Einblick gewinnen. ‚Ein Blick
Iran‘ - Ein internationales
Ausstallungsprojekt will die
Verständigung zwischen den Menschen
im Iran und der westlichen Welt
fördern. - Afsane
Bahar
Wir verweilen in einem Raum mit
vielen Wänden.
In jeder Wand befinden sich
zahlreiche Fenster,
zum Empfangen und zum Senden.
Jeder von uns hat ein Fenster
geöffnet, zum Licht.
Und jeder Mund beschreibt sein
eigenes Gedicht.
Wenn wir unsere Blicke und Einblicke
zusammenführen,
können wir gemeinsam die Wahrheit
umfassend berühren.
Feindbilder stellen eine der
Grundlagen für das
menschenverachtende Denken und
Handeln dar. Mit dem Zusammenbruch
der Sowjetunion verlor ein tief
verankertes Feindbild, das
Jahrzehnte lang erfolgreich benutzt
worden war, an Effektivität. Der
globalisierte Neoliberalismus
benötigte neue Möglichkeiten zur
Irreführung und Ablenkung der
Menschen.
So wurde der „Kampf der Kulturen“
auf die Tagesordnung gesetzt und im
Zusammenhang mit „War on Terror“
sowie den Krisen des Kapitalismus
medial vielschichtig entwickelt und
ausgebaut (1,2,3).
Das Kulturprojekt „Ein Blick Iran.
Ein Land, da leben Menschen. Sag
Servus und Salam“ (4) versucht
mitten in der den Blick einengenden
Kriegshysterie (5) das Gemeinsame,
Zusammenführende und Verbindende zu
betonen sowie einen Raum zum
Nachdenken und Innehalten zu
schaffen. >>>
DAS KULTUR-PROJEKT „EIN BLICK
IRAN“ - BEI
ERFOLGREICHER FINANZIERUNG BIS
ZUM 15. JUNI 2012 FINDET ES
STATT VOM 15. JULI BIS 12.
AUGUST 2012 IN DER KIRCHE ST.
MAXIMILIAN IN MÜNCHEN -
Wie beschreibt man das Projekt?
Ein Blick Iran. Ein Land, da
leben Menschen. Eine Begegnung
zweier Kulturen, warum nicht
zwischen dem katholischen Bayern
und dem Land Iran? Und das in
einer Kirche in München. Wir
sagen ja zu dieser
Grenzüberschreitung und fügen
dem durch Medien geprägten Bild
des Irans eine persönliche
Perspektive hinzu. Denn auch
hinter einem Regime verborgen
leben Menschen, die Bewohner
ihres Landes. Das Projekt „Ein
Blick Iran“ lädt ein zum
Erleben, Fühlen und Nachdenken -
auch über Frieden. Mit
Projektionen, Bildern, Musik und
mehr.
Worum geht es in diesem Projekt?
Unser Denken ist dualistisch
geprägt. Wir wägen ab - oft ganz
automatisch - zwischen Richtig
und Falsch, Gut und Schlecht,
Für und Wider oder Ost und West.
Das Leben jedoch spielt sich
zwischen und jenseits dieser
Gegensätze ab. Alleine im Denken
existieren die Grenzen. Dieses
Projekt führt deshalb Gegensätze
zusammen und öffnet einen Raum
für die Verständigung zweier
Kulturen, die unterschiedlicher
nicht sein
könnten. In der Kirche St.
Maximilian im Herzen der Stadt
München zeigen wir das Land Iran
und seine Menschen. Multimedial.
So wollen wir spannende
Begegnungen anregen, viele
Fragen hervorbringen um ganz
persönliche Antworten zu finden.
Was sind die Ziele und wer die
Zielgruppe? Die Zielgruppe
sind Menschen jeglicher Herkunft
und Kultur sowie jeglichen
Alters, die an das Verbindende
zwischen uns Menschen glauben.
In der Erfahrung dieser
Verbundenheit liegt das
Kernanliegen von „Ein Blick
Iran“. Hierzu ist ein jeder
herzlich eingeladen.
Warum sollte man dieses Projekt
unterstützen? Wer etwas
verändern möchte, sollte immer
zuerst bei sich selbst anfangen.
Diese einfache Weisheit nehmen
wir uns zu Herzen. Wir beginnen
mit einem veränderten Blick auf
das Land Iran und seine
Menschen. Unterstütze auch Du
dieses Projekt und hilf mit ein
Zeichen zu setzen. Ein Zeichen
für die friedliche Begegnung
zweier ganz unterschiedlicher
Kulturen. (pdf) >>>
http://www.startnext.de/einblickiran
- Ein Blick Iran. Ein
Land, da leben Menschen.
- Eine Begegnung zweier
Kulturen, warum nicht zwischen
dem katholischen Bayern und dem
Land Iran? Und das in einer
Kirche in München.
Wir sagen ja zu
dieser Grenzüberschreitung und fügen
dem bereits medial geprägten Bild
Irans eine persönliche Perspektive
hinzu. Denn auch hinter einem Regime
verborgen leben Menschen, die
Bewohner ihres Landes.
Das Projekt "Ein
Blick Iran" lädt ein zum Erleben,
Fühlen und Nachdenken - auch über
Frieden. Mit Projektionen, Bildern,
Musik und mehr.
http://www.facebook.com/EinblickIran
bf@einblickiran.de
www.einblickiran.de
EIN BLICK IRAN. GET THINGS MOVING.
TOGETHER. GERMAN & ENGLISH
http://www.facebook.com/photo.php?v=225277687573027
EIN BLICK IRAN. GET THINGS MOVING.
TOGETHER. PERSIAN
http://www.facebook.com/photo.php?v=225298404237622
28.4.2012 -
Ex-Geheimdienstchef wirft Israel
"Täuschung" in Iran-Frage vor
- Der frühere Chef
des israelischen
Inlandsgeheimdiensts Schin Beth,
Juwal Diskin, hat der Regierung
seines Landes vorgeworfen, die
Bevölkerung hinsichtlich des Umgangs
mit dem Iran zu "täuschen". >>>
Israel's former Shin Bet chief: I
have no confidence in Netanyahu,
Barak - Yuval Diskin accuses
Israel's leaders of misleading the
public on Iran, says they are making
decisions 'based on messianic feelings.' -
Barak Ravid - Former Shin Bet chief
Yuval Diskin expressed harsh
criticism of Prime Minister Benjamin
Netanyahu and Defense Minister Ehud
Barak on Friday in a meeting with
residents of the city of Kfar Sava,
saying the pair is not worthy of
leading the country. >>>
15.4.2012 -
Dokumentation zu " Was
gesagt werden muss - Günter Grass" >>>
15.4.2012 -
Das muss ja mal
gesagt werden!
-
Gerhard
Meerpohl -
Iran
hat seit mehreren Jahrhunderten keinen
Angriffskrieg geführt. Es hat sich allerdings
gegen den von Amerika unterstützten
Angriff des Iraq erfolgreich gewehrt.
Israel führte in den letzten siebzig
Jahren acht Kriege, die es selbst auslöste
bzw. nicht abzuwenden versucht hat.
Israel hält seit 45 Jahren Palästina
besetzt, hat Teile Palästinas und Syriens
völkerrechtswidrig annektiert, setzt
seine Eroberung durch permanente Siedlungstätigkeit
fort. Israel hat bereits nukleare Produktionsstätten
in fremden Ländern angegriffen und zerstört.
Iran ist von Alliierten und Stützpunkten
der U.S.A. umzingelt, die schon Mossadegh
stürzten, den Schah installierten, die
möglicherweise besonderes Interesse
an der Kontrolle iranischer und turkmenischer
Ölquellen haben...
Israel ist Verbündeter / Speerspitze
und gleichzeitig Dirigent Amerikas.
Iran ist eine der großen Mächte in der
Region, ist aber als schiitisches Land
unter sunnitischen Staaten isoliert.
Es besitzt große Ölreservern und strebt
danach, seinen Einfluss auf seine Nachbarn
zu vergrösseren.
Israel ist die dritt grösste Militärmacht
weltweit, hat auch die unbestrittene
Vormachtstellung in Wirtschaft, Wissenschaft
und Politik der Region, hat eine Dominanz,
die es zu verteidigen gewillt ist. Auch
gegen heranwachsende Konkurrenten. Es
hat die besten Beziehungen zur Weltmacht
U.S.A., genießt deren Protektion.
Iran hat sein Programm zur Nutzung von
Atomenergie zu militärischen Zwecken
2003 gestoppt und nicht wieder aufgenommen,
weil diese Nutzung mit religiösen Forderungen
nicht vereinbar sei. Iran forscht und
arbeitet an einem Atomprogramm, das
- so wird versichert – der friedlichen
Nutzung dient. Iran ist dem Vertrag
gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen
beigetreten, es wird entsprechend kontrolliert.
Heimliche militärische Ambitionen werden
unterstellt, Hinweise darauf / Beweise
dafür wurden nicht gefunden.
