“ wird – so die israelische Terminologie.

Dass die Opfer unserer Opfer, die Palästinenser, die Leidtragenden dieser seit etwa einem Jahrhundert andauernden Landnahme, die zionistischen Usurpatoren nicht sonderlich mögen, ja hassen, heisst keineswegs, dass sie deswegen Antisemiten sind. Sie und ihre moslemischen Glaubensbrüder sind verständlicherweise Antizionisten, denen – insbesondere wenn sie als Flüchtlinge bei uns leben – die hierzulande weitgehende Identifizierung der Juden mit Israel nicht entgeht. Ist es da verwunderlich, dass sehr vielen von ihnen vor dem Hintergrund ihrer leidvollen Erfahrungen mit den Zionisten in Palästina und ohne den Hintergrund des europäischen Antisemitismus – einen diesem vergleichbaren gab es im Orient nicht – antisemitische Ressentiments plausibel erscheinen und ihnen von daher die Grenze zwischen Antizionismus und Antisemitismus verschwimmt?

Auch deutsche Antizionisten sind übrigens in ihrer überwältigenden Mehrheit nachweislich keine Antisemiten. So das Ergebnis der empirisch sorgfältigsten Studie zum Thema, die von Prof. Wilhelm Kempf an der Uni Konstanz geleitet wurde („Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee. Eine Spurensuche“, 2015). Aber solche Fakten, wie auch kritische jüdische und/oder israelische Stimmen, die Friedensbewegung in Israel generell, werden hierzulande kaum rezipiert.

Da kann man dann verblüfft in der SZ (am 13. 12. 2017, S. 4) lesen, dass die Boykott-Kampagne gegen Israel (BDS) antisemitische Stereotype „bedienen wolle“. Andererseits findet man nicht einmal einen Bericht über den skandalösen Beschluss des Münchner Stadtrats (vom 6. 12.) „gegen jeden Antisemitismus“, der die BDS-Kampagne forsch als antisemitisch denunziert und jede Veranstaltung, die sich auch nur mit der Kampagne befasst, in Räumlichkeiten der Stadt untersagt. Dass etliche renommierte Juden weltweit die Kampagne unterstützen, einige jüdische Israelis (z. B. in Ha‘aretz) die Welt geradezu flehentlich aufrufen, Israel zu boykottieren, um es vor dem – durchaus auch moralischen – Untergang zu retten, wird dabei geflissentlich übersehen. Auch die
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Alles begann mit dem linken Fuß - Plädoyer: Israels Arbeitspartei muss ihre linke Stimme wiederfinden. Angesichts der Skandale der Regierung Netanjahu gehen Zehntausende auf die Straße, sehnen sich viele nach einem Wechsel. Doch, anstatt eine klare politische Alternative zur Regierung anzubieten, entscheidet sich der neue Vorsitzende der Arbeitspartei, Avi Gabbay dafür, deren Rechtsaußenpositionen zu übernehmen. - Liat Schlesinger

Es hätte der Moment der Linken sein sollen: Massen von Demonstranten gehen auf die Straße, und angesichts der Korruptionsvorwürfe gegenüber Netanjahu schwindet die Unterstützung für die Regierung. Die Koalition, deren Vorsitzender viele Stunden in polizeilichen Untersuchungsräumen verbringt, wankt. Der Stuhl des Ministerpräsidenten wackelt mehr denn je. Dies ist natürlich auch im politischen Alltag zu spüren: Drohungen über die Auflösung der Regierung werden immer wieder in den Raum geworfen, die Vorsitzenden der Koalitionsparteien verhalten sich so, als würden sie bereits den Wahlkampf für den Tag danach vorbereiten. Zu viele Israelis haben genug davon, und es ist nun klar, dass sich einiges in Kürze ändern wird – auch wenn nicht klar ist, inwiefern. (...)

