Mittwoch, 06. Dezember 201720:11   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 

 


Arabische Welt warnt Trump vor Eskalation - Die arabische Welt ist in Aufruhr, seit Donald Trump angekündigt hat, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
Am Mittwoch will Trump eine Rede zum Status der geteilten Stadt halten. (...)

Der saudische König Salman warnte US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat, eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ohne eine abschließende Regelung mit den Palästinensern würde dem Nahost-Friedensprozess schaden und die Spannungen in der Region erhöhen. Ein solch "gefährlicher Schritt" würde Muslime weltweit provozieren, sagte der Monarch der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur Spa zufolge

Angestellte der US-Behörden und ihre Familien dürfen sich demnach bis auf weiteres nicht in die Jerusalemer Altstadt sowie ins Westjordanland begeben. Menschenansammlungen und Orte mit vielen Polizisten oder Militär solle man meiden. Auch das Auswärtige Amt in Berlin aktualisierte seine Reisehinweise für Israel und die Palästinensergebiete. Ab Mittwoch könne es "zu Demonstrationen in Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gazastreifen kommen", erklärte das Auswärtige Amt am Dienstagabend. "Gewalttätige Auseinandersetzungen" könnten nicht ausgeschlossen werden. >>>
 


 

Was eine US-Boschaft in Jerusalem für die Palästinenser bedeutet - Farah Najjar - 04.12.2017 - "Wenn Präsident Donald Trump seine Entscheidung verwirklicht, wird er die ganze Region in Brand setzen und die US-Interessen dort gefährden".

Die Arabische Liga hat eine Dringlichkeitssitzung für Dienstag angekündigt, nachdem die USA eine Entscheidung überdenkt und ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen will. Vize-Generalsekretär Hussam Zaki sagte, die Sitzung sei nach einer Bitte palästinensischer Amtsträger einberufen worden, um die Entwicklungen des Status von Jerusalem zu diskutieren.

Über Telefon rief Hamasführer Ismail Haniyeh und PA-Führer Mahmud Abbas zu einem Massenprotest am Dienstag auf: sie diskutierten darüber, wie die Bemühungen des palästinensischen Volkes zusammenzuführen seien, um sich der Bedrohung Jerusalems zu stellen.

Die PA appellierte auch an die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und den Kooperationsrat des Golfes Sitzungen zu diesem Thema abzuhalten. "Wenn US-Präsident Donald Trump seine Entscheidung verwirklicht, wird er die ganze Region in Brand setzen und die US-Interessen dort gefährden", sagte Nabil Shaat, ein Berater von Abbas gegenüber Palestine TV. Letzte Woche sagten Palästinenser, dass Kommentare von US-Amtsträgern,  die die Zusicherung Präsident Donald Trumps wiederholten die Botschaft zu verlegen, die Sinnlosigkeit der Friedensverhandlungen widerspiegelten.

US-Vize-Präsident Mike Pence sagte letzten Dienstag Trump lote "aktiv" aus, "wann und wie" die Botschaft zu verlegen sei. Er machte diese Bemerkung während der Teilnahme an einer Veranstaltung der Vereinten Nationen zum 70. Jahrestag der Abstimmung für die Teilung Palästinas, was Israel half einen jüdischen Staat zu etablieren.

"Ein sehr gefährlicher Schritt" - Trump hatte letztes Jahr während seines Wahlkampfs wiederholt versprochen die Botschaft zu verlegen und Jerusalem als die Hauptstadt Israels anzuerkennen. Im Juni unterzeichnete er jedoch wie seine Vorgänger eine Verzichtserklärung, die die Verlegung um sechs Monate verzögern sollte, da sie die US-Bemühungen um die Wiederaufnahme der seit langem ins Stocken geratenen israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen erschwert hätten. Das Weiße Haus sagte damals, die Frage sei nicht, "ob der Umzug stattfinde, sondern nur wann". >>>

 

 




USA will Botschaft in Israel verlegen - Ab nach Jerusalem
- US-Präsident Trump kündigt an, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Palästinenserpräsident Abbas spricht von gefährlichen Konsequenzen. - US-Präsident Donald Trump schlägt die Warnungen aus der arabischen Welt und aus Europa in den Wind. Die US-Botschaft, so kündigte er in einem Telefonat mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Dienstag an, soll von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Bereits am Wochenende deuteten Berichte dar­auf, dass der US-Präsident in Kürze Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen werde.