Israel besitzt Atombomben seit Langem
und in grosser Zahl. Es ist dem Atomwaffensperrvertrag
nicht beigetreten, lässt keine Kontrollen
zu. >>>
Die soziale Dimension des
drohenden Krieges gegen den Iran
(SB) - Wie
die Ankündigung der iranischen
Regierung, im Vorgriff auf die ab 1.
Juli greifenden Sanktionen der EU
die Rohölexporte nach Deutschland
einzustellen, belegt, steigen die
Kosten für die Konfrontation im
sogenannten Atomstreit nicht nur für
die iranische Bevölkerung rapide an.
Zudem erweist sich die gegen das
Land gerichtete Sanktionspolitik als
wenig hilfreich im Sinne ihres
vorgeblichen Ziels, die iranische
Regierung zu Zugeständnissen bei der
Nutzung der Urananreicherung zu
drängen. Sie schadet, wie Ali
Fathollah-Nejad in einer
lesenswerten Analyse der Blätter für
deutsche und internationale Politik
[1] darlegt, vor allem den Bürgern
des Landes und stärkt zudem
diejenigen Gruppen im Teheraner
Machtgefüge, die dem Druck der
NATO-Staaten und Israels aufs
entschiedenste widerstehen. Ohnehin
scheint in der Bevölkerung des
Landes, wie westliche Beobachter
wiederholt attestiert haben, selbst
gegenüber dem hierzulande als
aggressivsten Exponenten der
iranischen Führung dargestellten
Präsidenten Mahmud Ahmedinejad die
Meinung verbreitet zu sein, daß er
sich gegenüber dem Versuch, dem Land
das legitime, im
Nichtverbreitungsvertrag verankerte
Recht auf zivile Nutzung der
Atomenergie inklusive der
Urananreicherung abzusprechen, zu
defensiv verhalte. >>>
6.4.2012
Felicia Langer - Offener
Brief an Günter Grass
Sehr geehrter , lieber Günter
Grass, wir, Felicia und
Mieciu Langer befürworten
Ihr mahnendes Anti Kriegs
Gedicht, mit Recht als ein
Aufschrei in der S.Z. (
4.4.2012 ) bezeichnet .
Wir bewundern Ihre Zivilcourage
gegen die allgemeine Verlogenheit.
Was die israelische Politik
betrifft. Wir haben die
israelische und die deutsche
Staatsbürgerschaft und leben
seit 22 Jahre in Deutschland.
Ich bin eine Trägerin des
Alternativen Nobelpreises,
1990 für mein Lebenswerk
, als israelische Anwältin
die die palästinensische
Gefangene in den Besetzten
Gebieten vertretet hat .Im
Jahre 2009 habe ich den
Bundesverdienstkreuz 1-e
Klasse bekommen.
Ich habe eine schreckliche
Verleumdung - Kampagne gegen
mich gerichtet durch israelische
Lobby in Deutschland und
teilweise in Israel, erlebt.
Ich kann mir gut vorstellen
mit aller Bescheidenheit
, was Sie jetzt empfinden
und es tut mir sehr , sehr
Leid.
Mieciu, mein Mann ist Holocaustüberlebender
, der in 5 Nazilager inhaftiert
war und der einzige der
Familie der überlebt hat.
Wir sind empört über die
Verleumdungskampagne die
gegen Sie zur Zeit geführt
wird. Wir solidarisieren
uns völlig mit Ihnen , und
wünschen Ihnen das Beste
! Soll diese Ihre gesegnete
Tinte nie austrocknen. !
Herzlichst Felicia und Mieciu
Langer -
Tübingen 6.4.2012
Jagdaktion
gegen Felicia Langer >>>
Dokumentation
zu " Was
gesagt werden muss - Günter Grass" >>>
Debattenbeitrag zu Günter
Grass - Es musste gesagt
werden - Ein Debattenbeitrag
von Jakob Augstein
- Mit seinem Gedicht "Was
gesagt werden muss" liegt
Günter Grass richtig: Er
holt Deutschland aus dem
Schatten der Worte von Kanzlerin
Merkel, die Sicherheit Israels
gehöre zur deutschen "Staatsräson".
Und der Schriftsteller kritisiert
zu Recht, dass Israel der
Welt eine Logik des Ultimatums
aufdrängt. Ein großes Gedicht
ist das nicht. Und eine
brillante politische Analyse
ist es auch nicht. Aber
die knappen Zeilen, die
Günter Grass unter der Überschrift
"Was gesagt werden muss"
veröffentlicht hat, werden
einmal zu seinen wirkmächtigsten
Worten zählen. Sie bezeichnen
eine Zäsur. Es ist dieser
eine Satz, hinter den wir
künftig nicht mehr zurückkommen:
"Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden."
Dieser Satz hat einen Aufschrei
ausgelöst. Weil er richtig
ist. Und weil ein Deutscher
ihn sagt, ein Schriftsteller,
ein Nobelpreisträger, weil
Günter Grass ihn sagt. Darin
liegt ein Einschnitt. Dafür
muss man Grass danken. Er
hat es auf sich genommen,
diesen Satz für uns alle
auszusprechen. Ein überfälliges
Gespräch hat begonnen. Es
ist ein Gespräch über Israel.
>>>
Grass - Gedicht zum Krieg
- Vom schrecklichen Unrecht
Recht zu haben
- U. Gellermann - Da meldet
sich einer von den deutschen
Intellektuellen aus tiefer
Sorge. Da sieht er einen
Krieg auf die Welt zukommen,
der mehr sein kann als einer
zwischen Israel und dem
Iran, da fürchtet er das
Deutschland, dem er sein
Leben und seine Literatur
gewidmet hat, könnte diesen
Krieg mit der Lieferung
von U-Booten befördern.
Aus diesen Befürchtungen
heraus schreibt er ein Gedicht
und lässt die Welt davon
wissen. Und dann erhält
er ein Echo aus dem Land.
Natürlich ist es der furchtbare
Journalist Henryk Broder,
dem die platteste Schlagzeile
entgleitet: „Günter Grass
– Nicht ganz dicht, aber
ein Dichter“ schreibt er
in der „Welt“ und nennt
den Mann, der bisher allen
als Freund Israels galt,
einen Antisemiten. Widerlich
in seinem Wüten gebärdet
sich der israelische Botschafter,
der den Dichter mit denen
vergleicht, die den vorgeblich
jüdischen Ritualmord an
christlichen Kindern erfunden
haben. >>>
Günter Grass im blinden
Fleck des deutschen Imperialismus
(SB) - Als Günter Grass
den Überfall der NATO auf
Jugoslawien guthieß, war
die Welt noch in Ordnung.
Die Fürsprache des angesehenen
Schriftstellers für den
humanitären Interventionismus
war Balsam für die damals
noch "brennenden" rot-grünen
Seelen. Heute, da die Rauchschwaden
über der Asche am realpolitischen
Vollzug entzündeter Gemüter
längst verweht sind und
rot-grüne Politiker die
schwarz-gelbe Bundesregierung
in Sachen Bellizismus rechts
überholen, herrscht nicht
einmal mehr Bedarf an affirmativen
Intellektuellen. Wer wollte
noch ins Horn gegen den
Iran erhobener Kriegsdrohungen
stoßen, wenn dies im Grundton
einer Freiheitslyrik erfolgt,
mit der sich die Gauck und
Broder schmücken? Wer wollte
sich entblöden, durch das
Heulen mit einer Meute,
die Widerspruch nicht sanktionieren
muß, weil er auf Höhe ihres
Hegemonialanspruchs nicht
existiert, die eigene Bedeutung
so inflationär zu entwerten,
daß sie im Schatten der
Nichtbeachtung immer noch
besser aufgehoben ist? Um
so greller ist das Schlaglicht,
in das ein prominenter Name
wie der von Günter Grass
getaucht wird >>>
Nach Debatte um sein
Gedicht Grass präzisiert
Kritik an Israel
- Heribert Prantl - Nicht
das Land Israel, sondern
allein die Regierung Netanjahu
habe er kritisieren wollen:
Im Gespräch mit der "Süddeutschen
Zeitung" erklärt Günter
Grass, dass er sein Israel-Gedicht
jetzt anders fassen würde.
Die Kritik an seiner Person
treffe ihn - besonders der
"kränkende und pauschale
Vorwurf des Antisemitismus".
Der Literaturnobelpreisträger
Günter Grass hat sich gegen
Angriffe wegen seines umstrittenen
Israel-Gedichts verteidigt
und zugleich beteuert, er
würde es jetzt anders schreiben.
Im Interview mit der Süddeutschen
Zeitung sagte Grass am Karfreitag,
er würde nun seine Kritik
präziser formulieren: "Ich
würde den pauschalen Begriff
'Israel' vermeiden und deutlicher
machen, dass es mir in erster
Linie um die derzeitige
Regierung von Premierminister
Benjamin Netanjahu geht",
sagte Grass. >>>
Grassierende
Vorwürfe gegen Israel-Kritiker:
Vieles
muss gesagt werden - Jamal
Karsli,
06.04.2012 - Während die
meisten Medien und Politiker
beteuern, dass Israel selbstverständlich
kritisiert werden dürfe
und täglich kritisiert würde,
beweist das aktuelle Gedicht
von Günter Grass erneut,
wie jegliche substanzielle
Israel-Kritik reflexartig
mit scharfen und teilweise
hysterischen Worten abgekanzelt
wird. Ob WELT, FAZ, Spiegel,
Tagesspiegel – viele Medien
drucken und vertreten hanebüchene
Antisemitismusvorwürfe und
maßlose Übertreibungen.