Die Wahl Gabbays – ein Mann ohne besonderen öffentlichen Status, ohne große Anhängerschaft oder klare politische Einstellungen – machte mehr als alles andere den Überdruss deutlich, den die versagende Parteiführung und die Politiker*innen, die diese leiten, auslöste. Vor den internen Wahlen verkündete Gabbay, dass er für die Zweitstaatenlösung auf Basis der Grenzen von 1967 bei geringem und von beiden Seiten akzeptiertem Gebietsaustausch eintritt; er verkündete wiederholt, dass er in Sicherheits-, Wirtschafts- sowie Demokratiefragen linke Positionen vertritt. Viele der israelischen Linken hofften darauf, dass Gabbays persönliche Geschichte – die eines Selfmademan, der in eine sozial schwache Familie in einem Armenviertel hineingeboren wurde – ihm dabei helfen würde, sein Versprechen „sich an neue Zielgruppen zu richten“ umzusetzen, eine Kodierung für rechte und Mizrachi-Wähler. Seine ersten Monate an der Parteispitze lassen jedoch erkennen, dass sein Werben um die ‚neuen Zielgruppen‘ nichts anderes als die Wiederholung alter, fehlgeleiteter Strategien darstellt.
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Kritik an Netanjahu wächst - 18. 12. 2017 - Auch prominente Rechte fordern nun den Rücktritt des israelischen Ministerpräsidenten. Er wurde bereits zum siebten Mal wegen Korruptionsvorwürfen befragt. -  Alexandra Föderl-Schmid -  Die Israelis sind einiges gewöhnt in Sachen Korruption und Politik. Schließlich ist mit Ehud Olmert, ein ehemaliger Politiker der Kadima-Partei, erst im Sommer ein früherer Ministerpräsident nach Verbüßung einer 16-monatigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Und am Sonntag rückte mit Stas Misezhnikov der ehemalige Tourismusminister ins Hermon-Gefängnis ein, er wird die nächsten 15 Monate dort verbringen. Elf weitere Politiker und Funktionäre der rechten Partei Unser Heim Israel wurden bereits verurteilt.

Nun formiert sich immer breiterer Widerstand gegen die zahlreichen Affären, in die Spitzenpolitiker des Landes verwickelt sind. Zum ersten Mal werden Rufe nach einem Rücktritt von Regierungschef Benjamin Netanjahu, gegen den in zwei Korruptionsfällen ermittelt wird, auch von prominenten Rechten erhoben: "Netanjahus Verhalten schädigt sein Lager. Jeden Tag kommt ein übler Geruch aus seinem Büro, das schadet den Rechten", sagte der Publizist und Anwalt Nadav Haetzni, eine prominente Figur innerhalb der rechten Bewegung. Auch ein Siedler-Vertreter hatte Netanjahu wegen seines Verhaltens bereits zum Rücktritt aufgefordert.
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Zwischen Realpolitik und Radikalopposition - Ein Interview mit Knesset-Mitglied Mossi Raz - Das im Oktober nachgerückte Knesset-Mitglied von Meretz Mossi Raz über Trump & Netanjahu, Hamas & Fatah und linke Opposition in Israel - RLS Israel

Mossi, jetzt, wo Du die Meretz wieder in der Knesset vertrittst, musst Du nahezu täglich nach Jerusalem fahren! Die Knesset, der Oberste Gerichtshof, der Präsident, die meisten Ministerien sitzen in Jerusalem. Jetzt möchte US-Präsident Donald Trump die US-amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegen. Eine gute Idee?

Für uns als israelische Linke ist es klar, dass West-Jerusalem die Hauptstadt Israels ist. Ebenso ist uns klar, dass Ost-Jerusalem die Hauptstadt Palästinas ist. Unter den gegebenen Umständen sollte Herr Trump lieber darauf hinarbeiten, dass ein Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinenser*innen geschlossen wird. Dann soll die US-amerikanische Botschaft in Israel unbedingt nach West-Jerusalem ziehen und gleichzeitig in Ost-Jerusalem die US-Botschaft in Palästina eröffnet werden.