Nabil Abu Rudeineh, Sprecher des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, teilte noch am Dienstagabend mit, dass Trumps Entscheidung „gefährliche Konsequenzen“ haben werde. Die Palästinenser hielten unverändert daran fest, dass „es keinen Staat Palästina ohne Ostjerusalem als Hauptstadt geben wird“. (...)

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, ruft auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, erneut zur Wiederaufnahme von Verhandlung auf, um der „Zweistaatenlösung für Palästina und Israel mit Jerusalem als geteilter Hauptstadt“ den Weg zu bereiten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte gar mit der Aufkündigung der diplomatischen Beziehungen zu Israel, was in Jerusalem unaufgeregt aufgenommen wurde. „Es wird immer Kritiker geben“, kommentierte Bildungsminister Naftali Bennett, Chef der Siedlerpartei Das jüdische Heim. „Letztendlich zählt ein vereintes Jerusalem mehr als Erdogans Sympathie.“ >>>

 

 

 


Gabriel warnt Trump vor Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt
- Medienberichten zufolge steht Trump unmittelbar vor der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. (...)

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnt vor weitreichenden Konsequenzen, falls die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen sollten. "Eine Lösung der Jerusalem-Problematik kann nur durch direkte Verhandlungen zwischen beiden Parteien gefunden werden", sagte Gabriel (SPD) beim Berliner Forum Außenpolitik der Körber-Stiftung. "Alles, was sozusagen die Krise verschärft, ist kontraproduktiv in diesen Zeiten." Deutschlands Position zu dieser Frage bleibe unverändert.

Gabriel forderte in seiner Rede, die in Auszügen der SZ vorab vorlag, eine neue deutsche US-Politik und mehr Selbstbewusstsein gegenüber Washington. Die USA kämen unter ihrem Präsidenten Donald Trump ihrer Rolle als weltpolitische Gestaltungskraft nur noch "geschwächt" nach, heißt es darin. >>>

 


 

 


 

 

 


Abbas: Trump will Botschaft nach Jerusalem verlegen - Amerikas Staatsoberhaupt habe ihn informiert, ohne aber dafür ein Datum zu nennen, sagt der Palästinenserpräsident. 
- Alexandra Föderl-Schmid und Moritz Baumstieger - Donald Trump will laut palästinensischen Quellen mit einem jahrzehntelangen Dogma in der Nahost-Politik brechen. Am Dienstag habe der US-Präsident den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in einem Telefonanruf darüber informiert, dass er die Botschaft der Vereinigten Staaten von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wolle, sagte Abbas Sprecher Nabil Abu Rudeineh. Trump habe auch die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels angekündigt, dies seien zwei Schritte auf einmal, sagte Xavier Abu Eid, ein Sprecher der Palästinenser-Organisation PLO der Süddeutschen Zeitung. Allerdings habe Trump den Zeitpunkt der Umsetzung offen gelassen. Abbas habe Trump im Gegenzug gewarnt, diese Entscheidung könne "gefährliche Konsequenzen" haben.  >>>

 

 


 

 

 

Bethlehem erwartet hohe Besucherzahlen  - 05.12.2017 - Weihnachten im Heiligen Land - ​In Bethlehem sind die Hotels zu Weihnachten nahezu ausgebucht. Die Belegungsrate liegt nach aktuellem Stand der Reservierungen bei rund 90 Prozent, wie Bethlehems Bürgermeister Anton Salman der Katholischen Nachrichten-Agentur sagte.

Er gehe für Weihnachten von einem Besucheranstieg im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Mehrheit der Besucher seien dabei Palästinenser. Den Anteil der ausländischen Gäste schätzte der seit Mai amtierende Bürgermeister auf 45 Prozent.