Die israelische Botschaft
stellt „Was gesagt werden
muss“ in eine Reihe mit
christlichen Ritualmordvorwürfen
an Juden, der unvermeidliche
Henryk M. Broder nennt Grass
in der WELT den „Prototyp
des intelligenten Antisemiten“,
die FAZ nennt das Poem ein
„Dokument der Rache“, im
Tagesspiegel heißt es, das
Gedicht könne ebenso gut
„Die Juden sind unser Unglück"
heißen. Und das sind nur
Beispiele. Kein
Wunder also, dass die meisten
Politikerinnen und Politiker
eingeschüchtert sind und
sich nicht trauen, ihre
Meinung zu sagen. In meiner
Zeit als Landtagsabgeordneter
(1995 bis 2005 )
habe ich hinter die Kulissen
schauen können und kenne
diesen Sachverhalt hinlänglich
aus persönlicher Erfahrung.
Und es betrifft nicht nur
Politiker, sondern auch
Journalisten und eigentlich
alle, die in der Öffentlichkeit
stehen. >>>
Kriegstrommeln werden
gerührt
- Arnold Schölzel -
(...) Zahlreiche
Kommentatoren widmeten
sich den von ihnen bei
Grass vermuteten
Motiven, nutzten aber
vor allem die
Gelegenheit, um den Iran
als angeblichen
Kriegstreiber
anzuprangern. Eine
monströse
Diffamierungsleistung
lieferte am Freitag die
Kandidatin der Linken
zur
Bundespräsidentenwahl
Beate Klarsfeld ab. Sie
zitierte in einer
Mitteilung aus einer
Hitler-Rede im Jahr 1939
die Formulierung »das
internationale
Finanzjudentum« und fuhr
fort: Wenn man diesen
Ausdruck durch »Israel«
ersetze, »dann werden
wir von dem
Blechtrommelspieler die
gleiche antisemitische
Musik hören.« Ähnlich
schrieb der Präsident
des Zentralrats der
Juden in Deutschland,
Dieter Graumann, für
Handelsblatt online:
»Günter Grass hat zwar
die Waffen-SS verlassen.
Aber offenbar hat die
Judenfeindschaft der
Waffen-SS Günter Grass
doch niemals verlassen.«
>>>
Tatsachen ins rechte
Licht gerückt
- * Der Sprecher des
Bundesausschusses
Friedensratschlag, Peter
Strutynski, erklärte am
Freitag in einer
Pressemitteilung zu der
medialen Aufregung um
Günter Grass: -
Ostermarschierer: Weil
Grass recht hat … -
Selten ist ein
Literaturnobelpreisträger
von den Medien und der
herrschenden Politik so
schlecht behandelt
worden wie Günter Grass
nach Veröffentlichung
seines Poems »Was gesagt
werden muß«. Darin rückt
Grass ein paar Tatsachen
ins rechte Licht, die
hier zu Lande nur zu
gern verschwiegen werden
>>>
»Die Reaktionen sind
unverschämt«
- Die Kritik von Günter
Grass an Israel wird von
den Medien
niedergebrüllt. Ein
Gespräch mit Wolfgang
Gehrcke - Interview:
Peter Wolter - Wolfgang
Gehrcke ist im Bundestag
Obmann der Linksfraktion
im Auswärtigen Ausschuß
- Der Schriftsteller
Günter Grass hat den
Medien ein Osterei
geschenkt: Nach dem
Wulff-Skandal haben sie
wieder ein Thema, über
das sie sich kollektiv
empören können. Sie sind
eine der wenigen
Persönlichkeiten, die
sich hinter Grass
gestellt haben – werden
Sie auch schon
angefeindet? Eigentlich
nicht, ich habe sehr
viele Briefe, Mails und
Anrufe bekommen, die
mich in ihrer großen
Mehrheit ausdrücklich
und sehr sachlich
unterstützen. Auch aus
der israelischen
Friedensbewegung haben
mich Reaktionen erreicht
>>>
Kriegshelden - Grass
wußte, worauf er sich
einließ
- Werner Pirker -
Die israelische
Regierung hat ihre
Absicht, das iranische
Atomforschungsprogramm
mit militärischer Gewalt
zu beenden, nicht erst
einmal offen kundgetan.
Doch fehlt dafür die
Zustimmung aus
Washington, auf dessen
zumindest politische
Unterstützung Israel
angewiesen ist. Die von
Günter Grass in seinem
Gedicht getroffene
Feststellung, daß Israel
den Iran mit Krieg
bedroht, kann und will
die Netanjahu-Regierung
deshalb auch nicht
widerlegen. Und obwohl
Israels Führung in aller
Öffentlichkeit den Krieg
als einzige Möglichkeit
zur Sicherung des
Existenzrechtes ihres
Staates rühmt, wird die
Benennung dieser
kriegerischen Absicht
durch den deutschen
Literaturnobelpreisträger
von der prozionistischen
Meinungsmaschinerie als
»antisemitische
Verleumdung« denunziert.
>>>
Der Schwarze Kanal:
Doppelte Standards
- Werner Pirker - Als
»beschämenden Ausdruck
von
Geschichtsvergessenheit
und politischer
Dummheit« bezeichnet
Micha Brumlik in einem
taz-Gastbeitrag die
»Erklärung aus der
Friedensbewegung und der
Friedensforschung«, in
der vor einer weiteren
Eskalation des Konflikts
um das iranische
Atomforschungsprogramm
gewarnt wird. »Das vom
Westen beschlossene
Ölembargo und der
Boykott der iranischen
Zentralbank sind
gefährliche
Interventionen«, heißt
es in dem Aufruf, der
bisher von mehr als 1700
Personen unterzeichnet
wurde. >>>
Helmut Käss -
Leserbrief:
Zur BZ von heute, 5.4.12,
Seite: Kultur, „Schlechtes
Gedicht, große Aufregung“
-
Günter Grass hat ein Gedicht
geschrieben, für die Süddeutsche
und die New York Times.
Damit hat er unter vielem
verbalem Zögern ein wirkliche
heißes Eisen angefasst mit
entsprechender Reaktion.
Nebenbei, mir gefällt das
Gedicht sehr. Die „heißen“,
die Regierungspolitik von
Israel unterstützenden „Krieger“
wie Broder/Welt oder Brumlik/Taz
aus Deutschland schmähen
ihn wegen seiner „Antisemitischen“
Worte, da man als Deutscher
Israel nur unterstützen,
aber auf Grund der Geschichte
mit dem grässlichen Holocaust
nicht kritisieren dürfe.
Verschiedene überzeugte
Israel-“Freunde“ schmähten
auch uns vom Friedensbündnis
und Friedenszentrum wegen
der Präsentation von israelischen
Regierungskritikern 2010.
Aber es geht um weltpolitische
Dramatik: Israel hat einen
Angriff auf den Iran angekündigt.
Es hat dies schon öfters
getan und bisher nicht durchgeführt.
Aber allein die Ankündigung
ist nach dem Völkerrecht
ein Verbrechen in angeblicher
vorweggenommener Verteidigung.
Dabei wäre das Problem mit
einer Atomwaffenfreien Zone
im Mittleren und Nahen Osten
einfach zu lösen, wozu der
Iran nach meiner Überzeugung
gerne beitreten würde. Israel
atomare Vernunft zu unterstellen
und Iran Unvernunft, ist
völlig einseitig. Chomsky
weist darauf hin, dass die
Militärausgaben vom Iran
relativ gering und defensiv
sind. http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Iran/chomsky3.html
Israel ist mit seinen Atomunterseeboten
zweitschlagfähig. Die Vernichtung
Israels würde den atomaren
Untergang des Iran bedeuten,
der selten gegen Nachbarn
Kriege geführt hat. Einseitige
Atombewaffnung kann diese
Welt nicht dulden, weder
bei Israel noch bei den
USA noch irgendwo, das ist
viel zu gefährlich. Wir
müssen zügig zu einer international
überwachten vollständigen
Abrüstung von diesen potentiell
menschheitsvernichtenden
Massenvernichtungswaffen
wegkommen. Herzliche
Grüße Helmut Käss
-
http://www.helmutkaess.de/Wordpress/
Dichtung und Wahrheit - Beim Thema Iran regieren in
Medien und Politik Wahrnehmungsschwierigkeiten,
Phantasie und Lügen. Besonders Springers Welt tut sich
wieder einmal hervor - Knut
Mellenthin - Die einstimmige Empörung deutscher
Politiker und Journalisten über die Friedensbotschaft
von Günter Grass hat auch etwas damit zu tun, daß sie
allesamt ertappte Lügner sind: Ihr ständig wiederholter
axiomatischer Ausgangspunkt, Iran arbeite am Bau von
Atomwaffen, ist nicht nur gänzlich unbewiesen, sondern
widerspricht auch den veröffentlichten Erkenntnissen
aller westlichen Geheimdienste, einschließlich des
israelischen. >>>
Ahmadinedschad und die Sache mit der Landkarte
- Knut Mellenthin - Ein ständig wiederholter Vorwurf
gegen Iran lautet, Präsident Mahmud Ahmadinedschad habe
mit der »Auslöschung« des jüdischen Staates gedroht.