Der US-amerikanische Präsident kommt und sagt, was immer er auch sagt. Mich interessiert aber weniger, was ein Trump sagt, als das, was wir hier dringend tun müssen, was Israel mit seinen Nachbarn tut, die es seit 50 Jahren militärisch beherrscht und deren Land es besetzt. 
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Israels progressive Kräfte verurteilen Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem - Zeitnahe Zusammenfassung der Reaktionen auf Trumps Entscheidung - Tsafrir Cohen

Für die linke Meretz verurteilte Knesset-Mitglied Mossi Raz die Entscheidung: Erst wenn ein Friedensvertrag mit den Palästinenser*innen geschlossen wird, solle die US-amerikanische Botschaft nach West-Jerusalem ziehen und gleichzeitig in Ost-Jerusalem die US-Botschaft in Palästina eröffnet werden. Die Basis dafür wäre die arabische Friedensinitiative von 2002, die die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Staaten sowie die Anerkennung Israels durch diese vorsieht. Im Gegenzug soll Israel alle 1967 besetzten Gebiete räumen, einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt anerkennen und einer gerechten Lösung der Flüchtlingsfrage in Übereinstimmung mit der Resolution 194 der UN-Generalversammlung zustimmen. Das solle die Trump-Administration angehen, statt den Konflikt anzuheizen und das Leben vieler Israelis und Palästinenser*innen aufs Spiel zu setzen.

Die Reaktion der 13 Abgeordneten der drittgrößten Knesset-Fraktion, der Gemeinsamen Liste, zu der auch die sozialistische Chadasch gehört, fällt noch deutlicher aus: Damit schürt Trump mutwillig Hass zwischen den Völkern
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Alltag in Palästina: Checkpoints und Schikane durch die israelische Armee  >>>
 

 

 



Antisemitismus & Islamophobie - Zwischen akademischer Forschung & politischen Agenden Ein Forschungsprojekt setzt die Themenfelder Antisemitismus und Islamophobie aktiv zueinander in Beziehung. Es soll nicht nur Raum für Vergleiche und Analysen bieten, sondern auch dazu beitragen, die gemeinsamen historischen Erfahrungen, Pfade und Geschichten von Muslim*innen sowie Juden und Jüdinnen offenzulegen. - RLS Israel

Die zeitgenössische Antisemitismusforschung beschäftigt sich häufig mit der Beziehung zwischen Antisemitismus und anderen Formen von Vorurteilen, einschließlich der Islamophobie. Jüngste Studien haben bemerkenswerte Ähnlichkeiten sowie Unterschiede zwischen Antisemitismus und Islamophobie aufgezeigt, sowohl hinsichtlich ihres Ausdrucks als auch ihrer Ursachen. Insbesondere hoben Wissenschaftler*innen hervor, dass europäische Beobachter*innen Juden und Jüdinnen sowie Muslim*innen oft als Fremde in Europa wahrnehmen und als im Orient beheimatet betrachten. Darüber hinaus gibt es wichtige Themen wie Antisemitismus unter Muslim*innen und Islamophobie unter Juden und Jüdinnen, die von der bestehenden Wissenschaft nicht angegangen wurden. Ebenso ist es wichtig zu analysieren, wie Muslim*innen heute den Widerstand gegen den Antisemitismus als Modell für das eigene politische Handeln gegen Islamophobie nutzen.

Diese und verwandte Themen stehen im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts, das Dr. Scott Ury, Direktor des Stephen-Roth-Instituts für die Erforschung des zeitgenössischen Antisemitismus und Rassismus an der Universität Tel Aviv, und Dr. Lena Salaymeh, Dozentin an der juristischen Fakultät der Universität Tel Aviv, initiiert haben. Ihr Ziel: ein Forschungsprojekt, das die Themenfelder Antisemitismus und Islamophobie aktiv zueinander in Beziehung setzt. Es soll nicht nur Raum für Vergleiche und Analysen bieten, sondern auch dazu beitragen, die gemeinsamen historischen Erfahrungen, Pfade und Geschichten von Muslim*innen sowie Juden und Jüdinnen offenzulegen.