Schätzungen des stellvertretenden palästinensischen Tourismusministers Ali Abu Srour zufolge werden in Bethlehem zu Weihnachten 50.000 Besucher erwartet. Insgesamt gehe er für das laufende >>>

 

 

 

 

Israel verhaftet Palästinenser wegen Volkszählung - 22.11.2017 - Ibrahim Husseini - Die israelische Polizei hat mehrere Palästinenser, darunter auch Mitglieder der Fatah, der politischen Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, verhaftet und beschuldigt im besetzten Ost-Jerusalem eine Volkszählung durchzuführen.

Muhammad Mahmoud, ein Rechtsanwalt, der einige der Gefangenen vertritt, sagte Al Jazeera, dass fünf Mitglieder Fatah inhaftiert worden seien, darunter Hatem Abdel Qader, ein Mitglied des palästinensischen Legislativrates für den Distrikt Jerusalem. Ihre Haft wurde anschließend wegen ihrer "illegalen Arbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde" verlängert.

Ein israelischer Richter verlängerte laut Mahmoud die Haft von Aseel Hasoneh, Issam Khatib und Musab Abbas, bis 27. November. Hatem Abdel Qader und Arafat Musa erhielten Hausarrest für fünf Tage und müssen $570 Kaution bezahlen.
Abdel Qader war im Juli von der israelischen Polizei wegen Aufhetzung für fünf Tage lang inhaftiert worden.

In einer am Dienstag (21.11.) veröffentlichten Erklärung sagte die israelische Polizei, sie hätte "17 Verdächtige festgenommen und inhaftiert wegen des Verdachts der Arbeit mit" der PA "nach eingehenden und geheimen Ermittlungen, die in den letzten Wochen durchgeführt wurden und Jerusalemiten betreffen, die verdächtigt werden das Interim Agreement verletzt und an Aktivitäten im Zusammenhang mit einer Volkszählung durch die PA teilgenommen zu haben".
Das Interim Agreement zwischen der israelischen Regierung und der PLO (als Oslo II Abkommen bekannt) schuf die Westbankzonen A, B und C.

Die PA erhielt begrenzte Befugnisse und Pflichten in den Zonen A und B und die Aussicht auf Verhandlungen über eine Siedlungs-Endrunde, basierend auf den Resolutionen 242 und 338 des UN-Sicherheitsrates.

Oslo II folgte auf die Oslo I – Abkommen von 1993, die eine palästinensische Interims Autonomie in den palästinensischen Gebieten vorsahen, die aber dem Versprechen auf einen unabhängigen palästinensischen Staat nicht entsprachen.

Aktivitäten verweigert
- Das Palästinensische Zentralbüro für Statistik (PCBS) führt derzeit eine Volkszählung durch, und es wird vermutet, dass es Ost-Jerusalem in die Zählung miteinbezogen hat.

Laut Berichten wurden in Ost-Jerusalem einige Personen mit Fragebögen in Bezug auf die Volkszählung gesehen. Das PCBS leugnete durch einen Sprecher in Ost-Jerusalem zu operieren und widersprach damit der Erklärung der israelischen Polizei. >>>

 

 

 


Gideon Levy: Recht und Pflicht zum Widerstand
- 5. 12. 2017 - Reiner & Judith Bernstein - Am 05. Dezember 2017 werden im Münchner Stadtrat die politischen Weichen für einen Antrag gestellt, Vereinen und Personen, die sich mit der internationalen Kampagne „Boykott, Entzug von Investitionen, Sanktionen“ (BDS) befassen, mit dem Entzug kommunaler Räume und der Förderung ihrer Veranstaltungen zu drohen. Ihnen werden antisemitische Motive und die Delegitimierung des Staates Israel unterstellt. Zahlreiche Personen aus der Zivilgesellschaft Münchens und anderen Teilen der Bundesrepublik sowie aus dem öffentlichen Leben haben den Stadtrat aufgefordert, den Antrag der SPD- und der CSU-Fraktionen zurückzuziehen.