Wörtlich soll er – in einer Rede am 26. Oktober 2005 –
gesagt haben, Israel müsse »von der Landkarte gefegt
werden«. Seit Jahren ist bewiesen und bekannt, daß diese
Behauptung auf einer falschen Übersetzung gründet. Eine
Reihe von Medien hat den Fehler öffentlich eingestanden
und angekündigt, den falschen Text nicht mehr zu
verwenden. Politiker und Journalisten, die sich zu
diesem Thema äußern, können und sollten das wissen. Der
entscheidende Abschnitt der Rede von Ahmadinedschad
begann mit der Frage: »Werden wir eine Welt ohne Amerika
und Zionismus erleben können?« Er zählte dann eine Reihe
von starken, scheinbar >>>
28.3.2012
-
Ex-IAEA-Chef ElBaradei: "Wer
Iran angreift, ist verrückt"
- Ein Angriff würde die gesamte
Region zerfetzen. Sicherheit für
Israel sei nur möglich, wenn das
Land in der Region anerkannt werde.
Der gesamte nahe Osten müsse eine
atomwaffenfreie Zone werden. - Der
langjährige Generaldirektor der
in Wien ansässigen Internationalen
Atomenergie-Agentur (IAEA), Mohammed
ElBaradei, hat Israel eindringlich
vor einem Krieg gegen den Iran gewarnt.
"Jeder, der den Iran angreift, ist
völlig verrückt", sagte der Friedensnobelpreisträger.
"Das würde die gesamte Region zerfetzen."
>>>
Erdogan: No force should threaten
Iran’s peaceful nuclear program
- Turkish PM
visits Islamic Republic and offers
to host Iran nuclear talks with
major powers; Iran FM says talks
to take place on April 13.
Turkish
Prime Minister Recep Tayyip Erdogan
expressed support for Iran’s nuclear
program during a visit to the Islamic
Republic on Wednesday, and said
that no one has the right to use
force against a country that is
pursuing peaceful nuclear activities,
Iranian and Turkish media reported.
“No one has the right to impose
anything on anyone with regards
to nuclear energy, provided that
it is for peaceful purposes,” >>>
Weltkriegsszenarien
und Welt-Kriegspropaganda
- Peter Preiß
- Die Schlagzeilen
dieser Tage
in Sachen Iran
überschlagen
sich. Ein israelischer
Militärschlag
gegen Teherans
Atomanlagen
wird immer wahrscheinlicher,
so der Tenor.
Im Interview
mit dem ARD-Onlineportal
tagesschau.de
nannte der Nahostexperte
und Regierungsberater
Michael Lüders
in der vergangenen
Woche den Angriff
»fast schon
sicher«. Ein
Krieg würde
die gesamte
Region zum Explodieren
bringen. Die
israelische
Regierung hat
mehrfach bekräftigt,
notfalls im
Alleingang gegen
den Iran vorzugehen,
wäre dazu aber
militärisch
nicht in der
Lage. Laut Lüders
gibt es Überlegungen
in Israel, »den
ersten Angriff
allein zu machen.
Dann würde der
Iran zurückschießen
und in dem Moment
wären die USA
gezwungen, sich
auf seiten Israels
an diesem Krieg
zu beteiligen,
auch wenn sie
das eigentlich
gar nicht wollen.
>>>
Why not get
law and politics
right in Iran?
-
Richard Falk
- According
to US intelligence
estimates, Iran
abandoned its
nuclear weapons
programme in
2003. Santa
Barbara, CA
- In his important
article in the
New York Times
on March 17,
2012, James
Risen summarised
the remarkable
consensus of
the intelligence
community in
the United States
that Iran abandoned
its programme
to develop nuclear
weapons in 2003
and no persuasive
evidence exists
that it has
departed from
this decision.
It might have
been expected
that such news
- based on the
best evidence
on which billions
was spent due
to sensitive
security issues
- would produce
a huge sigh
of relief in
Washington and
Tel Aviv. On
the contrary,
it has been
totally ignored,
including by
the highest
officers in
the government,
and the opposite
reality has
been confirmed.
The US president
has not even
bothered to
acknowledge
this electrifying
conclusion that
should have
put the brakes
on what appears
to be a slide
toward a disastrous
regional war.
We must insistently
ask "why" such
a prudent and
positive course
of action has
not been adopted
or at least
explored. And
we must tentatively
answer that
there must be
some reason
other than the
supposed fear
of Iran possessing
a few nuclear
bombs>>>
26.3.2012 -
Umfrage zum Atomstreit mit Teheran Mehrheit der Israelis
hält Angriff auf Iran für vertretbar
- Attackieren oder Warten? Einer Umfrage zufolge ist für
die meisten jüdischen Israelis die Antwort auf diese Frage
klar: Fast zwei Drittel fürchten eine Atombombe in der Hand
Teherans stärker als die Folgen eines Militärschlags gegen
Iran. Auch wenn man die Befragung differenziert betrachten
muss. Fast zwei Drittel der jüdischen Israelis halten laut
einer neuen Umfrage die Folgen eines Angriffs gegen Iran
für weniger gefährlich, als der Islamischen Republik den
Bau einer Atombombe zu gestatten. Aus der in der israelischen
Zeitung Haaretz veröffentlichten Erhebung des Jerusalem
Center for Public Affairs geht hervor, dass etwa 65 Prozent
der Befragten der Aussage zustimmen, dass der Preis, den
Israel dafür zahle, mit der Bedrohung durch eine iranische
Bombe zu leben, größer sei als der Preis, den es zahlen
würde, wenn es Irans Atomanlagen angreifen würde. >>>
Mohammed al-Baradei - "Jeder, der den Iran angreift,
ist völlig verrückt" - Der Ex-Chef der
internationalen Atomenergiebehörde, al-Baradei, warnt vor
einem Krieg Israels gegen den Iran: "Das würde die gesamte
Region zerfetzen." >>>
Vor den Küsten des Irans sammelt sich eine riesige US-Flotte
- Spencer Ackerman - Kanonenboote, Supertorpedos und Unterwasser-Drohnen
- Die US-Navy baut im Persischen Golf und im Arabischen
Meer ein gewaltiges Bedrohungspotential gegen den Iran auf.
Die Entsendung eines dritten Flugzeugträgers in die Gewässer
um den Iran war, wie sich gerade herausstellt, erst
der Anfang [s. http://www.wired.com/dangerroom/2012/01/iran-aircraft-carriers/
]. Die USA haben derzeit tatsächlich mehr Kriegsschiffe
im Persischen Golf versammelt, als die Kriegsflotten der
meisten Staaten der Erde - einschließlich der des Irans
- aufbieten könnten. Und dabei hat die US-Navy bisher erst
ihre Muskeln spielen lassen. >>>
25.2.2012 -
Nachschlag: Prestigegewinn - Ahmadinedschad-Interview
- Der Präsident des Zentralrates der Juden
in Deutschland, Dieter Graumann, hat ZDF-Moderator Claus
Kleber für sein Interview mit Mahmud Ahmadinedschad kritisiert,
weil er den Holocaust-Leugnungen des iranischen Präsidenten
nicht widersprochen habe. »Ich bin sehr enttäuscht, daß
ein angesehener deutscher Journalist – und obendrein in
einem öffentlich-rechtlichen Sender – derart dreiste Bemerkungen
einfach unwidersprochen läßt >>>
ZDF-Moderator Claus Kleber bezieht
Prügel - "heute journal"-Moderator Kleber:
Moralisches Versagen? - Hat Claus Kleber gegen journalistische
Grundregeln verstoßen, als er den iranischen Präsidenten
Mahmud Ahmadinedschad interviewt hat? Hat sich der "heute
journal"-Moderator sogar "moralisches Versagen" vorzuwerfen?
Die Kritik an ihm nimmt zu. Wie befragt man als Journalist
einen Diktator? Wie kritisch kann man in so einer Situation
sein - und wie kritisch muss man sein? Mit diesen Fragen
müssen sich derzeit das ZDF und Claus Kleber, Moderator
des "heute journal" befassen - notgedrungen. Denn das von
Kleber geführte ZDF-Interview mit dem iranischen Präsidenten
Mahmud Ahmadinedschad ist beim Zentralrat der Juden in Deutschland
auf Kritik gestoßen. >>>
Kurzkommentar E. Arendt - Nehmen wir
doch die moralischen Ansprüche, die der Zentralrat einfordert
an. Nur frage ich mich, warum diese moralischen Ansprüche
nicht allgemeingültig sind sondern nur da - wo angenehm
- angewandt werden. Hat der Zentralrat irgendwann gegen
die "dreiste" Kriegshetze aus Israel, gegen die Kriegshetze
in der BRD protestiert? Eine Doppelmoral ist keine Moral....