Der Vergleich von Antisemitismus und Islamophobie ist ein neu entstehendes und sehr umstrittenes Forschungsfeld. Zur Angemessenheit oder Unzumutbarkeit dieses Vergleichs wurden unzählige wissenschaftliche oder auch polemische Artikel verfasst. In der Tat haben einige Wissenschaftler*innen von vornherein jeden Versuch, Antisemitismus und Islamophobie zu vergleichen, abgelehnt. Doch obwohl sich die Wissenschaft dem Vergleich widersetzt, konzentrieren sich einige Wissenschaftler*innen darauf, im Rahmen der Arbeit zu Antisemitismus und Islamophobie Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Formen von Vorurteilen zu identifizieren und zu analysieren.
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Die Verleumdung - Die Wahrheit über den Antisemitismus >>>
 

 

 


Trump's Naming of Jerusalem Capital Brings Anger and Despair: An Interview With Richard Falk - 16. 12. 2017 -  Dan Falcone - President Trump made history in naming Jerusalem the capital of Israel, as much of the world watched on with anger and despair. The moment comes as a crucial step backwards for the region's "peace process." In the background seemingly, Trump needs to sustain his base of support among Evangelicals and rich Jewish donors, but as for the effects, it seems that as usual, he couldn't care less.

Liberal US Jews, such as the advocacy group J-Street, are condemning the decision and they're right, of course, to condemn it. Theirs is a major task to bring about some respect for human rights in the US, at least at the leadership level. The move poses other challenges and questions. Will Trump move the Embassy? Does Trump have any thinking on the matter beyond his own ego? Or is this a further step toward organizing the reactionary bloc of Arab dictatorships as well as hyper-nationalist Israel? Is an alliance against Iran part of the strategy?

In this exclusive Truthout interview, former UN Special Rapporteur for Palestinian Human Rights Richard Falk helps to elaborate on these points and more. Falk argues that "what is already evident on the basis of the decision itself is the severe damage done to the global and regional leadership reputation of the United States. As well, the authority of the United Nations has been shown to be no match for geopolitical
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Israeli forces shoot boy in face, arrest sister for protesting, arrest mother for looking into it
- Sheren Khalel - Israeli soldiers forced their way into the Nariman and Bassem Tamimi’s home before dawn on Tuesday, the way they have done dozens of times before — only this time instead of leaving with Nariman or Bassem, they arrested the couple’s 16-year-old daughter, Ahed Tamimi.

It is alleged that Ahed was arrested for slapping a soldier during a demonstration the day before. The demonstration was organized to protest Israel’s use of force during a protest on Friday, when Ahed’s 14-year-old brother Mohammed was shot in the face by an Israeli soldier, leaving him in critical condition. After a six-hour surgery the boy was put into a medically induced coma for at least 72 hours.

With one child in the hospital, expected to be brought out of his coma that day, and another being held in some unknown location by the Israeli government, Nariman faced any parent’s worst nightmare. For Nariman, a Palestinian mother, activists and medic from Nabi Saleh, one of the occupied West Bank’s most politically contentious villages, there was no time to grieve for her situation. She knew her son was in the hands of doctors, so she headed to Israel’s Binyamin Detention Center to figure out where her daughter had been taken. By 1:30 p.m. she too was detained. On Tuesday evening an Israeli court told Bassem that both his wife and daughter would be
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Kurznachrichten BERICHTE

 


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„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf >>>

 

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Christian Fundamentalists and Evangelicals in the White House >>>

 

19. 12. 2017

 

Israels Boykott der FPÖ wird bis auf weiteres fortgesetzt

 

Israel kündigt Boykott österreichischer Minister an

 

USA legen Veto gegen Jerusalem-Resolution im Sicherheitsrat ein

 

UN Security Council Passes Resolution Challenging Jerusalem Declaration; US Vetoes

 

US-outnumbered 14-to-1 as it vetoes UN vote on Jerusalem

 

US-Vizepräsident Pence verschiebt umstrittene Nahost-Reise

 

Israel möchte Terroristen hinrichten

 

Palestinian President: US can no longer be a ‘mediator’ in the peace process

 

Israeli Bombardment Of Gaza Causes Serious Damage

 

Israeli Colonists Uproot 500 Dunams Of Palestinian Lands Near Nablus

 

Report: “Nine Palestinians Killed, 3400 Injured, By Israeli Fire Since December 7th”

 

Detained Palestinian teen in viral photo to be sentenced in a court with a 99.74 percent conviction rate

 

Why Israel's Arab leadership is disengaging from the Left

 

Israeli official threatens German activists

 

18. 12. 2017

 

Israel plant Todesstrafe für Terroristen

 

Regierung will Todesstrafe für Terroristen einführen

 

Bibi says Iran will soon have 100 bombs. Where are they?