Einen Tag vor der geplanten Beschlussfassung wurde in der Münchner Abendzeitung unter der bezeichnenden Überschrift „Raum für Antisemiten? Eine Welt-Haus unter Druck“ ein israelischer Journalist, ohne seinen Namen zu nennen – es geht um Gideon Levy von der Tageszeitung „Haaretz“ –, beschuldigt, er habe in seinem Referat im Gasteig im Mai zum „mörderischen Widerstand“ der Palästinenser aufgerufen und diesen als ihr „Recht“ und ihre „Pflicht“ gerechtfertigt. Zur Klärung des Vorwurfs gegen Levy und den Veranstalter des Abends, die „Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München“, ist hier die deutsche Übersetzung des von der AZ herangezogenen Artikels zur eigenen Urteilsbildung beigefügt.

Erschienen am 26. Oktober 2016 in "Haaretz": Stellen Sie sich vor, Palästinenser zu sein. Vielleicht mit Wohnsitz in Ost-Jerusalem. 47 schwere Jahre liegen hinter Ihnen; eine große, deprimierende Dunkelheit liegt davor. Die israelische Tyrannei, die ihre Zukunft verdunkelt, erklärt Ihnen in arroganter Weise, dass dies für immer so bleiben wird. Ihre Stadt wird „für immer und ewig“ unter der Besatzung bleiben. Der Verteidigungsminister [Avigdor Lieberman], der zweitwichtigste in der Regierung, der Sie unterjocht, sagt, dass ein palästinensischer Staat nicht entstehen werde. >>>

 

 

 

 

Gegen die linken, die rechts überholen wollen.


Wir haben es gewagt, der „Partei-Obrigkeit“ zu widersprechen.
- Christiane Reymann und Wolfgang Gehrcke - Unsere Antwort - An die Mitglieder des Parteivorstands der Partei DIE LINKE, an Katja Kipping, Bernd Riexinger und Harald Wolf - die fortdauernde Auseinandersetzung um Zensur durch den Berliner Kultursenator Klaus Lederer, einen Beschluss des Parteivorstands der LINKEN dazu und unsere Reaktion darauf
haben wir einen Brief an den Parteivorstand geschrieben. Darin fordern wir: Macht Schluss mit stalinistischen Geheimverurteilungen. Wir plädieren für eine öffentliche argumentative Auseinandersetzung. Die Erwartung der Pateivorstands-Mehrheit, uns aus der Kundgebung für Demokratie und Meinungsfreiheit und/oder der Preisverleihung an Ken Jebsen herauszuhalten, kommen wir allerdings nicht nach. Zum Wortlaut des Briefes geht es hier.

Zum gleichen Thema haben die ehemaligen und aktuellen LINKEN-MdB Prof. Norman Peach, (Hamburg, früher jahrzehntelang Jungsozialist und SPD - Mitglied) und Dr. Diether Dehm (Hannover, früher jahrzehntelang Jungsozialist, Falken- und SPD - Mitglied) auf dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in der SPD den literarisch-politischen Text „Spielt nicht mit den Schmuddelkindern!“ geschrieben. Unbedingt lesen!

Ebenso gab jüngst auch Andrej Hunko, MdB DIE LINKE und Mitglied im Parteivorstand, dazu eine Erklärung ab.

Die Kundgebung für Demokratie und Meinungsfreiheit findet am 14.12. um 16 Uhr auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin statt.

 

 

 

 

Kippings und Lederers Hexenjagd in der Linkspartei nimmt inquisitorische Züge an - Die Hexenjagd antideutscher Linker in der Partei nimmt inquisitorische Züge an  - Am 14. Dezember werden Linke gegen Linke demonstrieren - Eine Groteske

Die Preisverleihung eines linkslibertären und alternativen Journalisten namenns Ken Jebsen durch die linksliberale " Neue Rheinische Zeitung" im alternativen Szene-Kino "Babylon" nimmt groteske Züge an, nachdem sich der langjährige Berliner Landeschef, Kultursenator und Vize-Bürgermeister Klaus Lederer ( Die Linke ) gegen die Preisverleihung ausgesprochen und das öffentlich subventionierte Kino so unter Druck gesetzt hatte, die Veranstaltung abzusagen.