Die "Einbettung":
Video:
Irans gefährliches Spiel mit der Bombe
Video:
Ahmadinedschad- "Atomwaffen unmoralisch"
- Vollständiges Interview
42 M.
Video:
Ahmadinedschad: "Angst vor niemandem"
- Kurzfassung 8 Minuten
Video:
Claus Kleber nach dem Interview
Obama: Window for diplomatic solution to nuclear Iran
is closing - Reuters--U.S. President
reiterates position on Iran nuclear issue after talks with
Turkish PM Erdogan; remarks come week and a half after Russian
daily reported that United States had asked Russia to deliver
ultimatum to Iran.
First large Israeli protest against war with Iran in
Tel Aviv - Dahlia Scheindlin and Larry
Derfner--A lively crowd of approximately 1000 people, according
to estimates by the Israeli media, gathered at Habima Square
in Tel Aviv to voice its opposition to a war between Israel
and Iran. Although hoping to capitalize on the energy of
a surprisingly successful grassroots internet campaign that
seemed to sweep the whole country last week, the protesters
had all the hallmark attributes of a left-wing demonstration:
large red flags associated with Hadash, the far-left Jewish-Arab
party, calls for the Netanyahu government to resign, and
no Israeli flags.
Claus Kleber und Mahmud Ahmadinedschad
– Hintergrund - ZDF-Moderator in blasser
Rolle - Der ZDF-Moderator und Anchorman des Heute-Journal,
Claus Kleber, führte kürzlich ein Interview mit dem iranischen
Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Die 20-minütige Version
des Gespräches wurde Montagnacht um 0.20 Uhr auf dem Digitalkanal
ZDFinfo ausgestrahlt, in voller Länge (über 40 Minuten)
veröffentlichte das ZDF das Interview nur online auf heute.de.
Über zwei Jahre hatte sich das ZDF um das Interview bemüht.
Zeit genug, Fragen zu entwickeln, die dazu beitragen könnten,
Sachverhalte zu vertiefen und Erkenntnisse zu gewinnen.
Doch genau das geschah nicht. Kaum eine der von Claus Kleber
gestellten Fragen klang nicht gleichzeitig wie ein Vorwurf.
Dem Zuschauer drängte sich der Eindruck auf, Kleber führe
das Interview weniger in seiner Rolle als Journalist, sondern
eher als Ankläger und verlängerter Arm der sogenannten internationalen
Staatengemeinschaft >>>
Die "Einbettung und das Interview":
Video: Vor dem Interview -
Irans gefährliches Spiel mit der Bombe
Video:
Ahmadinedschad- "Atomwaffen unmoralisch"
- Vollständiges Interview
42 M.
Video:
Ahmadinedschad: "Angst vor niemandem"
- Kurzfassung 8 Minuten
Video:
Claus Kleber nach dem Interview
Inge
Höger: "U-Boot-Lieferungen an Israel sind weiterer Eskalationsschritt"
- "Gerade angesichts der drohenden militärischen Eskalation
zwischen Israel und dem Iran ist die Lieferung eines weiteren
atomwaffenfähigen U-Bootes an Israel völlig unverantwortlich,"
kommentiert Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin
der Fraktion DIE LINKE, die Äußerungen des Verteidigungsministers,
die Lieferung eines sechsten U-Bootes an Israel wäre richtig
und er stehe dazu. Die Boote stammen von der deutschen Waffenschmiede
HDW in Kiel, die sich im Besitz von ThyssenKrupp Marine
Systems befindet.
"Die Bundesregierung muss das Verbot der Lieferung von Waffen
in Spannungsgebiete endlich ernst nehmen, auch und gerade
wenn es um Lieferungen in die hochexplosive Nah-Ost-Region
geht. Nötig sind Abrüstungsschritte und vertrauensbildende
Maßnahmen zwischen den Militärmächten in der Region. Eine
wichtige Rolle kann dabei die Initiative der Vereinten Nationen
für die Einrichtung eines Atomwaffenfreien Nahen- und Mittleren
Osten spielen. Die U-Boot-Lieferungen an Israel sind kontraproduktiv,
da die Boote vom Typ "Dolphin" nicht nur mit Atomwaffen
ausrüstbar sind, sondern auf Grund ihrer innovativen Technologie
eine große Reichweite haben und auch im Persischen Golf
operieren könnten. Ich fordere die Regierung auf, die zur
Zeit im Bau befindlichen U-Boote nicht auszuliefern und
das sechste U-Boot gar nicht zu bauen. Wer glaubwürdig von
Iran den Verzicht auf die Möglichkeit der atomaren Bewaffnung
fordern will, darf nicht gleichzeitig selbst ganz konkret
zur militärischen Effektivierung des israelischen Atomwaffenarsenals
beitragen."
Inge Höger - MdB DIE LINKE. - Mitglied im Verteidigungsausschuss
19.3.2012 -
Ahmadinedschad-Interview:
Fragen nicht abgestimmt -
Interview wird in ausgewogene Iran-Berichterstattung eingebettet
- Selten gibt der iranische Präsident Ahmadinedschad westlichen
Journalisten Interviews. Irans Behörden bestanden zunächst
auf einem Live-Interview. Das
ZDF
setzte aber eine Voraufzeichnung und Einordnung durch und
behält so die journalistische Hoheit .
>>>
Die "Einbettung":
Video:
Irans gefährliches Spiel mit der Bombe
Video:
Ahmadinedschad- "Atomwaffen unmoralisch"
- Das vollständige Interview 42 Minuten
Video:
Ahmadinedschad: "Angst vor niemandem"
- Kurzfassung 8 Minunten
Video:
Claus Kleber nach dem Interview
FDP und Israel Möllemanns Erben -
Die FDP und ihre Haltung gegenüber Israel sind in Berlin
wieder zum Thema geworden: Wie soll die Partei, in der einst
Möllemann wirkte, im Fall eines Militärschlags gegen Iran
reagieren? - Majid Sattar - Ende Februar saßen die Außenpolitiker
der FDP-Bundestagsfraktion in ihrer Arbeitsgruppe zusammen.
(...) Dann aber warf ein Abgeordneter die Frage auf,
wie die Fraktion reagieren solle, wenn es in nächster Zeit
tatsächlich zu einem israelischen Militärschlag gegen Iran
kommen sollte. Es entstand eine kontroverse Diskussion,
in deren Verlauf auch ein Name fiel, dessen Erwähnung eine
eisige Atmosphäre verbreitete: Jürgen W. Möllemann. Die
FDP müsse klar sagen, sagte ein Abgeordneter, dass die Eskalation
des Streits über das iranische Atomprogramm durch die Regierung
des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu
unverantwortlich sei. Leise Akzente im offiziellen Diskurs
Und dann: Die FDP habe zwar aus historischen Gründen ein
besondere Verantwortung gegenüber dem Staat Israel, die
Partei habe aber auch stets eine Mittlerrolle gegenüber
der muslimischen Welt ausgeübt, Stichwort Möllemann eben.
Nein, wurde dem Abgeordneten entgegnet >>>
Persischer Golf - US-Marine rüstet sich für iranischen
Angriff - Markus Becker - Die US-Marine
bereitet sich in aller Eile auf den Ernstfall vor. Das Pentagon
verdoppelt die Zahl von Minensuchbooten im Persischen Golf,
große Schiffe werden für den Kampf gegen Schnellboote ausgerüstet.
Die Aufrüstung zeigt, wie viel Respekt Washington vor Irans
Marine hat. >>>
Scoundrel Media Afghan
Massacre Cover-Up
-
Stephen Lendman - In all US war theaters, troops commit
unspeakable atrocities. Trained to dehumanize enemies, their
mission involves killing, destruction, and much more. Local
treasures are looted. Women are raped. Civilians are treated
like combatants. Children are indiscriminately harmed like
adults. Prisoners are tortured. Mutilations are common.
Crimes of war and against humanity are institutionalized.
It's all in a day's work like taking out the garbage >>>
Daueralarm - Dokumentiert. Der Bericht eines US-Diplomaten
aus dem Jahre 2005 beleuchtet Strategie und Taktik der israelischen
Führung gegenüber dem Iran - Knut Mellenthin
- Seit mindestens sechzehn Jahren schrillen die israelischen
Alarmsirenen. 1996, zu Beginn seiner ersten Amtszeit als
Premierminister, trat Benjamin Netanjahu vor den US-Kongreß
und verkündete unter Jubel, der Iran stelle »die größte
Bedrohung« dar, »mit der die gesamte zivilisierte Welt konfrontiert
ist«. Die Zeit, wo es noch möglich sei, Teheran an der Produktion
von Atomwaffen zu hindern, laufe sehr schnell ab, behauptete
Netanjahu. >>>
Gaza-Eskalation: Generalprobe für den Iran ??