 

17. 12. 2017

 

Uno prüft Resolution gegen Trump

 

UN-Sicherheitsrat prüft Resolutionsentwurf zu Jerusalem

 

Tausende Israelis demonstrieren gegen Netanyahu

 

Israels Botschafter in Berlin will Verbrennen von Flaggen verbieten lassen
(Es ist nicht bekannt, ob er das Verbrennen und töten von Palästinensern in Palästina auch verbieten lassen will)



Tilda Swinton, Peter Gabriel and Other Celebrities Condemn Trump Move

 

Wounded Child Remains In A Coma In A Serious Condition

 

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (07 – 13 December 2017)

 

Army Injures 25 Palestinians In Gaza

 

Israeli Soldiers Injure 26 Palestinians In Jerusalem

 

Thousands march in funeral of disabled Palestinian killed by Israeli forces in Gaza

 

brahim ‘the half bodied,’ an icon of Gaza skirmishes, loses his other half for Jerusalem

 

Hamda Zubeidat, 60, dies when Israeli soldiers burst thru her door after midnight, hurling stun grenades

 

16. 12. 2017

 

Mindestens vier Tote bei Ausschreitungen in Israel  >>>

 

4 Palestinians killed by Israeli forces in clashes over Trump decision on Jerusalem >>>

 

Hamda Zubeidat, 60, dies when Israeli soldiers burst thru her door after midnight, hurling stun grenades >>>

 

AfD-Fraktion fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels – Israels Botschafter enttäuscht von Merkel >>>

 

Israels Botschafter warnt vor wachsendem Antisemitismus
Israels Botschafter Jeremy Issacharoff über das Verbrennen von Fahnen, die AfD und den Jerusalem-Vorstoß von US-Präsident Donald Trump. >>>
 


Neoconservatives may finally get their war with Iran, from Donald Trump >>>

 

Präsident Mahmoud Abbas „Kein Frieden in der Region ohne Ost-Jerusalem als Palästinas Hauptstadt“ >>>

 


Pilot nach Durchsage über Jerusalem verhaftet

Der Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft "Royal Jordanien" , der derzeit viral in den sozialen Netzwerken gefeiert wird, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York, Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat, wurde in den USA verhaftet. >>>
 

15. 12. 2017

 

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Detainees’ Committee: “Israeli Soldiers Abducted 300 Palestinians In One Week" >>>

 

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14. 12. 2017

 

Wegen Abstimmung über Steuerreform US-Vizepräsident verschiebt Israel-Reise >>>

 

Ein Sondergipfel von mehr als 50 islamischen Staaten hat als Reaktion auf das umstrittene Vorgehen der USA Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines Palästinenserstaates anerkannt.

In der Abschlusserklärung des Gipfeltreffens in Istanbul hieß es: «Wir (..) erklären Ost-Jerusalem zur Hauptstadt des Palästinenserstaates und laden alle Länder dazu ein, den Palästinenserstaat und Ost-Jerusalem als seine besetzte Hauptstadt anzuerkennen.» >>>

 

OIC declares East Jerusalem as Palestinian capital >>>

 

Evangelikale Schlacht um die Heilige Stadt

Die Entscheidung des US-Präsidenten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, wurde von christlichen FundamentalistInnen herbeigeführt.
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Trumps Rede lässt Israelis kalt  >>>

 

Democrats abandon the resist Trump movement when it comes to Jerusalem >>>

 

Jerusalem protests bring global attention to Israeli brutality  >>>

 

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Video shows armed Israeli forces attempting to drag the children into their jeeps in a West Bank refugee camp. >>>

 

230 Recently Abducted Palestinians Subject To Torture, Bad Conditions And Humiliation >>>

 

Updated: Israeli Army Abducts 37 Palestinians In The West Bank  >>>

 

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Lieberman Calls for Boycott on Arabs in Israel >>>

 

3 Palestinian Lawyers Released from Administrative Detention, Khader Adnan Redetained, Launches Immediate Hunger Strike >>>

 

13. 12. 2017

 

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