Die Linkspartei will „Klare Kante gegen Querfront“ zeigen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Parteivorstand am Sonntag und spricht sich darin gegen „Aktivitäten von Rechtspopulisten, Nationalisten, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten aus“. Ferner solidarisiert man sich mit dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

In Wahrheit soll jede Systemkritik diskreditiert und mundttot gemacht werden. Der rechte Flügel der Partei will die Linkspartei endgültig entkernen, sytemkonform machen und zu einer beliebigen neolibeal-sozialdemokratischen Partei bzw. zur SPD 2.0, die auch neoliberale Politik z B beim Schulneubau in Berlin oder wie bei der Autobahnprivatisierung den Weg wie mit der Linksregierung von Bodo Ramelow ebnen. >>>

 

 

 


"Keine Zensur in städtischen Räumen
", Pressegespräch am 04.12.2017 - Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe - Als Dialoggruppe unterstützen wir Friedensinitiativen und -gruppen in Israel und Palästina und organisieren Veranstaltungen, zu denen wir u. a. israelische und palästinensische Gäste einladen, um so durch Information der Öffentlichkeit zum besseren Verständnis des Konflikts beizutragen. Mit unserer Arbeit wollen wir erreichen, dass es zu einer Verständigung und einem dauerhaften und gerechten Frieden zwischen beiden Völkern kommt. Beides ist vom Ende der Besatzung und von der rechtlichen Gleichstellung der Palästinenser in Israel und Palästina abhängig.

Die Diskussion in München um die gewaltlose Widerstandskampagne BDS gegen die Besatzung begann bereits im November 2015. Wir hatten seinerzeit versucht, die Öffentlichkeit über den Inhalt und die Hintergründe der BDS-Kampagne zu informieren, deren Wirkung auf das Versagen der Politik zurückzuführen ist. Schon im Vorfeld dieser Veranstaltung war BDS pauschal mit dem Naziaufruf "Kauft nicht bei Juden" gleichgesetzt worden. Dieser Vergleich bedeutet eine Verharmlosung des Holocaust. Denn die Juden wurden damals boykottiert, nur weil sie Juden waren - dagegen konnten sie nichts unternehmen. Israel aber kann die Besatzung beenden. Damit hätte sich jeder Boykott erübrigt. Die Kampagne richtet sich gegen die Besatzungspolitik und nicht gegen die Existenz des Staates Israel.

Der momentane Kampf gegen die BDS-Kampagne ist ein Ablenkungsmanöver, um jede kritische Auseinandersetzung mit der Politik der israelischen Regierung zu unterbinden. Damit wird die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Keiner ist verpflichtet, diese Kampagne zu unterstützen. Aber es muss in einer demokratischen Gesellschaft die Möglichkeit geben, darüber zu debattieren. Während wir hier diskutieren, ob BDS antisemitisch ist, setzt die israelische Regierung ihre Annexionspolitik ungestört fort. >>>

 

 

 

 

Der 4D-Effekt - Deligitimiert, dämonisiert, doppelter Standard: Was anderen als Antisemitsmus vorgeworfen wird, macht Israel mit den Palästinensern schon lange. Noch schlimmer wird das Ganze, wenn noch ein viertes „d“ hinzu kommt: Deutschland.

Ist Kritik an Israels Politik antisemitisch? Die Frage ist seltsam. Ab wann ist kritisches Denken antisemitisch, mithin nicht mehr statthaft? Kritisches Denken ist immer statthaft!