- Adam Keller, 10.3. 12 -
Netanjahu eskaliert die Gazasituation: eine
Generalprobe für einen Krieg gegen den Iran und ein „Trostpreis“
dafür, dass man noch nicht dort ist. Zu Beginn der Woche
erlebte Ministerpräsident Netanjahu bei seinem Versuch,
eine amerikanische Genehmigung für einen Angriff gegen den
Iran zu erhalten, einen Fehlschlag. Ein Krieg gegen den
Iran könnte den Benzinpreis in die Höhe schnellen
und die Weltwirtschaft zusammenbrechen lassen. Am Ende derselben
Woche hat er die Grenze zum Gazastreifen mit einem „Liquidationsakt“
in Brand gesteckt, der sicher eine schnelle Re-aktion mit
einer Reihe von Raketen in Richtung der Orte im südlichen
Israel hatte und die Kinder in Luftschutzkellern den Purimfeiertag
verbringen ließ. Das Bombardieren und Töten im Gazastreifen
sieht aus wie eine Generalprobe und ein Test der Waffensysteme
vor dem großen kommenden Krieg – und wie ein Trostpreis
dafür, dass er keine Genehmigung erhalten hat. In den letzten
Wochen gab es viele Anzeichen einer zunehmenden Distanz
zwischen der Hamas und dem Iran und eine Nicht-Bereitschaft
der Hamasführer an einem Krieg – sollte er ausbrechen -
zwischen Israel und dem Iran teilzunehmen. Eine verantwortliche
israelische Führung sollte versucht haben, diese Kluft zu
vertiefen, und deshalb alles in ihrer Macht Stehende tun,
die Grenze zum Gazastreifen ruhig zu halten. Aber eine „verantwortliche
Führung§ ist nicht gerade der richtige Terminus für Israels
gegenwärtige Regierung. Adam Keller, Sprecher von Gush Shalom
o54- 2340749 -
(dt. Ellen Rohlfs)
Gut inszeniert, die Mainstream-Meinung
- Sind bürgerliche Qualitätszeitungen
Kriegshetzer? Medienkritik aus Sicht eines Konfliktforschers
- Lesen Sie gerne Zeitung? Und wenn ja, gehören
auch Sie zu jenen, die bürgerlichen Qualitätsblättern
wie "FAZ", "NZZ", "Süddeutscher Zeitung" oder
"Die Zeit" die Stange halten? Ich bekenne: Ich
gehöre nicht dazu. Nicht mehr, seit ich über
viele Jahre feststellen musste, dass die publizistische
Vorbereitung von Krieg dort Methode hat. Starker
Tobak, meinen Sie? - Sachlage scheint "objektiv"
und eindeutig - Als Student las ich 1998 von
gewaltsamen Übergriffen von Polizeieinheiten
auf Zivilisten im Kosovo. Die Sachlage schien
eindeutig, so gut wie niemand wäre ohne Sympathie
für die verfolgten Albaner gewesen. >>>
Wenig dazugelernt! - Amerikas Politprominenz
zeigt sich schon wieder ziemlich kriegslüstern.
Was der amerikanische Präsident vorhat, weiß
man nicht so recht. Er bereitet
sich vorerst auf seine Wiederwahl vor - Aus
den militärischen Abenteuern der letzten Zeit,
in Afghanistan und im Irak, hat man rund um
den Potomac offenbar nicht viel gelernt. Weder
deren anomischer Zustand noch der auf breiter
Front gescheiterte "Umerziehungsversuch" scheint
einige "Schreibtischstrategen" in Washington
vom Hunger nach weiteren "Humaninterventionen"
abzuschrecken (Obama vs. Israel). Die in Libyen
erfolgreich zu Ende gebrachte Luftkampagne hat
bei etlichen Beobachtern Appetit und Nachahmerinstinkte
geweckt. Schon seit Monaten werden darum in
verschiedenen US-Zirkeln vermehrt "die Kriegstrommeln
gerührt" (Beating the War Drums Again). Mehr
oder minder aufgeregt denkt man über einen preemptive
strike gegen den Iran nach (Time to Attack Iran,
Not Time to Attack Iran), um das Mullah-Regime
vom Bau der Atombombe abzuhalten (The Case For
Regime Change in Iran). >>>
Iran wieder einmal im Fadenkreuz - Säbelrasseln
gegen den Iran ist nichts Neues; aber das heißt
nicht, dass die Drohung eines Kriegs nicht real
ist - Phyllis Bennis - Nun
denn, auf ein Neues mit der Iran-Hysterie !
Es ist verlockend zu glauben, dass auch dieses
Mal das Säbelrasseln gegen den Iran sich nicht
unterscheidet von den vorangegangenen Fällen.
Allerdings gibt es signifikante neue Gefahren.
Der Arabische Frühling, Israels Position , Änderungen
im regionalen und globalen Gleichgewicht der
Kräfte und nationale Wahlkämpfe, all das deutet
auf potenziell gravierendere Risiken bei der
derzeitigen Runde anti-iranischer Hysterie als
noch vor fünf oder sechs Jahren hin. Wir haben
das alles ja schon mal erlebt. Die USA verschärfen
ihren Tonfall, Israel droht mit einem militärischen
Angriff, die verschärften Sanktionen treffen
die iranische Bevölkerung härter, der Iran weigert
sich von der Urananreicherung abzulassen. Aber
zur gleichen Zeit geben US-Spitzenmilitärs und
-geheimdienstler tatsächlich zu, dass der Iran
keine Nuklearwaffe besitzt, sie auch nicht baut,
und noch nicht entschieden hat, ob er überhaupt
ein Bauprogramm beginnen soll. >>>
Israel wird nicht angreifen -
Uri Avnery - Israel wird den
Iran nicht angreifen. Punkt. Die vereinigten
Staaten werden den Iran nicht angreifen. Punkt.
Die US werden nicht angreifen. Nicht in diesem
Jahr und nicht in den kommenden Jahren. Aus
einem Grund, der bedeutender ist als wahltaktische
Gründe oder militärische Beschränkungen. Die
US werden nicht angreifen, weil ein Angriff
ein nationales Desaster für sie selbst und ein
radikales Desaster für die ganze Welt bedeuten
würde. „Wenn du die Politik eines Landes verstehen
willst, wirf einen Blick auf die Landkarte,“
sagte Napoleon. Minuten nach einem Angriff wird
der Iran die Straße von Hormus sperren, durch
die fast alles exportierte Öl in der Welt
aus Saudi Arabien, den Vereinigten arabischen
Emiraten, Kuweit, Qatar, Bahrain, Irak und Iran
gefahren werden muss – 40% des auf dem Seeweg
transportierte Öl passiert diese Meerenge. Ein
paar Minuten später werden alle Ölpreise steigen,
sich verdoppeln, verdreifachen, vervierfachen
– und die USA und die globale Wirtschaft wird
zusammenbrechen. Solch kleine Probleme belasten
die Gehirne von Generälen, militärischen Kommentatoren
und anderen weisen Leuten nicht, die die Welt
nur zwischen Sicherheits-Scheuklappen wahrnehmen.
>>>
A tale of success and darkness in Iran
- Even the strongest supporters
of an attack - whose numbers, scarily, are increasing
- admit there is no chance that Iran will sit
idly by, and that an Israeli attack will be
countered by a ferocious response. - Gideon
Levy - Let's not dwell on the possibility of
failure. If an attack fails to destroy Iran's
nuclear facilities, Israel will receive a Yom
Kippur War-like blow. Its deterrence will be
compromised and it will be revealed as a paper
tiger. Iranian revenge will then be particularly
painful. >>>
Veteran U.S. political commentator: I would
be shocked if Israel were to attack Iran
- Yael Lavie-- "If the Israeli
military attacks Iran unilaterally, it will
be the stupidest thing that Israel has done
since the 1982 incursion into Lebanon, stupid
and even more disastrous." >>>
Krieg gegen den Iran – Tickt die Uhr?"
- Dr. Ludwig Watzal - Deutschland - als guter Freund Israels
- sollte dem Land vom „Abenteurertum“ gegenüber Iran abraten.
Mit diesen Worten schloss Jerry Sommer, Associate Researcher
am Internationalen Konversationszentrum (BICC), am 14. März
in Bonn seinen Vortrag zum Thema "Krieg gegen den Iran -
Tickt die Uhr?" Als ernüchterndes Ergebnis seiner Ausführungen,
das sich so wohltuend von der medialen und kriegshetzerischen
Politikrhetorik einiger Politiker und ihrer Verstärker in
den nationalen wie internationalen Medien abgehoben hat,
bleibt: es gibt weder eine Bedrohung des Westens durch das
iranische Nuklearprogramm und schon gar keine „existentielle“
für Israel. Dies werde auch von vielen kompetenten Politikern
und Geheimdienstlern in Israel bestätigt. Sommer sah in
der maßlosen Übertreibung der „Gefährlichkeit“ des iranischen
Nuklearprogramms eine Grundlage für die mögliche Rechtfertigung
eines Krieges gegen Iran. Es könne ähnlich verlaufen wie
beim Überfall auf den Irak >>>
14.3.2012 -
Implosion
- T. E.