Israel ist eine ethnisch abgestufte Demokratie. Die meisten Rechte haben jüdische Bürger, dann kommen nichtjüdische Bürger und dann nichtjüdische Jerusalemer. Danach kommen die Rechtlosen: Über die vielen nichtjüdischen Bewohner des besetzten Westjordanlands herrscht Israels Militärdiktatur. Die Bewohner Gasas hat Israel seit 2006 eingekerkert und bringt sie alle paar Jahre wieder zu Hunderten um.

Die wesentliche Frage ist allein, ob diese Beschreibung den Tatsachen entspricht. Was zählt, sind Fakten. Die Person, die diese Fakten nennt, einen „Antisemiten“ zu nennen, wäre ein reines „ad hominem“-Argument, also Herabsetzen der Person, um nicht sachlich argumentieren zu müssen.

Die „drei Ds“


Es wird manchmal behauptet, man könne antisemitische Kritik daran erkennen, dass Israel „d“eligitimiert und „d“ämonisiert und mit „d“oppeltem Standard (= zweierlei Maß) gemessen werde. Fällt denjenigen, die das behaupten, nicht auf, dass Israels Politik seit eh und je diese „drei Ds“ auf die Palästinenser anwendet?

1.Delegitimierung: „Es gibt kein palästinensisches Volk“; „*Wir* brachten die Wüste zum Blühen“; „sie wurden nicht vertrieben; ihre Muftis haben ihnen befohlen zu gehen.“ „Gott hat uns dieses Land gegeben.“

2.Dämonisierung: Die gewählte Hamas-Regierung (wie früher die PLO) wird grundsätzlich mit herabsetzenden Beinamen versehen wie „radikalislamistisch“, „terroristisch“, „fundamentalistisch“. „Sie heiligen den Tod, wir heiligen das Leben“ (Netanjahu). „Die Araber zwingen uns, ihre Kinder zu töten“ (Golda Meir). Nicht wenige nationalreligiöse Juden sehen in den Arabern „Amalek“ (das mythische Bibelvolk, das Israel vernichten wollte).

3.Doppelter Standard: Wie oben im ersten Absatz eingeführt, misst Israel seine jüdischen und nichtjüdischen Bewohner mit zweierlei Maß in ihren materiellen Rechten (Aufenthaltsrechte, Immobilienbesitz, staatlich Zuschüsse u.a.).

Fazit
: Wenn die „3Ds“ ein Merkmal von Antisemiten sind, dann ist Israels Politik schon lange antisemitisch – aber nicht gegen Juden, sondern gegen Palästinenser.

Es bleibt auch unklar, was unter Delegitimierung und Dämonisierung Israels zu verstehen ist. Soll es antisemitisch sein darauf hinzuweisen, dass Israel zu seiner Staatsgründung 700.000 Einwohner Palästinas vertrieb, ihnen die Rückkehr verweigerte und sie entschädigungslos enteignete und dass diese Enteignungen und Verdrängungen bis zum heutigen Tag weitergehen? Immerhin gibt es dazu gültige UN-Resolutionen?!

Soll es antisemitisch sein zu verlangen, dass sich Israel an solche Resolutionen und an Völkerrechtsnormen wie die Genfer Konvention halten soll und die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs akzeptiert? Es wäre schon ziemlich viel gewonnen, wenn sich Israel in dieser Hinsicht wie ein durchschnittliches europäisches Land verhielte, z.B. wie Serbien. Aber dazu bräuchte es klare Vorgaben von außen und gegebenenfalls Sanktionen. Im Moment wird hier international in der Tat mit zweierlei Maß gemessen, zum Vorteil Israels, nicht zum Nachteil.  >>>

 

 



AUS PALÄSTINA :
In der Nacht von 3. bis 4. Dezember 2017 sind drei palästinensische Rechtsanwälte für Menschenrechte in Jerusalem von der israelischen Besatzungsarmee verhaftet worden. Das ist nun ein weiteres Verbrechen in der langen Liste von verhafteten Menschenrechtsverteidigern im besetzten Palästina. Es handelt sich um Khaled Zabarqa, Verteidiger des Gefangenen Sheik Raed Salah, Iyad Misk, Direktor der Mission für Gefangenenangelegenheiten und Firaz al Sabbah direktor der Meedhaq Foundation für Menschenrechte. Alle Unterlagen wurden beschlagnahmt und die Büros zerstört. Diese weitere Terrorattacke kam nach den Verhaftungen von Rechtsanwalt Salah Hamouri, Hasan Safadi, Issa Amro, Khalida Jarrar, Abdallah Abu Rahma, siehe: https://mail.yahoo.com/…/messa…/AHEk5C4AACO2WiWYigF3ANnv8dA…          Quelle Paula Abrams-Hourani

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurznachrichten BERICHTE

 

Jerusalem-Pläne: Papst ruft zur Wahrung des Status quo auf  >>>

 

US-Experte: „Trumps Jerusalem-Vorstoß wird eine verheerende 3. Intifada lostreten“ >>>



Donald Trumps Jerusalem-Ankündigung: Auswärtiges Amt warnt vor Ausschreitungen
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Donald Trump und Jerusalem: Methode Holzhammer (Kommentar)  >>>

 

Jerusalem: So reagiert die islamische Welt auf die Pläne von Donald Trump   >>>

 

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Verlegung der US-Botschaft
Arabische Welt warnt Trump vor Eskalation

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Jerusalem als Hauptstadt: Warum Trumps Entscheidung so gefährlich ist >>>


Watch: Trump playing with fire in Jerusalem
Ali Abunimah  
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John Kerry - `What would Israel do if 40,000 Palestinian kids march up to the Wall-` >>>


Fatah calls for new intifada in support of Jerusalem
 

US Prepares for Protests at US Embassies upon Announcement of Jerusalem Move

 

Jerusalem "rote Linie für Muslime"- Erdoğan droht Israel mit Beziehungsende

 

Ashrawi: US recognizing Jerusalem as capital of Israel destroys peace

 

Is Sheldon Adelson behind Trump’s decision on Jerusalem?

 

US embassy move to Jerusalem would spark 'fanaticism and violence' and end US status as negotiator -- Arab leaders

 

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Trump intends to move US embassy to Jerusalem, Palestinian president says


Allison Deger on December 5, 2017

 

Trump's Jerusalem decision: Palestinians declare three 'days of rage' across West Bank; Arab world outraged - Palestinians

 

Global Coalition- Embassy Move to Jerusalem Endangering US Economic and Political Interests

 

Absent in the clamor about Jerusalem are the Palestinians of Jerusalem

 

Infant mortality rate among Palestinians in Israel three times higher than Jewish citizens

 

Settler who killed Palestinian farmer in occupied village remains free

 

Arthur Finkelstein ruined Israel, says Ehud Barak

 

Rabbi bans followers from looking at banknote with poet married to Christian

 

Sanders, Warren Urge Israel To Save Palestinian Village – The Forward

 

Video: Israeli soldiers harass Palestinian elementary school teachers and students in Hebron

 

Three Palestinian lawyers seized by Israeli occupation

 

Soldiers Abduct A Palestinian Teen, A Young Man, And Beat Up Two Siblings In Their Homes, Near Jenin

 

Netanyahu ditches US Jews for alliance with Christian evangelicals and the alt-right - Johnathan Cook

 

Save our village from Israeli bulldozers- an open letter from Susiya

 

Libanons Premier Hariri nimmt seinen Rücktritt zurück

 

In Spain, hundreds of elected officials endorse BDS

 

In Generational Shift, Millennial Evangelicals Not as Supportive of Israel

 

Talk of a Peace Plan That Snubs Palestinians Roils Middle East

 

5. 12. 2017

 

Donald Trump informiert Mahmud Abbas über Verlegung der US-Botschaft

 

 

Erdogan droht Trump: Anerkennung Jerusalems sei „rote Linie“ für Muslime

 

Abstimmung über umstrittenes Polizei-Gesetz verschoben

 

Parlament verschiebt Abstimmung über Polizei-Gesetz

 

"Bibi, geh nach Hause"

 