Steinberg - In einem Gespräch mit Michael Köhler sagt Henryk
M. Broder, was er glaubt:
Ich glaube, daß Israel enorm gefährdet ist ... Die einzige,
die größte und die wichtigste Gefahr ist der Iran. Und es
gibt Debatten in der Bundesrepublik darüber, wie es Ahmadinedschad
eigentlich meint, ... wenn er sagt, Israel müsse oder werde
vernichtet werden. Und dann kommen sensible deutsche Philologen
und Friedensaktivisten und erklären, ja, man müsse unterscheiden,
ob das transitiv oder intransitiv ist, ob Ahmadinedschad
gesagt hat, er werde Israel vernichten, oder Israel müsse
vernichtet werden. Hat er nur das zweite gesagt, dann ist
es nicht so schlimm. (1)
Tatsächlich sind ab Ende 2005 Friedensaktivisten auf der
ganzen Welt Sturm gelaufen gegen die Behauptung, Ahmadinedschad
habe erklärt, er wolle Israel von der Landkarte löschen.
In Deutschland grassierten allerwildeste Behauptungen:
Israel dem Erdboden gleichmachen, zerschlagen, vernichten,
zerstören, tilgen, ausradieren, von der Landkarte löschen
- das habe der iranische Präsident gefordert - lesen oder
hören wir Ende Oktober 2005 in der 'taz', in der 'Berliner
Zeitung', der 'Welt', im 'stern', im 'Spiegel', in der 'Zeit',
in der F.A.Z., der Frankfurter Rundschau, beim ZDF, in der
Tagesschau und bei N24 - um nur einige zu nennen. Das, was
hier verbreitet worden ist, hat gewirkt. Eine Kriegserklärung
des Iran an Israel sei das. Man ist sich in den Medien offensichtlich
einig in der Empörung. (2)
Unterstützt von Persischkundigen, forderten Friedensaktivisten
in den USA, in Israel, in Frankreich und anderswo eine Richtigstellung.
In Deutschland bemühten sich Arbeiterfotografie und SteinbergRecherche
bei Leitmedien, Presseagenturen, öffentlich-rechtlichen
Sendern und der Bundeszentrale für politische Bildung um
Korrektur. (...)
Broder glaubt, daß Israel enorm gefährdet ist. Nein, nicht
Israel, sondern das zionistische Regime ist gefährdet; und
nicht durch Ahmadinedschad, sondern von innen heraus. >>>
11.3.2012
-
Krieg als Ablenkung? - Israels Premier beschwört eine
iranische Gefahr, hat aber wohl ein anderes Problem im Sinn
- Norman Paech - Israel zeigt sich weiter entschlossen,
Iran anzugreifen. Ein Schlag gegen die iranischen Atomanlagen
sei »keine Frage von Tagen oder Wochen, aber auch nicht
von Jahren«, drohte Ministerpräsident Netanjahu am Donnerstag
nach der Rückkehr von seinem USA-Besuch. (...) Kein Zweifel,
Benjamin Netanjahu hat in Washington nicht das bekommen,
was er wollte. 13 000 frenetisch jubelnde Kriegsenthusiasten
mit den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt
Romney und Newt Gingrich an der Spitze bei der proisraelischen
Lobby AIPAC sind eben nicht dasselbe wie Barack Obama und
Leon Panetta im Weißen Haus und Pentagon. Diese haben ihm
offensichtlich eindeutig zu verstehen gegeben: kein Krieg
vor den Wahlen im November. Netanjahu hat seit Jahren die
internationale Aufmerksamkeit auf das iranische Atomprogramm
zu lenken versucht. Mit den immer lauter werdenden Kriegsdrohungen
ist ihm dies nun auch gelungen. Dass dahinter jedoch ein
anderes strategisches Ziel lag, nämlich den sogenannten
Friedensprozess von der Tagesordnung zu nehmen, wird jetzt
auch in den USA von erklärt pro-israelischen Autoren offen
eingestanden. So hat der Direktor von »Foreign Policy«,
David Rothkopf, Iran als »die große Ablenkung« für Netanjahu
bezeichnet. >>>
David Grossman hat das "das sehr ungute Gefühl", dass Netanyahu
und Barak den Iran bombardieren werden
- Der führende Schriftsteller Israels warnt eindringlich
vor einem Krieg - Am 8. März postete die Wochenzeitung "The
Nation" auf ihrer Internetseite einen Artikel von Larry
Derfner aus Jerusalem. Thema ist die wachsende Kriegsgefahr
im Nahen Osten und die zunehmende Kritik an der Kriegsrhetorik
der politischen Führung Israels. Eckart Fooken hat den Artikel
für uns übersetzt. - David Grossman spricht sich gegen Krieg
mit dem Iran aus - Larry Derfner - In seinem ersten
öffentlichen Statement zum Konflikt mit dem Iran sagte David
Grossman, der führende Schriftsteller der letzten Generation
und die lauteste Stimme des moralischen Gewissens seines
Landes, gegenüber The Nation, dass er Gegner eines Angriffs
auf die Islamische Republik durch Israel oder die USA sei,
da die zu erwartenden Folgen noch beängstigender seien als
die Folgen eines Atombomben herstellenden Iran. „Ich will
nicht, dass der Iran über nukleare Waffen verfügt, aber
ich glaube, wenn die Sanktionen nichts bewirken, werden
Israel und die ganze übrige Welt, so schmerzlich das sein
mag, damit leben müssen,“ sagte Grossman und warnte, dass
die Bombardierung des Iran „einen Alptraum, der nur schwer
zu beschreiben ist“ >>>
American expert: U.S. ‘green light’ for Israeli attack
on Iran depends on ‘whether it can get the job done’
- Chemi Shalev - Walter Russell Mead, one of America’s foremost
foreign policy gurus, tells Haaretz Iran may soon offer
compromise formulas aimed at 'driving a wedge' between Israel
and the U.S. >>>
IRAN Documentary Yesterday and Today : Rick Steves
„ Jedes Mal, wenn wir
etwas tun, sagen Sie, ein Amerikaner würde dies und jenes
tun … ich will ihnen etwas klar sagen: „Beunruhigen
sie sich nicht über den amerikanischen Druck auf Israel.
Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika und die Amerikaner
wissen es“
Israeli Prime
Minister, Ariel Sharon, October 3, 2001, to Shimon Peres,
as reported on Kol Yisrael radio.
8.3.2012 -
Tag der Scharfmacher - AIPAC-Treffen in Washington:
Demagogische Reden republikanischer Präsidentschaftsbewerber
beschließen die Konferenz der Israel-Lobby.
Harter Konter von Obama - Knut Mellenthin
- Die Jahreskonferenz der US-amerikanischen Pro-Israel-Lobby
AIPAC, die am Sonntag mit einer Ansprache Barack Obamas
begann, ist mit heftigen Angriffen gegen den Präsidenten
zu Ende gegangen. Die Schlußsitzung am Dienstag morgen (Ortszeit)
stand im Zeichen der Grußadressen der drei wichtigsten republikanischen
Bewerber um die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl
im November.(...) Alle drei Politiker konzentrierten sich
darauf, Obama Schwäche gegenüber Iran vorzuwerfen und sich
gegenseitig mit aggressiven Sprüchen zu überbieten. Der
Preis ging zweifellos an Gingrich, der per Satellit verkündete:
»Die rote Linie ist jetzt!« Das Publikum erhob sich begeistert
zum Applaus. >>>
Hamas will Iran im Kriegsfall nicht unterstützen
- Sollte es zum Krieg mit dem Iran kommen,
will Hamas ihrer Schutzmacht nicht mit Angriffen auf Israel
helfen. >>>
Video - Netanjahu hat der
ganzen Welt seine Agena diktiert und die ist: Iran, Iran,
Iran", berichtet ZDF-Korrespondent Christian
Sievers nach dem Spitzentreffen mit US-Präsident Obama aus
Tel Aviv. >>>
Hamas denies it intends to stay out of Israeli war with
Iran - Speaking to Iran’s semi-official
Fars news agency, Mahmoud Zahar says retaliation ‘with utmost
power is the position of Hamas with regard to a Zionist
war on Iran.>>>
Kriegspläne - Israel will zusätzliche US-Bomben und Tankflugzeuge
für Angriff auf Iran >>>
Ranghohe US-Militärs schalten Inserat gegen Irankrieg
>>>
Aufruf - Erklärung: Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt
- Mit der Bitte um Verbreitung
und Unterstützung. Die Erklärung als PDF mit Rückmeldecoupon
zum Ausdrucken:
http://www.friedenskooperative.de/themen/iran-erklaerung.pdf
oder gleich
online unterzeichnen .
-
Liste UnterzeichnerInnen
Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt
- Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden
- Eine Erklärung aus der Friedensbewegung
und der Friedensforschung Der Konflikt mit Iran spitzt sich
gefährlich zu. Das vom Westen geplante Ölembargo und der
Boykott der iranischen Zentralbank sind gefährliche Interventionen.
Schon einmal verhängten Großbritannien und USA in den 1950er
Jahren ein Ölembargo gegen Iran, das zum Sturz der demokratisch
gewählten Regierung Mossadegh führte. Die heute eingeleiteten
Öl- und Finanzembargos treffen vor allem die Menschen im
Iran. Obendrein liefern sie dem gegenwärtigen Regime die
Rechtfertigung, sich mit Hinweis auf die historische Parallele
als Opfer westlicher Aggression und als legitime Verteidiger
und Beschützer der Unabhängigkeit des Iran, eines für alle
Iraner vorrangigen politischen Ziels, darzustellen. Die
militaristischen Strömungen in der Islamischen Republik
fühlen sich so geradezu legitimiert, mit der Schließung
der Straße von Hormuz im Persischen Golf zu drohen. Die
Sanktionseskalation ist auf dem besten Wege, in einen Krieg
einzumünden. Er würde nicht nur für die Menschen im Iran
katastrophale Folgen haben, sondern auch die gesamte Region
auf weitere Jahrzehnte destabilisieren. >>>
War on Iran? - Dr. Ludwig Watzal -
Having perceived the hype around the yearly gathering of
the Israel Lobby organized by “The American Israel Public
Affairs Committee” (AIPAC) in Washington, D. C., and having
listened to President Obama’s speech to the AIPAC audience,
I was flabbergasted by the twists and turns taken by the
leader of the sole “hyper power” to please the well organized
bunch of lobbyists who advocate a war of aggression against
Iran. Despite knowing better, Obama kowtowed before this
propaganda event. Instead of confronting Netanyahu and the
Israel Lobbyists head-on with the political consequences
>>>
Will US rescue Israeli pilots? -
Ron Ben-Yishai - Ynet - "Netanyahu knows that Obama needs
him on a presidential election year and apparently attempted
to leverage this fact to the maximum." >>>
Top U.S. army official: Mideast peace stalemate endangers
American interests in region -
Marine Corps Gen. James Mattis, head of U.S. Central Command,
says non-resolution of Israel-Palestine conflict exacts
'steep price'; says Iran poses greatest threat to U.S. regional
interests. - Amir Oren - During an annual briefing Tuesday
in the U.S. Congress, Marine Corps Gen. James Mattis, head
of the Central Command, issued a warning about a continued
impasse in the Israel-Palestine conflict. >>>
Sonderseiten zum Iran
>>>
Iran - Collagen von Carlos Latuff
>>>
7.3.2012 -
Hamas will Iran im Kriegsfall nicht unterstützen
- Sollte es zum Krieg mit dem Iran kommen,
will Hamas ihrer Schutzmacht nicht mit Angriffen auf Israel
helfen. Es gebe keine militärische Allianz mit dem Iran.
Hamas denies it intends to stay out of Israeli war with
Iran >>>
Kriegspläne - Israel will zusätzliche
US-Bomben und Tankflugzeuge für Angriff auf Iran
Erklärung: Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt
- Mit der Bitte um Verbreitung und Unterstützung.
Die Erklärung als PDF mit Rückmeldecoupon zum Ausdrucken:
http://www.friedenskooperative.de/themen/iran-erklaerung.pdf
oder gleich
online unterzeichnen .
- Liste UnterzeichnerInnen
Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt
- Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden
- Eine Erklärung aus der Friedensbewegung
und der Friedensforschung Der Konflikt mit Iran spitzt sich
gefährlich zu. Das vom Westen geplante Ölembargo und der
Boykott der iranischen Zentralbank sind gefährliche Interventionen.
Schon einmal verhängten Großbritannien und USA in den 1950er
Jahren ein Ölembargo gegen Iran, das zum Sturz der demokratisch
gewählten Regierung Mossadegh führte. Die heute eingeleiteten
Öl- und Finanzembargos treffen vor allem die Menschen im
Iran. Obendrein liefern sie dem gegenwärtigen Regime die
Rechtfertigung, sich mit Hinweis auf die historische Parallele
als Opfer westlicher Aggression und als legitime Verteidiger
und Beschützer der Unabhängigkeit des Iran, eines für alle
Iraner vorrangigen politischen Ziels, darzustellen. Die
militaristischen Strömungen in der Islamischen Republik
fühlen sich so geradezu legitimiert, mit der Schließung
der Straße von Hormuz im Persischen Golf zu drohen. Die
Sanktionseskalation ist auf dem besten Wege, in einen Krieg
einzumünden. Er würde nicht nur für die Menschen im Iran
katastrophale Folgen haben, sondern auch die gesamte Region
auf weitere Jahrzehnte destabilisieren. >>>
Will US rescue Israeli pilots? -
Ron Ben-Yishai - Ynet - "Netanyahu knows that Obama needs
him on a presidential election year and apparently attempted
to leverage this fact to the maximum." >>>
Top U.S. army official: Mideast peace stalemate endangers
American interests in region -
Marine Corps Gen. James Mattis, head of U.S. Central Command,
says non-resolution of Israel-Palestine conflict exacts
'steep price'; says Iran poses greatest threat to U.S. regional
interests. - Amir Oren - During an annual briefing Tuesday
in the U.S. Congress, Marine Corps Gen. James Mattis, head
of the Central Command, issued a warning about a continued
impasse in the Israel-Palestine conflict. >>>
7.3.2012 -
Nicht mehr warten - Netanjahu drängt auf
baldigen Krieg gegen Iran. Vorstandssitzung
der Atomenergiebehörde in Wien
- Knut Mellenthin - Premier Benjamin
Netanjahu rührt in Washington die Kriegstrommel
- Tel Aviv hat erneut mit einem militärischen
Alleingang gegen Iran gedroht. In seiner
Ansprache auf der Jahreskonferenz der US-amerikanischen
Pro-Israel-Lobby AIPAC erklärte der israelische
Premierminister Benjamin Netanjahu am Montag
abend in Washington, es dürfe »nicht mehr
viel länger gewartet werden«. >>>
Israels Regierung erpresst mit Kriegsdrohungen
gegen den Iran die US-Regierung
- Florian Rötzer - Die israelische Regierung
klammert sich an den Feind Iran und versucht
immer stärker, die Weltgemeinschaft als
Geisel zu nehmen, während das iranische
Regime den Druck von außen nutzt, um nationale
Einheit zu erzwingen und die Opposition
ruhig zu halten. >>>
Krieg im Iran statt Frieden in Palästina
- Monica Fahmy - Benjamin Netanyahu beschwor
die Gefahr eines nuklearen Holocaust durch
den Iran. Einmal mehr gelang es ihm, Barack
Obama seine Agenda aufzudrücken. Der Palästina-Konflikt
ist in den Hintergrund gerückt. >>>
Obama hält sich alle Optionen offen
- (...) Das Wort von der Schlüsselbegegnung
macht die Runde, vom wichtigsten Treffen
der beiden Politiker ist die Rede, von einer
Weichenstellung im Konflikt mit Iran. Für
den Gastgeber ist es vor allem eines: ein
verbaler Balanceakt zwischen Sicherheitsgarantien
für den jüdischen Staat und der Mahnung,
es nicht zum Krieg kommen zu lassen.
- Es sind Sätze, die allenfalls andeuten,
was sich hinter den Kulissen an Differenzen
auftut. Zwölf Stunden Vorlaufzeit will Netanjahu
seinem wichtigsten Verbündeten geben, so
sollen es israelische Politiker US-Generalstabschef
Martin Dempsey mitgeteilt haben. Falls es
stimmt, dann ist die Frist so knapp bemessen,
dass Obama den Angriffsbeschluss nicht mehr
ernsthaft infrage stellen könnte. (...)
Es ist das Szenario eines Hasarspiels, ein
Albtraum für das Oval Office. So diplomatisch
es der Gastgeber vorm Kamin formulierte,
so schnörkellos hatte er es tags zuvor auf
einem Kongress der stärksten pro-israelischen
Lobbygruppe der USA gesagt. Es gebe schon
viel zu viel "loses Gerede" über die Möglichkeit
eines Krieges gegen den Iran, warnte Obama
>>>
Amerika und Israel Es gilt die Agenda des Gastes
- Für die sind Sie der Große Satan“, sagt
Netanjahu an Obama gerichtet, „und wir sind der Kleine Satan.
Für die sind Sie wir, und wir sind Sie. Und wissen Sie was,
Herr Präsident: Wenigstens in diesem einzigen Punkt haben
sie recht: Wir sind Sie, und Sie sind wir. Wir sind zusammen.“
Und dann bekräftigt Netanjahu abermals, dass Israel die
Fähigkeit und das Recht haben muss, sich zu verteidigen.
„Denn dies ist letztlich der Sinn und Zweck des Judenstaats:
Dass das jüdische Volk die Kontrolle über sein eigenes Schicksal
wiedererlangt.“ >>>
Netanyahu trifft Obama >>>
Netanyahu Addresses AIPAC 2012 (3.5.12)
mehr Link- + Denktipps
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Aktuelle Inamo
Heft 69:
Ein
Jahr Frühling
64 Seiten
erschienen am 30. März 2012.