War rumblings continue, as Netanhayu says Iran is another Nazi Germany

 

Saban praises Kushner for trying to sandbag the Obama administration at the UN

 

Israel lobby billionaire praises Kushner for collusion with Netanyahu

 

Netanyahu has been interfering in U.S. politics for a long, long time

 

Army Injures Twelve Palestinians Near Nablus

 

Several Palestinians Suffer Effects Of Israeli Teargas Bombs Near Jenin

 

Thousands attend Christmas-tree lighting ceremony in Bethlehem

 

Israeli Soldiers Abduct Six Palestinians, Including Children, in Bethlehem, Hebron And Jenin

 

Army Abducts The Head Of the Legal Department Of The Detainees Committee

 

Israeli Soldiers Abduct Four Guards Of Al-Aqsa Mosque

 

Hundreds of Elected Officials in the Spanish State Endorse BDS for Palestinian Rights

 

Settlement Council Honors Odeh’s Killer

 

US Prepares for Protests at US Embassies upon Announcement of Jerusalem Move

 

Army Invades Two Schools Near Bethlehem, Detains Local Council Head And Workers, Near Hebron

 

Israeli Soldiers Detain A Child And A Young Man, In Jenin

 

Palestinian in critical condition after Israeli forces, settlers raid Qusra village

 

Israel extends detention of injured Palestinian teenager

 

22 Palestinians, 3 lawyers, detained by Israeli forces in predawn raids

 

Israel releases 5 Palestinian fishermen after hours of detention

 

Israeli forces detain Palestinian lawyer from his home

 

4. 12. 2017
 

 

Nahost-Konflikt: Palästinenser warnen vor "Zerstörung" des Friedensprozesses

 

Israel: Hamas droht Donald Trump vor Jerusalem-Entscheidung mit neuer Intifada

 

Nahost-Konflikt: Palästinenser warnen vor Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt

 

Erekat- US recognition of Jerusalem as Israel capital will create serious international chaos

 

Jared Kushner likens Palestine peace talks to 'real-estate issue' in debut speech/

 

VIDEO- Bethlehem Museum Decorates Olive Tree to Reflect City’s Suffering under Israeli Occupation

 

Hundreds of Israelis urge the UN to release ‘settlement blacklist’

 

Israel Has A Robot Army - And It Should Scare The Sh-t Out Of You

 

Former Hunger Striker under Administrative Detention Ordered into Isolation

 

'I tried not to scream, I was afraid they’d hit me even harder'

 

Palestinian farmer, 48, killed by settlers on his land in Qusra

 

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Tens of thousands protest Israel's 'Crime Minister'- Will it matter-

 

Israeli Navy Detains Five Fishermen, Injures One, In Northern Gaza

 

Israeli Soldiers Abduct A Shepherd In Northern Plains

 

Palestinians Tear Down Iron Gate in Protest of Apartheid Wall

 

Israeli forces demolish home of Palestinian allegedly involved in killing of settler

 

Palestine Monetary Authority held the Palestine International Banking Conference on Women Banking

 

Al-Quds University ranks most socially responsible university in the Arab world

 

BREAKING- Two Israeli Bedouin Arrested for Murder of IDF Soldier

 

Hopes for solving Israeli-Palestinian conflict fall across the Mideast, poll finds

 

Fifty-five Israeli lawmakers throw their bodies down for ‘everyone’s child,’ killer Elor Azarya

 

3. 12. 2017

 

Korruptionsvorwürfe- Tausende Israelis protestieren gegen Netanyahu
 

"Israel", so Netanyahus Motto, "kommt zurück nach Afrika und Afrika kommt zurück nach Israel."

 

How the Palestinian leadership came to accept the Partition Plan

 

Video- Life without water in Gaza

 

Iranian Military Base Reportedly Targeted by Israeli Forces near Damascus

 

Israelischer Ex-Diplomat- "Der Preis eines neuen Krieges ist inakzeptabel"

 

Jüdische Abgeordnete besuchen erstmals seit 2015 Tempelberg

 

 

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